Detail-Informationen

Autor

Svenja Siegert

verfasst am

01.02.2016

im Heft

journalist 2/2016

Netflix-Gründer Reed Hastings im journalist-Interview
Bild: Alexander von Spreti

Reed Hastings

Netflix-Gründer rät ARD und ZDF: Baut euer Onlineangebot aus

Netflix-Gründer Reed Hastings glaubt an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Doch er befürchtet, dass ARD und ZDF ihren Rückhalt in der Bevölkerung verlieren könnten.

Reed Hastings glaubt, dass ARD und ZDF mehr können. "Ich würde noch schneller auf Online umsteigen", sagt der Netflix-Gründer im Interview mit journalist-Autor Richard Gutjahr. Hastings glaubt, dass die öffentlich-rechtlichen Sender auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden – falls ihr Programm im Netz erreichbar ist.
 
"Die BBC war hier mit dem iplayer vorbildlich", sagt Hastings mit Blick auf Großbritannien. Dank des iplayers habe die BBC großen Rückhalt in der Bevölkerung. "Daher glaube ich, dass es für ARD und ZDF darauf ankommt, ihre Reichweite auszubauen." In Bezug auf jüngere Zuschauer heißt das: Das Programm muss im Netz erreichbar sein. "Deshalb lohnt es sich, in die digitale Infrastruktur zu investieren, um nicht die politische Unterstützung der nächsten Generation zu verlieren", sagt Hastings. Die ZDF-Mediathek mache das aus Netflix-Sicht derzeit zumindest "nicht schlecht".

"Wir stehen im direkten Wettbewerb mit Sendern wie ZDF, RTL und ProSieben"

Trotz unverändert hoher Einschaltquoten ist Reed Hastings der Meinung, dass "Internetfernsehen nun mal sehr viel praktischer ist als das altbackene lineare Fernsehen". Dennoch ist ihm klar, dass er genau damit konkurriert. "Unsere größten Konkurrenten sind natürlich die klassischen Fernsehsender. Wir stehen im direkten Wettbewerb mit Sendern wie ZDF, RTL und ProSieben." Damit will er nicht sagen, dass Netflix das lineare Fernsehen bezwingen muss. "Uns reicht es, wenn wir aus dem Zeitbudget der Menschen ein paar Stunden pro Woche gewinnen."
 
Das ganze Gespräch mit Netflix-Gründer Reed Hastings gibt es in der Februar-Ausgabe des journalists und online auf Blendle. journalist-Autor Richard Gutjahr hat ihn am Rande der DLD-Konferenz in München für ein Exklusiv-Interview getroffen. Hier ein Best-of der wichtigsten Fragen und Antworten ...

Die Februar-Ausgabe des journalists ist erschienen. Hier geht es zum E-Paper. Hier geht es zur aktuellen Ausgabe auf Blendle.

Titelthema: Die Netflix-Story – Warum das Drehbuch für die Zukunft des Mediums Fernsehen noch nicht fertig geschrieben ist

Jetzt Probeabo bestellen: Hier gibt es die kommenden drei Ausgaben zum Kennenlernpreis von 5 Euro.

Aktuelle Kommentare zu diesem Text

Noch keine Kommentare.

Kommentare werden moderiert.

Kommentar verfassen

Adding an entry to the guestbook

 (Wird nicht veröffentlicht)

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spam-Abwehr.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.