Detail-Informationen

Autor

Steffen Grimberg

verfasst am

10.05.2011

im Heft

journalist 5/11

Links zum Thema

  • Fragen und Antworten zur Veränderung der Frankfurter Rundschau gibt es auf fr-online.de 
  • 27 prominente Frankfurter fordern auf freitag.de den Erhalt einer eigenständigen, überregionalen Frankfurter Rundschau – ebenso wie der Deutsche Journalisten-Verband hier und hier.
Das Profil der Frankfurter Rundschau verschwimmt. Überregionales gibt
(Bild: dapd/Mario Vedder)

Frankfurter Rundschau

Die Geschichte vom traurigen Dinosaurier

Schon seit Jahren krankt die Frankfurter Rundschau. Chefredakteure haben an ihr herumgedoktert – es half nichts. Auch Verleger Alfred Neven DuMont versuchte sich als Retter. Schon wieder scheint das Ende nur eine Frage der Zeit zu sein. Das linksliberale Traditionsblatt wird künftig nahezu komplett in Berlin produziert. Hier die Patientenakte.

Er ist nur der Vorbote für Größeres gewesen, so viel ist heute klar. Christian Bommarius. Auf der Homepage der Frankfurter Rundschau (FR) taucht er als Lesehinweis für den Meinungsteil auf, garniert mit der lindgrünen Rundschau-Schmuckfarbe. Dabei ist Bommarius "blau", rein schmuckfarbentechnisch, und gehört zur Berliner Zeitung. Eigentlich. Denn 2010 wurde zwischen Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung die DuMont Redaktionsgemeinschaft eingehängt. Und seitdem liest man deren Autoren in beiden Zeitungen und Onlineportalen. 

Vom Sommer an soll die Frankfurter Rundschau nahezu komplett an der Spree gemacht werden, nur die Lokal- und Regionalteile bleiben am Main. Von den aktuell 124 Redakteuren der Frankfurter Rundschau erhalten 88 ihre Kündigung – 44 von ihnen können sich Hoffnung auf eine Weiterbeschäftigung machen. Die restlichen Stellen baut der Verlag definitiv ab. 

"Anders ist die Existenz der Zeitung nicht zu sichern", schreibt Alfred Neven DuMont, Verleger beider Blätter, in einer ganzseitigen Erklärung in der FR. Aus jeder Zeile spricht tragische Konsterniertheit. Dabei hatte sich der DuMont-Patriarch seine beiden letzten großen Coups so anders vorgestellt. Auch 2005, als die Berliner Zeitung schon einmal zu haben war, hatte er mitgeboten. Doch das Rennen in der Hauptstadt machte der britische Finanzinvestor David Montgomery, obwohl die Redaktion unter ihrem Chefredakteur Uwe Vorkötter lieber vom "namhaftesten deutschen Zeitungsverleger" gerettet worden wäre, wie Vorkötter in einem Editorial der Berliner Zeitung im Mai 2005 ganz offen um Alfred Neven DuMont warb.

Der in Berlin noch nicht gewollte Retter machte derweil am Main weiter: 2006 übernahm Neven DuMont die Mehrheit der angeschlagenen Frankfurter Rundschau. Ein echter Verleger, für den Zeitungen mehr sind als ein beliebiger Metzgerladen, wurde nach dem Deal allseits gern gefeiert. Und schon stellte sich am Main auch ein neuer Chefredakteur ein. Ein guter Bekannter, der es in Berlin unter dem als Heuschrecke verspotteten Finanzinvestor Montgomery nicht mehr aushielt: Uwe Vorkötter.

Die Auflage bröckelt

Früher als erwartet kam 2009 dann die Chance in Berlin. Nach Montgomerys Niederlage im deutschen Zeitungsmarkt zog "Sir Alfred", wie sie ihn im Stammhaus der Mediengruppe M. DuMont Schauberg zu Köln nennen, doch noch als Sieger in der Hauptstadt ein. Schon damals fragten sich viele, was nun aus der Rundschau würde. "Gestern trat DuMont Schauberg Berichten entgegen, wonach es mit der Übernahme der Berliner Zeitung zur Zusammenlegung von Redaktionsabteilungen der beiden Blätter komme", meldete sich die Berliner Zeitung im Januar 2009 in eigener Sache: "Dass die Frankfurter Rundschau zentral aus Berlin oder die Berliner Zeitung aus Frankfurt gestaltet werden, seien 'substanzlose Spekulationen'." Zumindest an die letzte Variante hatte in der Tat nie jemand geglaubt.

Gut 160.000 verkaufte Exemplare meldete das linksliberale Traditionsblatt, als DuMont 2006 bei der FR einstieg, heute sind es noch knapp 125.000. Die Zahl der Abonnements ist in nur fünf Jahren um fast ein Drittel eingebrochen, auch der Einzelverkauf bröckelt. Im Zehnjahresvergleich sehen diese Werte noch dramatischer aus: Mehr als 40 Prozent beträgt der Verlust beim Abo, der Einzelverkauf hat sich mehr als halbiert. "Uns war klar, dass wir mit der Übernahme finanziell keinen leichten Weg beschreiten würden" schreibt heute der Retter von damals, der sich im neuen Domizil der Frankfurter Rundschau in einem ehemaligen Straßenbahndepot in Frankfurt-Sachsenhausen noch extra ein eigenes Verlegerzimmer einplanen ließ. "Doch die Bedeutung des Titels, der im Konzert der deutschen Tageszeitungen ein ganz eigenes und – wie wir meinen – unentbehrliches Profil auf dem Markt einnimmt", sei es dem Konzern wert gewesen, so Alfred Neven DuMont. 

Natürlich war der Einstieg bei der FR eine Art Trostpflaster dafür, bei der Berliner Zeitung zunächst nicht zum Zuge gekommen zu sein – und dennoch endlich das Lebenswerk mit einem auch über das Rheinland hinaus strahlenden Titel zu vollenden. "Hinzuzufügen ist, dass bald nach der Übernahme sowohl die DDVG, die immer noch 40 Prozent der Frankfurter Rundschau hält, als auch wir mehr Sorgen zu gewärtigen hatten, als prognostiziert war", schreibt DuMont weiter. Die SPD-Presseholding DDVG hatte 2004 die FR-Mehrheit nicht ganz freiwillig von der nach dem legendären FR-Herausgeber Karl Gerold benannten Stiftung übernommen. Es ging darum, das Blatt überhaupt am Markt zu halten.

Ein Teil der Sorgen zumindest ist hausgemacht: Unter ihrem neuen Chefredakteur Uwe Vorkötter verordnete sich das Blatt umgehend einen Kurswechsel. Weg vom Regionalisierungskonzept, das Vorkötters Vorgänger Wolfgang Storz verfolgte, der im Mai 2006 abrupt vor die Tür gesetzt wurde. Storz wollte auf die Verankerung des Blatts im Rhein-Main-Gebiet bauen, wo die FR bis heute rund zwei Drittel ihrer Auflage verkauft. Mitentwickelt hatte das Konzept der Leipziger Medienwissenschaftler Michael Haller. "Die Rundschau wurde schon damals überregional praktisch nur noch von 'Liebhabern' gelesen, das war nicht mehr finanzierbar", erinnert sich Haller heute. Seine Empfehlung: Die FR sollte lieber auf ihre Stärke im Rhein-Main-Gebiet setzen und dort als Regionalzeitung mit ihrem links-grünen Anspruch die erste Geige spielen. "Doch mit dem Verkauf an DuMont kamen völlig neue Vorstellungen", so Haller – auch weil das Regionalzeitungshaus aus Köln endlich eine deutschlandweite Stimme haben wollte. Der neue Chefredakteur Uwe Vorkötter ist zudem kein Mann fürs Regionale, auch wenn er seine Karriere einst bei der Stuttgarter Zeitung begann. Nach seinem ersten Konzept sollte es statt der vielen Regionalausgaben für Offenbach, Darmstadt und Co neben der Frankfurter Stadtausgabe nur noch jeweils eine für die Gebiete nördlich beziehungsweise südlich des Mains geben – weil die "Leserschaft der FR sich beruflich wie in der Freizeit klar nach Frankfurt orientiert", wie Vorkötter zu Protokoll gab. 

Plötzlich gehörte sie der Partei

Doch zunächst einmal macht DuMont am Main eine Erfahrung, die schon die DDVG nur zu gut kennt: Die Zahlen zeigen weiter nach unten. Steil nach unten. Schon in den 90er Jahren hatte die FR und das hinter ihr stehende Druck- und Verlagshaus Frankfurt/Main einem in der deutschen Presse beispiellosen Niedergang fast tatenlos zugesehen. "Veränderung bei der Rundschau? Was eigentlich so wenig vorstellbar ist wie die Abschaffung der katholischen Kirche, ist tatsächlich wahr: Heute erscheint das neu gestylte Wochenendmagazin der FR. Farbe hält hier erstmals Einzug in in Ehren ergraute grün-schwarze Bleiwüsten", ätzte 2000 die taz. Doch es blieb bei zaghafter Kosmetik, bis 2003 die Bombe platzte: Auflagenzahlen waren über Jahre zu hoch angesetzt worden, die FR stand vor dem sofortigen Kollaps. Damals sprang ausgerechnet das vom CDU-Rechtsaußen Roland Koch regierte Hessen mit einer Landesbürgschaft ein – bis sich dann die SPD-Presseholding DDVG im Frühjahr 2004 erbarmte und der FR ungewollt gleich den nächsten Imageschaden versetzte: Eine Zeitung, die stets aus freien Stücken sozialdemokratisch empfand, gehörte jetzt plötzlich der Partei.

Der Niedergang traf die Mitarbeiter damals wie ein Donnerschlag, lange verdrängt, aber insgeheim wohl doch geahnt – und daher umso mehr als Schock empfunden. Das Anzeigengeschäft war eingebrochen, überregional wie im Rhein-Main-Gebiet, Rücklagen fehlten, und die alles andere als für eine eher altbackene linksliberale Zeitung günstige neoliberale Stimmung der Jahrtausendwende hatte ihr Übriges getan: Während sich die Frankfurter Allgemeine ein Berliner Feuilleton verordnete und die Süddeutsche Zeitung zum liberal-überregionalen Höhenflug ansetzte, haftete an der FR das Image eines selbstgerechten Besinnungsblatts, einer Überregionalen mit Provinzattitüde. Einer, der dafür verantwortlich war, erklärte noch 1999 trotzig, man könne "eine Zeitung nicht auf den Kopf stellen ohne die Gefahr ihres Todes". Da hatte Roderich Reifenrath das Blatt fast acht Jahre als Chefredakteur geführt und jede Kritik an seinem Kurs mit Sätzen wie "Es können nicht alle in der Mitte stehen" stoisch weggesteckt.

Weitere acht Jahre später wurde unter Uwe Vorkötter die Zeitung tatsächlich auf den Kopf gestellt. Im Mai 2007 wagte die Frankfurter Rundschau als erster deutscher Titel die Umstellung aufs Tabloidformat. Vom Verlag als couragierter Schritt zur Zeitung der Zukunft gefeiert, von der Branche angesichts tiefroter Zahlen hinter vorgehaltener Hand eher als Mut der Verzweiflung bespöttelt. 

Aber die FR hatte endlich wieder ein Alleinstellungsmerkmal, auch wenn die in mehreren Sparrunden geschrumpfte Redaktion mit der ganz neuen Art, Zeitung zu denken, am Anfang noch spürbar fremdelte. Große Geschichten wie die Aufdeckung von Ungereimtheiten beim deutschen Zweig des Kinderhilfswerks Unicef kamen hinzu – doch wirklich wahrgenommen wurde die FR trotzdem nicht mehr. Die Abo-Zahlen blieben deutlich unter der 100.000er-Marke. Und 2008/2009 ging es mit der Finanz- und Wirtschaftskrise erst richtig rund: Das Anzeigengeschäft brach nochmals drastisch ein, von Abo-Zuwachs konnte trotz des neuen Formats keine Rede sein. Die Verluste stiegen ins Dramatische: von 16,8 Millionen Euro 2008 auf 24,5 Millionen 2009. Selbst vom Konjunkturaufschwung 2010 kam bei der FR kaum etwas an: Mit einem Minus von rund 18,3 Millionen Euro kalkulierte DuMont für das vergangene Geschäftsjahr. Das "strukturelle Defizit der Rundschau", sagt ihr Geschäftsführer Karlheinz Kroke ganz unumwunden, liege selbst bei Abzug von Sonderbelastungen durch die laufende Sanierung auch künftig bei rund zehn Millionen Euro jährlich.

Fünf Millionen davon will man nun sparen: durch den Personalabbau in der Redaktion und die Mantelproduktion in Berlin. Zumindest bis 2013 haben die Gesellschafter frisches Geld in Aussicht gestellt. Was dann kommt, weiß keiner.

Doch Zeit, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, hat derzeit niemand. In Frankfurt laufen individuelle Personalgespräche, parallel dazu Verhandlungen mit Betriebsräten und Gewerkschaften; in Berlin wird den Redakteuren klar, was da künftig auf sie zukommt – ein deutliches Mehr an Arbeit. "Unser eigener Standort Berlin gewinnt innerhalb des Verlags zwar an Bedeutung. Da dies aber auf Kosten der Frankfurter Kollegen geschieht, gibt es auch für uns keinen Anlass zur Freude oder gar zur Dankbarkeit", schreibt der Redaktionsausschuss der Berliner Zeitung in einem offenen Brief. "Die finanziellen Verluste der FR sind nicht durch die journalistische Arbeit der Redaktion, sondern durch Missmanagement und Konzeptionslosigkeit im Verlag entstanden", heißt es weiter. "Der Umgang mit den Kollegen der FR empört uns. Zumal wir wissen, dass wir und andere in wenigen Jahren vor der gleichen Situation stehen können."

Letzter Ausweg Insolvenz

In Frankfurt ist derweil von "ominösen Listen" die Rede, auf denen der Verlag schon mal skizziert habe, wer denn mitkommen darf in die Hauptstadt. Offiziell herrscht Stillschweigen. Er gebe derzeit Interviews, lässt DuMont-Zeitungsvorstand Franz Sommerfeld ausrichten. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa hatte er vorher noch erklärt, die Verhandlungen über die Sanierung liefen konstruktiv. Es sei "Verständnis dafür zu spüren, dass eine weitere Quersubvention" der FR durch die anderen DuMont-Titel "nicht länger akzeptabel ist, um deren Zukunftsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen". Die Verhandlungen mit Gewerkschaften und Betriebsrat seien von "großer Ernsthaftigkeit" getragen und sollten bis Ende Juni abgeschlossen sein. 

Von "konstruktiv" könne bis auf weiteres keine Rede sein, sagt dagegen Achim Wolff, Geschäftsführer des DJV-Landesverbands Hessen: "Da ist der Wunsch Vater des Gedankens." Die Gewerkschaften kritisieren vor allem, dass DuMont die übrig bleibenden FR-Einheiten in jeweils separate, nicht tarifgebundene Einzelgesellschaften outsourcen wolle. Das lässt der laufende Sanierungstarifvertrag zwar nicht zu, doch schon bei der ersten Präsentation ihrer Pläne Ende März habe die Geschäftsführung unmissverständlich klargemacht, dass sie hier Entgegenkommen fordert. Wenn der Konzern sein Konzept nicht durchsetzen könne, so zitieren Teilnehmer den DuMont-Vorstand Franz Sommerfeld, bleibe als Ausweg nur noch die Insolvenz.

In der FR-Redaktion mischen sich Sarkasmus, Fatalismus und nackte Angst. Der Personalchef empfängt zu Abfindungsgesprächen. Alles hängt jetzt davon ab, wie viele noch freiwillig gehen – Mitte bis Ende Mai sollen die endgültigen Zahlen vorliegen. Doch "die Leute, die sich auf dem Markt behaupten können, sind nicht unbedingt die, auf die die FR verzichten kann", sagt ein Redakteur. 

Wer noch den Kopf dazu hat, fahndet am Main wie an der Spree nach einem schlüssigen Konzept: Welchen Sinn hat es, wenn wie geplant künftig die Printredaktion bis aufs Regionale in Berlin sitzt, dafür aber der gesamte Onlinebereich im 550 Kilometer entfernten Frankfurt? Wie soll es gelingen, in Berlin täglich mit einem nur um knapp 25 Mitarbeiter aus Frankfurt aufgestockten Team zwei Zeitungen zu produzieren, die schon wegen des formatbedingten unterschiedlichen publizistischen Ansatzes jeweils ganz anders gedacht werden müssen? 

"Das, was die Frankfurter Rundschau in Ton und Meinung auszeichnet, bleibt auch unter diesen Bedingungen erhalten", verspricht Alfred Neven DuMont höchstpersönlich. Aber glaubt wirklich jemand daran, allein durch die vorgesehene Doppelspitze aus je einem Berliner und einem Frankfurter sowie ein bis zwei weiteren FR-Leuten pro Ressort ließe sich aus Berlin eine Rundschau machen? Eine Rundschau, die von den Lesern als solche angenommen wird? Schon rein arbeitstechnisch kämen "aus nahezu allen Ressorts und Abteilungen begründete Warnungen, dass die Kalkulationen keinesfalls praxistauglich sind", schreibt der Redaktionsausschuss der Berliner Zeitung. "Das Konzept wurde im Controlling gemacht, nicht in der Redaktion", bringt es ein Redakteur auf den Punkt. 

Bereits klar sein dürfte, dass die erst 2010 mit großer Fanfare eingeführte Redaktionsgemeinschaft (ReGe) Geschichte ist. Sie versorgt neben der FR und der Berliner Zeitung auch die anderen DuMont-Titel wie den Kölner Stadt-Anzeiger und die Mitteldeutsche Zeitung in Halle/Saale mit Politik- und Wirtschaftsthemen. Die noch am Main sitzende ReGe Süd soll bis auf die am Main verbleibenden Korrespondentenplätze für Banken- und Börsenthemen in die Hauptstadt umziehen, heißt es in Berlin. 

Der letzte Dinosaurier

Ob dort dann daraus noch etwas Alltagstaugliches wird, muss nun Uwe Vorkötter zeigen. Er leitet künftig die gemeinsame Chefredaktion von Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau – und ist damit am Ziel. Ganz unbeabsichtigt hatte er sich schon zu Anfang seiner Berliner Zeit als Visionär erwiesen. Es spräche "doch nichts dagegen, dass unser Brüsseler Büro zum Beispiel auch für den Kölner Stadt-Anzeiger arbeitet. Oder dass wir an irgendeinem anderen Ort mit der Zeitung kooperieren – oder mit der Frankfurter Rundschau", sagte Vorkötter als frisch gebackener Chefredakteur der Berliner Zeitung Anfang Februar 2002 in einem Interview.

Darauf setzen muss rund zehn Jahre später auch Alfred Neven DuMont. Und vielleicht hatte es der nun auf Rettung hoffende Retter am Ende selbst geahnt: "Ich bin ein sterbender Dinosaurier", gab Alfred Neven DuMont im Mai 2010 in der Jubiläumsausgabe seiner Berliner Zeitung zu deren 60. Geburtstag zu Protokoll: "Zeitungsverleger, die sich eine Idee mehr für die Inhalte interessieren als für das Geld, gibt es bald nicht mehr".

Aktuelle Kommentare zu diesem Text

17.05.2011 09:27

Max K.

Ich finde es Schade, was mit der FR passiert ... Es ist eine der besten Zeitungen, die es momentan gibt.
Danke für den schönen Artikel. Ich bin gespannt, wie es weitergeht ...

11.05.2011 19:38

Claudy F

@ Klaus: Mit Dinosaurier war in dem Artikel nicht die FR gemeint, was du wüsstest, hättest du den Artikel bis zu Ende gelesen, bevor du ihn kommentiert hast^^
Guter Artikel, und traurige Sache, aber so wird es vermutlich den meisten Printmedien ergehen, schätze. Die Welt digitalisiert sich nunmal.

11.05.2011 12:34

Redaktion

@ Martin Kraft: Danke für den Hinweis. Schon korrigiert.

11.05.2011 12:31

Martin Kraft

"... statt der vielen Regionalausgaben für Offenburg, Darmstadt und Co neben der Frankfurter Stadtausgabe ..."
Es heißt Offenbach!

11.05.2011 11:39

Klaus Mueller

Die FR war NIE ein "Dinosaurier", er ist es hier offensichtlich nur, um die Fallhöhe noch drastischer schildern zu können. Armselig.

 
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