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Autor

Peer Schader

verfasst am

02.08.2010

im Heft

journalist 8/2010

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"ZDF-Fernsehgarten" macht Werbung für Modelabel.

Aufgelistet: Wer leistet Produktionshilfe für den "Fernsehgarten"

Einen ausführlichen Beitrag darüber, wie die öffentlich-rechtlichen Sender mit Produktionshilfen umgehen, lesen Sie in der August-Ausgabe des journalists.

 

ARD

Wie die ARD-Sender mit Produktionshilfen umgehen

Preise für Gewinnspiele sind üblich, "Tatort"-Autos werden meistens angemietet: Wie die ARD-Sender mit Produktionshilfen umgehen.

Südwestrundfunk (SWR)

"Für uns spielen diese Beistellungen keine erhebliche Rolle", sagt der SWR-Intendant Peter Boudgoust. Wenn man entsprechende Hilfen annehme, gehe es etwa um die Nutzung einer Bühne bei einer Landesgartenschau, "um nicht eine neue bauen zu müssen". Für Filmproduktionen würden Autos "prinzipiell von allen Herstellern" kostenlos zur Verfügung gestellt. "Da mich allerdings stört, dass wir gegebenenfalls wegen einer verhältnismäßig kleinen Leistung das jeweilige Programm mit dem Kürzel 'P' kennzeichnen müssen, habe ich intern mit den Kollegen vereinbart, dass wir diese Autos künftig für die Dauer der Dreharbeiten anmieten. Das verteuert zwar die Produktionskosten ein wenig, aber mit Blick auf die Gesamtkosten fällt es nicht groß ins Gewicht."

Hessischer Rundfunk (HR)

"Wir kriegen das ohne Beistellungen hin", sagt Sendersprecher Tobias Häuser. "Das fällt uns leicht, weil der HR seine Spielfilme komplett selbst produziert." Ausnahmen seien Gewinne, die etwa beim "hessenquiz" verlost werden.

Westdeutscher Rundfunk (WDR)

Sendersprecherin Gudrun Hindersin spricht von einem "verantwortungsbewussten Umgang": "So hat der WDR schon vor längerer Zeit mit den Auftragsproduzenten geklärt, dass in Fernsehfilmen und ,Tatort’-Krimis verwendete Pkw angemietet werden." Allerdings gebe es wenige Ausnahmefälle: "Etwa Sendungen mit Tests von Neuwagen." Dazu wird die "Sportschau" gekennzeichnet, weil dort eine Beistellung von bedeutendem Wert verlost wird.

Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)

"In der Regel" würden kostenlose Produktionshilfen vom MDR nicht in Anspruch genommen, sagt Sendersprecher Dirk Thärichen. "Lediglich im Bereich Hörfunk veranstaltet der MDR gelegentlich Gewinnspiele mit ausgelobten Preisen von 'bedeutendem Wert'." Konsequent ist der MDR aber nicht: Beim "Tatort" lässt er sich kostenlos Fahrzeuge beistellen.

Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)

"Der RBB nimmt keine Produktionshilfen in Anspruch. Um nur ein Beispiel herauszugreifen: Die Autos für Filme werden angemietet", sagt Sendersprecher Ralph Kotsch.

Norddeutscher Rundfunk (NDR)

Sprecher Martin Gartzke erklärt, der NDR würde "auf unentgeltliche Beistellungen und Produktionshilfen von bedeutendem Wert weitgehend verzichten." Es komme lediglich vor, dass bestimmte Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch genommen würden, die es nicht regulär zu kaufen gebe. Früher sei es üblich gewesen, dass Produktionsfirmen etwa für den "Tatort" Autos zur Verfügung gestellt bekamen. Inzwischen gebe es dafür eine "Meldungspflicht" – und: "Derzeit wird das nicht mehr in Anspruch genommen."

Bayerischer Rundfunk (BR)

"Augenscheinlich wird mit diesem Instrumentarium sehr restriktiv umgegangen", erklärt BR-Justiziar Ernst Testroet. Es gebe zudem "klare Instruktionen", auf die Einhaltung der Regeln zur Produktionshilfe zu achten. Beim "Tatort" nimmt der BR die Beistellung von Fahrzeugen "diverser Autofirmen" allerdings nach wie vor an.

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