Detail-Informationen

Autor

Svenja Siegert

verfasst am

04.06.2010

im Heft

journalist 6/2010

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07.06.2010: "Die Rolle des großen WDR wird hingegen gar nicht beleuchtet", findet Fiete Stegers in seinem Beitrag auf onlinejournalismus.de

07.06.2010: Woran krankt der Artikel im journalist über DerWesten? Blogbeitrag von Hans J. Schiebener

Essener Gemischtwarenladen: DerWesten erreicht seine User vor allem, indem er schon Dagewesenes neu aufbereitet.

Lokaler Onlinejournalismus

DerWesten - oder: Woran regionaler Journalismus im Netz krankt

Lange war es ruhig um die Onliner aus Essen. Beim Start im November 2007 wollte der WAZ-Konzern mit DerWesten den regionalen Onlinejournalismus revolutionieren. Das ging daneben: Zu schnell wollten sie zu viel. Jetzt sollen Relaunch und ein Umzug in den Print-Newsroom helfen. Am Grundproblem von DerWesten ändert das nichts.

An einem Punkt verstrickt sich Katrin Scheib. Wenn die Chefin vom Dienst über derwesten.de erzählt, betont sie stets, wie wichtig ihr die regionalen und lokalen Infos auf der Seite sind. "Unique Content" – einzigartig – nennt sie diese Inhalte. "Meistdiskutiert" und "Traffictreiber", die Augen der 33-Jährigen leuchten.

Noch im Mai gab es Tage, da unterschied sich der Themenmix der Startseite auf den ersten Blick kaum von überregionalen Angeboten wie Spiegel Online, sueddeutsche.de und FAZ.net: die Sparwut der Bundesregierung, ein Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft, der Besuch vom Chef der Deutschen Bank in einer ZDF-Talkshow. Wenn das Lokale die wichtigste Rolle für Katrin Scheib spielt, warum bricht sie mit ihrem Team Tag für Tag eine Lanze für überregionale News?

DerWesten ist das Onlineportal der WAZ Mediengruppe. Im November 2007 ersetzte es die Auftritte von WAZ, Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung, Westfälische Rundschau, Westfalenpost und Iserlohner Kreisanzeiger. Millionenbeträge sind in das Projekt geflossen. Beträge, die in so kurzer Zeit wohl kein Verlagshaus jemals in das Internetangebot seiner Regionalzeitung gesteckt hat. Wenn es um die Zukunft des Lokaljournalismus geht, kommt man um den Westen nicht herum. Doch die hochgesteckten Ziele, mit denen der WAZ-Konzern hausieren ging, erreicht er bis heute nicht. Im Mai 2010 kam es zum ersten größeren Umbau der Site: Regionale Themen bekommen auf der Startseite mehr Gewicht.

Die beiden CvD des Westens, Katrin Scheib und Andreas Fettig, stehen in einem kleinen Besprechungszimmer in Essen. Auf einem Bildschirm zeigen sie, was der Relaunch aus der Seite machen soll. Ein U-Turn wird der neue Auftritt nicht. Nebenan im farblosen, neuen Großraumbüro arbeitet seit einem Jahr das Team von WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz am Contentdesk. Es riecht immer noch nach neuer Auslegware. Hier wird der überregionale Teil fast aller WAZ-Zeitungen in NRW produziert – und seit ein paar Wochen auch der Internetauftritt derwesten.de 

Bild: Udo Geisler
Bild: Udo Geisler

Die beiden CvD von DerWesten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

Der ewige Konkurrent

In wenigen Regionen Deutschlands blüht die Onlinejournalismus-Landschaft so vielfältig wie in Nordrhein-Westfalen. An Rhein und Ruhr soll es rund 60 Angebote mit Lokalinformationen geben, die nicht von klassischen Verlegern angeboten werden. Dazu kommen die professionellen Seiten. DerWesten muss sich allein im Ruhrgebiet neben ruhrnachrichten.de, WDR.de und Blogs wie ruhrbarone.de und pottblog.de behaupten. Am Niederrhein kommt der ewige Konkurrent hinzu: RP Online, das Internetangebot der Rheinischen Post.

RP Online ist das reichweitenstärkste regionale Nachrichtenportal. Jeden Monat erreichen die Düsseldorfer laut Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof) rund 1,8 Millionen Nutzer. Zum Vergleich: abendblatt.de kommt auf 1,3 Millionen – und derwesten.de auf 1,2 Millionen User, Tendenz steigend. Ein ordentliches Ergebnis für die Essener. Platz drei unter den Regionalen deutschlandweit. Wäre da nicht die Tatsache, dass sie diesen Platz laut IVW nur zu 88 Prozent mit redaktionellen Inhalten erreichen. DerWesten erzeugt fast genauso viele Klicks mit Onlinespielen wie zusammengerechnet mit Nachrichten und Sportinfos. Weitere Besucher lockt das Portal mit Partnerangeboten: Ticketkaufen mit Eventim, Flirten mit Parship, Anzeigenaufgeben bei Immowelt und Preisevergleichen mit check24.de.

Klickschinderei hin oder her. RP Online läuft weiter davon. In Essen muss sich die Westen-Redaktion immer wieder für das vom Konzern auferlegte Ziel rechtfertigen: Marktführerschaft in NRW. 650.000 mehr Menschen lesen RP Online – obwohl gut doppelt so viele im WAZ-Verbreitungsgebiet leben. Ist DerWesten gescheitert? Andreas Fettig sagt nichts. Es gebe viele Leute, die die Nachricht vom Scheitern lieber lesen wollten als eine Erfolgsmeldung, unterbricht Katrin Scheib die Stille. "Wissen Sie", so Fettig, "man könnte die Geschichte von DerWesten auch anders erzählen: Verdreifachung der Visits, eine erfolgreiche Community, web2.0ig wie kein anderes regionales Portal, und wir haben eine Marke aus dem Boden gestampft."

Manuel Thomä vom Institut für Journalismusforschung an der Uni Leipzig sieht in der Dachmarke "DerWesten" das größte Problem. "Nutzer haben die Marke einer Zeitung unglaublich stark verinnerlicht." Wenn Forscher Leser nach den Eigenschaften ihrer Tageszeitung und des dazugehörigen Internetauftritts fragen, sind die Eigenschaften für Print und Online ähnlich. "Das muss nicht daran liegen, dass sich Zeitung und Online-Auftritt tatsächlich ähneln – im Gegenteil." Es liege an der starken Bindung zur Marke. "Die Einzelmarken der WAZ-Zeitungen im Internet aufzugeben, daran ist DerWesten gescheitert."

Andreas Fettig sieht das anders: "Markenbindung war ein eher sekundäres Thema." Ziel sei es immer gewesen, Nicht-Zeitungsleser im Netz mit WAZ-Inhalten zu versorgen – mit einem Namen, der die Region von Sauerland bis Niederrhein anspricht. "Inzwischen liegen wir online bei einem Verhältnis von 80 Prozent Nicht-Zeitungslesern zu 20 Prozent Zeitungslesern – Erfolgsgeschichte oder nicht?"

Dennoch gab es in den Wochen vor dem Relaunch Gerüchte, der Konzern könnte die alten Marken wie waz.de auferstehen lassen. In Thüringen hat sich die WAZ Mediengruppe beim Relaunch der Onlineseiten ihrer drei Zeitungen gerade gegen eine gemeinsame Dachmarke entschieden. Welchen Weg der WAZ-Konzern künftig einschlagen wird, hängt auch vom neuen Onlinegeschäftsführer Erik Peper ab. Er wechselt diesen Monat von Springer zur WAZ.

Am Grundproblem von DerWesten ändert auch der Relaunch nichts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von allem zu viel

Ein riesiges Verbreitungsgebiet, ein Nachrichtenportal für regionale und überregionale Inhalte, zentrale Diskussionsplattform – DerWesten macht von allem etwas, aber nichts richtig gut. "Ein Portal für alle zu machen, entspricht den Vorstellungen des Internets der 90er Jahre", sagt der Münsteraner Medienforscher Christoph Neuberger. Vergleichsweise gut ist das Team lediglich in der Verbreitung seiner Nachrichten via Twitter und Facebook. Immer wieder Kritik einstecken muss DerWesten für die Diskussionskultur auf seiner Seite und mangelhafte Aktualität im Regionalen. "Für mich jedes Mal wieder ein Blick in die Abgründe des menschlichen Seins", schreibt etwa Stefan Laurins von ruhrbarone.de in seinem Blog über schlecht moderierte Diskussionen. Pottblogger Jens Matheuszik findet: "Im Regionalen ist DerWesten zu langsam, zu wenig aktuell." Blogger aus dem Ruhrgebiet seien da manchmal schneller.

Sogenannte Placeblogger – Blogger, die sich inhaltlich auf einen bestimmten Ort spezialisiert haben – sprießen derzeit in ganz Deutschland. Zu den Bekanntesten gehört Hardy Prothmann aus Heddesheim bei Mannheim, den die Veranstalter von Journalistentagungen von einer zur nächsten Podiumsdiskussion durchreichen. Dabei ist Prothmanns Idee für sein Heddesheimblog nicht gerade innovativ: Er macht Lokaljournalismus. Hyperlokal für eine 12.000-Einwohner-Gemeinde.

Katrin Scheib schmunzelt und blickt mit hochgezogenen Augenbrauen über die Brille, wenn sie auf Placeblogger angesprochen wird. Konkurrenz für ihren Westen? Eher nicht. Immerhin erreichen die Journalisten, die auf Ruhrbarone veröffentlichen, rund 10.000 Leser am Tag. 

Der Pottblogger kommt auf 2.500. Selbst wenn das in Zahlen ausgedrückt kein Vergleich zur Westen-Reichweite ist, zeigt es doch einmal mehr, dass hyperlokale Infos im Netz gefragt sind. Insbesondere in Gegenden Deutschlands, in denen im regionalen Onlinejournalismus praktisch nichts passiert, außer dass Verlage ihre Printtexte schon abends online recyceln und das Ganze mit überregionalen Agenturmeldungen anreichern.

Mangelnde Aktualität beim Westen? Andreas Fettig erinnert sich: An einem Samstag im Oktober 2008 wurde die Bochumer Innenstadt wegen eines Bombenalarms evakuiert. Auf der Bochum-Seite von DerWesten gab es nichts Aktuelles zum Thema, auf der Startseite lediglich eine Agenturmeldung. Auch die war veraltet. Ein kleiner Gau. "Vermutlich ist die Lokalredaktion der WAZ einfach mitevakuiert worden, und bis jetzt hat dort kein Mitarbeiter mehr einen Computer gefunden", mutmaßte ein Blogger damals. "Wir haben aus der Kritik in der Anfangszeit gelernt", sagt Fettig.

Online predigen, auf Ehrgeiz setzen

Das Beispiel steht musterhaft für das größte und unterschätzte Problem: die Integration der Printredakteure in die Arbeitsabläufe des Onlineportals. Statt Onliner in die 80 Lokalredaktionen zu setzen, verließ sich die WAZ auf eine Schulung der damals rund 900 Lokalredakteure. "In den vergangenen drei Jahren sind wir durch die Redaktionen gepilgert und haben Online gepredigt", sagt Fettig.

Ein Umdenken ist vor allem in den Arbeitsabläufen nötig. Wie bekomme ich einen Printredakteur dazu, einen Text vor 14 Uhr abzuliefern? Wie bekomme ich ihn dazu, multimedial zu denken? "Die WAZ ist ein Dickschiff. Wir arbeiten immer noch daran", so Fettig. Er lebt von der Vision, dass die Lokalredakteure irgendwann freiwillig mit Block, Fotoapparat und Flipkamera rausgehen und das Sahnehäubchen Social Media nicht vergessen. In den Lokalredaktionen argumentieren die Redakteure mit Mangel an Zeit. "Irgendwann packt die Kollegen der Ehrgeiz", glaubt Scheib.

Dass das von Essen aus nicht geht, ist der WAZ inzwischen klar. Seit vergangenem Jahr setzt DerWesten an den acht Regiodesks, den Planungs- und Produktionsstätten für einzelne WAZ-Regionen, 15 zusätzliche Regio-Onliner ein. Regio-Onliner sollen den Lokalredakteuren in ihren Redaktionen beibringen, wie sie Inhalte auf die Website stellen können. Regio-Onliner planen die Onlineberichterstattung für ihr Gebiet. Regio-Onliner sind angehalten, auch gerne den einen oder anderen Beitrag vor Ort selbst zu machen – und dabei die Videokamera nicht zu vergessen. Ein Tropfen auf den heißen Stein. "Wenn Sie auf der A43 eine Dreiviertelstunde fahren, haben Sie eine Vorstellung davon, wie groß der Zuständigkeitsbereich des Onliners am Regiosdesk Bochum ist", sagt Pottblogger Jens Matheuszik.

"Der Anreiz für Lokalredakteure, etwas zum Online-Auftritt beizusteuern, ist seit dem Relaunch größer", sagt Katrin Scheib. Oder hofft es zumindest. "Wenn überregional etwas Wichtiges passiert, verdrängt es auf der Startseite das Regionale nicht mehr." Während die neue Seitenstruktur und die Regio-Onliner versuchen, die Printler in den Lokalredaktionen zu animieren, setzen Scheib und Fettig in Essen weiter auf überregionale Nachrichten. Und versuchen, in der Social-Media-Welt bei den Großen mitzuspielen.

Vor wenigen Wochen ist die Onlineredaktion von der WAZ-Zentrale auf die gegenüberliegende Straßenseite in das Europahaus umgezogen. Die Onliner sitzen zwar nicht am gleichen Tisch wie die Mantelredakteure der Zeitungen, aber in Sicht- und Rufweite. "Man redet mehr miteinander, die Kommunikation ist einfacher, Hemmschwellen werden abgebaut", so Fettigs erstes Fazit. Künftig sollen Printredakteure auch Aufgaben am Onlinedesk übernehmen.

Auf diese Synergien muss die Onlineredaktion mehr denn je zurückgreifen. Seit die Unternehmensberatung Schickler im Haus war, verlor auch DerWesten Stellen. Vier Redakteure, die den Job wechselten, ersetzte der Verlag nicht. Übrig bleiben 26. "Stellenabbau durch natürliche Fluktuation" ist die offizielle Sprachregelung. "Die Stellenzahl ist zwar kleiner, das heißt aber nicht, dass weniger Leute an DerWesten arbeiten", sagt Fettig. Über die wirtschaftlichen Probleme zu sprechen, ist ihm sichtlich unangenehm. "Die Umstrukturierung bei DerWesten ist abgeschlossen." Punkt.

Bild: Udo Geisler
Bild: Udo Geisler

"Das erleichtert die Kommunikation", so Fettig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Der Nutzer erwartet das." Ist das so?

Warum verzichtet DerWesten nicht gänzlich auf überregionale Nachrichten? Statt Agenturmaterial zu verarbeiten, diese Meldungen fortlaufend zu aktualisieren, und so vom weniger aktuellen Regionalen abzulenken, könnte die WAZ alle ihre Onlineressourcen aufs Regionale setzen.

Für Katrin Scheib – bevor sie zum Westen kam, arbeitete sie als CvD für Welt Online – kommt das auf keinen Fall infrage. Vehement verteidigt sie die überregionalen News auf der Seite: "Es wird gut gelesen." "Es wird gut kommentiert." "Bei Twitter gut retweetet." "Der Nutzer erwartet das." Ist das so? Kaum zu glauben, dass der Leser einer regionalen Onlineseite dort auch überregionale News erwartet, wenn er sie einen Klick weiter, besser aufbereitet, bei Spiegel Online bekommt.

Fast die Hälfte der Onlineleser von Lokalzeitungen wünscht sich im Netz von ihrer Zeitung mehr Lokales, haben Wissenschaftler der Uni Leipzig herausgefunden. "Würden mehr Verlage auf ihre Nutzerbedürfnisse eingehen, würden sie überregionale Bildergalerien längst durch regionale ersetzen", so Manuel Thomä. "Ein Mantelteil lässt sich für Zeitungskreise noch rechtfertigen, aber nicht im Netz", findet auch Journalismusforscher Christoph Neuberger.

Der falsche Feind

Vielleicht hängt das falsche Engagement im Überregionalen auch vom falschen Vorbild ab. Die Geschichte von RP Online lässt sich jedenfalls nicht noch einmal erzählen. "RP Online ist eine Ausnahmeerscheinung", sagt Neuberger. Seit Mitte der 90er Jahre im Netz, galt die Seite einst als Vorzeigeprojekt, als andere regional tätige Verlage sich in der Medienkrise längst zurückgezogen hatten. Laut Chefredakteur Rainer Kurlemann kann RP Online schon deshalb nicht auf überregionale News verzichten, weil sie die meistgelesenen sind. "Aber auch bei uns sind die Steigerungsraten im Lokalen am größten." Hier glaubt Kurlemann einiges besser zu machen als die Konkurrenz in Essen, obwohl er das so direkt nicht ausspricht. Lediglich Printtexte einmal am Tag online zu stellen, hält er für falsch. "Wir haben den gleichen Anspruch an lokale News wie an überregionale" – heißt: laufend, schnell und aktuell informieren.

Kurlemann ist überzeugt, dass er von den meisten Printjournalisten keine Onlinetexte vor 14 Uhr erwarten kann. Deshalb setzt er auf eigene Leute: "Seit November haben wir zusätzlich zu unserem Team in Düsseldorf sieben Onliner in den insgesamt 35 Lokalredaktionen sitzen, die gemeinsam mit den Lokalredakteuren der Zeitung die Online-Auftritte gestalten." Eigene Leute kosten Geld. Ist die Internetseite für die Rheinische Post auch ein Zuschussgeschäft? Hierzu möchte Kurlemann nichts sagen. 

Geld ist das Problem, warum die meisten regionalen Verlage das Onlinegeschäft nur halbherzig betreiben. Mit hochwertigem Journalismus lässt sich regional noch nichts verdienen. Doch ohne ihn wird das so bleiben: Neue lokale Werbekunden lassen sich nicht mit recyceltem Agenturmaterial und den Texten aus der Zeitung ködern. Wenn die Zeitungsauflagen weiter sinken, müssen die Verlage einen Weg finden, um den Lokaljournalismus zu retten. Vielleicht spielt das dem regionalen Onlinejournalismus in die Karten. DerWesten ist das Risiko mehr als jeder andere Verlag eingegangen.

 

Dieser Text erschien auch in der Juni-Ausgabe des Medienmagazins journalist.

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Aktuelle Kommentare zu dieser Meldung

29.07.2010 16:53

m. krispien

woran der westen krankt, ist nicht, dass er zuwenige lokalthemen bringt (das auch, das meiste allerdings ausgeschlachtete polizeiberichte), ist seine zunehmende boulevardisierung auf bildzeitungsniveau. das war unter gründerin katarina borchert seriöser. jetzt gibt es fette automatische bilderserien, quietischige farben. aus dem mantel werden ausschließlich boulevard-themen gezogen. heute wollte ich mich über die love parade informieren . wer grinst mich frech über dem bericht an? der herr kachelmann. dazu der brunner-prozess und bettwanzen in new york. sonst gibt es aus der welt nichts zu berichten? jetzt brauchen sie nur noch eine kolumne wie die von wager, dann passt es. ganz geschmacklos die gigantische fleischwerbung von edeka über einem ebenso geschmacklosen, da quietschbunten und überdimensionierten kondolenzbuch. die blogs sind sehr schwach, westropolis ebenso. der weg zu den einzelnen waz-gruppen-zeitungen ist allerdings jetzt besser und übersichtlicher geworden. in den lokalausgaben geht es - noch - seriöser, aber leider auch zu langsam zu. news und reportagen sowie blogs und bürgerbeiträge aus den regionen wollen die leser. und zwar taufrisch. eine zweite, schlechtere bild brauchen sie nicht.

08.06.2010 05:59

Jens Matheuszik

Ist halt nur schade, dass das wohl dann auch - nicht-änderbar - in der Print-Ausgabe so falsch drin steht. Oder ist es dort korrekt?

07.06.2010 17:40

Svenja Siegert

@ Stefan Laurin: Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

07.06.2010 17:35

Stefan Laurin

Wir freuen uns, dass Sie die Ruhrbarone in Ihrem Artikel über Der Westen im Journalist erwähnt haben. Aber leider sind unsere Zugriffszahlen nicht ganz korrekt: Wir haben 10.000 Besucher am Tag und Jens vom Pottblog kommt sicher auch auf 2000 täglich und nicht im Monat.

 
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