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Autor

Svenja Siegert

verfasst am

02.08.2011

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Bildblog

Fünf Jahre 6 vor 9

Seit fünf Jahren sammelt der freie Journalist Ronnie Grob Tag für Tag sechs Links zu Themen aus der Medienbranche. Zuerst veröffentlichte er sie auf medienlese.com, seit zwei Jahren auf bildblog.de. Für kleinere Blogs bedeutet ein Link bei 6 vor 9 schon mal einen plötzlichen, selten dagewesenen Anstieg der Nutzerzahlen. Zum Geburtstag gibt es aus der journalist-Redaktion sechs Links auf Texte, in denen 6 vor 9 selbst mal Thema war.

Der Tag nach dem Ruhm

An einem Tag im August 2010 schrieb Christian Schmidt – alias "der Klopfer" – die kleine Geschichte über den Hobby-Bäcker Horst auf, der seine Kunden ermuntert, nur so viel zu zahlen, wie die Backwaren ihnen wert sind. 6 vor 9 verlinkt die Geschichte. Den kometenhaften Aufstieg seines Blogs hat Klopfer nicht recht verkraftet, wie er im Interview mit sich selbst freimütig einräumt: "Schnelle Autos, schöne Frauen, teure Reisen – all das wartete auf mich. Doch das konnte nicht lange gut gehen. Der Absturz kam schnell."

"Ich steh drin. Hoppala"

Am 2. Juni 2010 twitterte @daswaldi, dass ein lauter Knall in Göttingen von einer explodierten Gasleitung verursacht wurde. Viele Medien – unter anderem bild.de – übernahmen das Gerücht, das sich später als falsch herausstellte. @daswaldi entschuldigte sich in seinem Blog. 6 vor 9 verlinkte die Entschuldigung. Spätestens nach dem 6-vor-9-Link war der Fehler des Neu-Twitteres dann in aller Munde. Für @daswaldi zwei aufregende Tage, wie er auf seinem Blog erzählt: "Da schreibt man ein wenig was auf Twitter, schreibt dabei leider etwas Mist, entschuldigt sich dafür innem Blog und schon is alles im Sack." @daswaldis Konsequenz: Er löschte seinen Twitter-Account.

"Machen wir jetzt alle Linktipps? Nein."

Journalist Jan Tißler fragte sich im April 2009 auf der Website upload-magazin.de, welche Grundregeln sich fürs Netz aus dem Erfolg von 6 vor 9 ableiten lassen. Seine Antwort: Verlässlichkeit und Einzigartigkeit. Das Erfolgsrezept für sein eigenes Onlineprojekt scheint er indes noch nicht gefunden zu haben.

"Ronnie wird bezahlt"

Zur 300. Ausgabe von 6 vor 9 hat Peter Sennheuser, Chefredakteur von Blogwerk, im Oktober 2007 einen Beitrag auf medienlese.com – einst Heimatblog von 6 vor 9 – gepostet. Das Jubiläum nahm er zum Anlass, sich gegen die Kritik an den "Kommerzbloggern" des Blogwerks zu wehren: "6vor9 – unaufgeregt und seriös, und so gar nicht den Vorstellungen manches selbsternannten Blogpapstes dessen entsprechend, was ,Kommerzblogger’ angeblich tun." Heute steht der Beitrag auf netzwertig.com, nachdem medienlese.com dichtgemacht wurde.

62 Spender, drei Tage und 2.000 Euro

2.000 Euro brauchte es, um 6 vor 9 im Frühjahr 2009 zu retten. Das Unternehmen Blogwerk hatte damals bekanntgegeben, medienlese.com einzustellen. Nach Protesten im Netz stellte Blogwerk-Gründer Peter Hogenkamp in Aussicht, die Rubrik ein weiteres halbes Jahr zu halten, wenn sich genug Spender dafür finden. In nur drei Tagen kam das Geld zusammen. "Doch es schiebt das Vermarktungsproblem, das die Blogwerk AG mit dem eigenen Blog hat, nur auf, beseitigt nicht das eigentliche Finanzierungsproblem", kommentiere Thomas Gigold auf medienlese.com die Spendenaktion. Ein Zuhause bei bildblog.de hat die 6-vor-9-Rubrik erst seit August 2009. Auch Thomas Gigold pflegte sechs Jahre ein Medienblog, musste aber jüngst "Adieu" sagen.

Wir sind kein täglicher Newsdienst

... und wer wissen will, über welche Medienthemen Ronnie Grob selbst Texte schreibt, findet sie unter anderem auf dem im Januar gestarteten Onlinemagazin medienwoche.ch – hier mit Fokus auf die Schweiz.

Und zum Geburtstag von 6 vor 9: hier die ersten sechs Links vom 2. August 2006

Zu viele bleiben offline (welt.de)
Die größte Studie zur Internet-Nutzung in Deutschland zeigt: Beim Surfen kommen sich Frauen und Männer nicht näher. Auch der digitale Graben zwischen Ost und West ist groß.

Musik von unten (ftd.de)
Die Musikindustrie wächst und gedeiht – nur haben die großen Konzerne wenig davon. Es ist nicht nur das Internet, das ihnen Probleme bereitet: Vor allem der Siegeszug kleiner und unabhängiger Labels macht den Marktführern zu schaffen.

Die Zeit der Kopfjäger (spiegel.de)
Das soziale Internet, von dem die Netzgemeinde im Augenblick schwärmt, lebt von den Investitionen seiner Nutzer. Der Kampf der Profis, die Geld verdienen wollen, um die besten Köpfe hat jedoch bereits begonnen.

Journalisten recherchieren weniger als früher (netzeitung.de)
Medienschaffende verwenden heute weniger Zeit für das Zusammentragen von Fakten als noch vor zwölf Jahren, ergab eine Studie. Der Zeitaufwand für technische und organisatorische Tätigkeiten ist dagegen gestiegen.

Vom Reiz inszenierter Welten (tagesanzeiger.ch)
Warum haben Marken wie Starbucks so viel Erfolg? Sie suggerieren Weltoffenheit. Das Image ist wichtiger als die Qualität des Produktes.
--> offline

Das verbotene Wort (tagesspiegel.de)

Neues Gesetz schränkt Presse in Russland weiter ein.
--> offline

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