Wir haben heute gelesen – Archiv

30.07.2014

Propagandakrieg mit gefälschten Bildern
"Je länger ein Krieg andauert, desto mehr steigt bei Aktivisten die Bereitschaft, jeder Desinformation zu glauben, die das eigene Feindbild bestätigt." Auf Süddeutsche.de zeigen Johannes Boie und Tim Neshitov, mit welchen Mitteln in Russland, der Ukraine oder im Nahostkonflikt Propaganda betrieben wird und wie sich gefälschte Bilder über soziale Netzwerke verbreiten.

Konsumkritik als Medienthema
Geo-Redakteurin Hanne Tügel erklärt bei Grüner Journalismus, "warum Journalismus, der sich mit nachhaltigem Konsum beschäftigt, trotzdem seine Wirkung verfehlen kann" und wie Redaktionen mit den Medienthemen Konsumkritik und Nachhaltigkeit umgehen können.

"Map of a Tragedy"
Im Wall Street Journal dokumentieren Reporter ihre Recherchen zum abgestürzten Flug MH17 mit Fotos der gefundenen Flugzeugteile, Karten und Erklärungen.

29.07.2014

"Ich bin kein Spion, ich bin ein Journalist"
Auf netzpolitik.org hat sich Elisabeth Pohl den aktuellen Bericht von Human Rights Watch angesehen und fasst zusammen, wie sich die Überwachung der NSA auf Journalisten und die Pressefreiheit auswirkt.

Macht und Unterwerfung
Im Medienblog auf stern.de sagt Lutz Meier, wieso Springer wie eine Monarchie funktioniert und fragt sich, was die Nicolaus-Fest-Kommentar-Debatte über Macht und Unterwerfung im Springer-Verlag aussagt.

Galerie des Schreckens
Rainer Stadler kritisiert im NZZ-Medienblog den Sensationsjournalismus, den er zur Zeit in Fotostrecken über den Flugzeugabsturz der MH17 und den Gazastreifen beobachtet.

28.07.2014

Was wissen wir eigentlich über den Kosovo?
Die Journalistenschüler der Zeitenspiegel-Reportageschule sind in den Kosovo gereist und haben das jüngste Land Europas unter die Lupe genommen. Herausgekommen ist dabei das Onlinemagazin Apropos Kosovo. In zwölf Geschichten berichten die Reporter von einem Land, das nur halb so groß ist wie Hessen und einer Generation, die mit anderem in Verbindung gebracht werden will als mit Krieg.

Islam und Islamismus
Im Bildblog hat Simon Hurtz Artikel und Kommentare zur Debatte um den islamfeindlichen Kommentar von Nicolaus Fest in der Bild am Sonntag gesammelt. Der Journalist Hakan Tanriverdi sagt: "Für jede muslimische Person in Deutschland sind Kommentare wie dieser hier ein weiterer Grund, daran zu zweifeln, ob es je möglich sein wird, ein Leben in diesem Land zu führen ohne permanent gebrandmarkt, in Frage gestellt und hinterfragt zu werden." Und auch Bild-Chefredakteur Kai Diekmann nimmt Stellung.

Keine Ausreden mehr
"Ich habe kein Thema, das liest doch keiner, damit verdiene ich kein Geld ..." In seinem Blog hat Karsten Lohmeyer 10 Ausreden gesammelt, warum Journalisten nicht bloggen – und darauf geantwortet.

25.07.2014

Wer plagiiert, verliert
Der Sportreporter und Tennis-Experte der britischen Times, Neil Harman, hat seinen Job gekündigt, weil er plagiiert hat. Seit 2004 hat er auch für das offizielle Wimbledon Jahrbuch geschrieben – und sich dafür bei New York Times, Guardian, Sports Illustrated und anderen Zeitungen bedient.

Selbstkritik und der journalistische Tunnelblick
Bei Zeit Online analysiert Klaus Raab Maybrit Illners Talkshow von gestern Abend, bei der es um die "Medienaffäre Christian Wulff" ging. War es eine Kampagne der Medien, oder sind das alles Verschwörungstheorien? Raab sagt: "Die Medienaffäre Wulff war das Ergebnis der Konkurrenz zwischen Medien."

Über die Grenze gehen
Zwei Tage nichts als die Wahrheit sagen – was kommt dabei raus? Wie verändert ein Nahtoterlebnis das Leben? Und wie ist es für Eltern, wenn die Tochter zum Islam konvertiert? Gestern hat die Axel Springer Akademie ihr mobiles Reportage- und Community-Portal 1weiter.net gelauncht. Thema: Grenzerfahrung.

24.07.2014

Können Comics Journalismus sein?
Im European Journalism Observatory zeigt die Professorin Wibke Weber, worin das Potenzial von Comics im Journalismus liegt und dass Comic-Journalisten wie Wort-Journalisten arbeiten – nur, dass sie eben zeichnen. "Mit ihren bewusst subjektiven Schilderungen wollen die Comic-Journalisten einen Kontrapunkt zur objektiven, nüchternen und emotionslosen Nachrichtensprache setzen."

Die Frage: Wo landen unsere Schrottfernseher?
Das Experiment: kaputte Fernseher mit Peilsendern ausstatten. Die ARD-Sendung Panorama ist mit den Journalisten des Projekts Follow the money auf Recherche gegangen, um herauszufinden, wo unser Elektroschrott landet. Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse beschreiben Carolyn Braun, Marcus Pfeil, Felix Rohrbeck und Christian Salewski auf ndr.de.

Nur eine PR-Nummer?
Die Bertelsmann-Journalistenakademie Intajour wird geschlossen, nach nur drei Jahren. Im Message-Magazin berichtet Thomas Schuler über die Hintergründe und fragt sich, was aus dem Vorhaben, Verantwortung zu übernehmen und sich für Pressefreiheit und Demokratie einzusetzen, geworden ist.

22.07.2014

Der Erfolg der Außenseiter
"Nie ist er in den vergangenen Jahrzehnten öffentlich aufgetreten, nie hat er ein Interview gegeben, nicht einmal aktuelle Fotos gab es von ihm, dem mächtigsten deutschen Einzelhändler." In der FAZ erzählt Mathias Müller von Blumencron von einer der seltenen Begegnungen mit dem gestern verstorbenen Aldi-Gründer Karl Albrecht und der beispiellosen Erfolgsgeschichte seines Unternehmens.

Nachgestellte Realität
In den USA experimentiert die Journalistin Nonny de la Peña mit der virtuellen Realität: "Immersive Journalism ist eine neue Form nichtfiktionalen Geschichtenerzählens, die es erlaubt, Ereignisse oder Situationen aus den Nachrichten gleichsam unmittelbar zu erleben." In der NZZ beschreibt Adrian Lobe die Möglichkeiten solcher Projekte.

Wulff gegen die Presse
Im Tagesspiegel zeigt die Redakteurin Sonja Álvarez, wie die Medien auf die Vorwürfe von Ex-Bundespräsident Christian Wulff reagieren.

21.07.2014

Aufmerksamkeit gewinnen
t3n hat die Top 10 der Nachrichtenseiten im Internet auf Nutzerfreundlichkeit getestet. Was Spiegel Online und Süddeutsche.de besser machen als Focus Online und faz.net, erklärt Mario Janschitz.

Fortschrittlich – im Rahmen der Möglichkeiten
Orientierung an Inhalten statt an Gattungen, so lautet der Plan für die Neugestaltung des MDR. Wie die neue Struktur des Senders aussehen soll, zeigt Peter Stawowy beim Flurfunk Dresden und dokumentiert den Inhalt des Schreibens von MDR-Intendantin Karola Wille an die Verwaltungs- und Rundfunkräte.

Radio fürs Internet
Im Upload-Magazin beschreibt der Freelancer Florian Krakau, was er in sieben Jahren Podcast- und Blogerfahrung gelernt hat. Er gibt Tipps, worauf man beim Erstellen von Podcasts achten sollte und sagt, welche Podcasts er für besonders gelungen hält.

18.07.2014

Zu nah dran
Journalisten sind Beobachter, keine Teilnehmer, oder? In der Süddeutschen Zeitung macht sich Berlin-Korrespondent Thorsten Denkler Gedanken über das Verhältnis von Politikern und Journalisten und zeigt, wie schwierig es ist, sich auf dem schmalen Grat zwischen Nähe und Distanz zu bewegen.

Vorurteile sind die Regel
Medien reproduzieren "Zigeuner"-Stereotype – so das Ergebnis einer Studie, die den Antiziganismus in den deutschen Medien untersucht hat. Im Mediendienst Integration stellt Rana Göroğlu die Ergebnisse vor und zeigt, wieso Journalisten Nachholbedarf in Sachen Berichterstattung über Sinti und Roma haben.

Was bringt Verschlüsselung?
Und wie funktioniert die Verschlüsselung von Emails? Die Tagesschau hat Reporter und Journalisten gefragt, wie sie es während ihrer Recherchen mit dem Datenschutz halten. Internet-Experte Fiete Stegers gibt Tipps.

17.07.2014

Was wurde eigentlich aus ...
In einer neuen Serie, die gestern gestartet ist, geht Spiegel Online Themen und Schlagzeilen nach, die eine Zeitlang großes Thema waren und mittlerweile aus den Medien verschwunden sind. Erste Spurensuche: Der Pferdefleischskandal.

Bild ist heftiger
Ist der Heftig-Hype vorbei? Im Ranking von 1000flies.de, das den Erfolg von Medien in sozialen Netzwerken misst, wurde die Seite heftig.co nach zwei Monaten an der Spitze jetzt von bild.de abgelöst. Die Top-50-Like-Medien-Charts gibt's hier.

Punktesammeln für den Zuschlag
Die freie Journalistin Jessica Neumayer hat sich auf dietrendblogger.de die Londoner Plattform Contributoria angesehen, eine Gemeinschaftsplattform für Journalisten. Ihr Fazit: "ein virtueller Co-Working-Platz", mit dem sich vor allem Journalisten untereinander finanzieren.

16.07.2014

Irgendetwas fehlt
Dirk von Gehlen von der Süddeutschen Zeitung fragt sich in seinem Blog, was das Bild eines papierlosen Kiosks den Magazinmachern und Zeitungsjournalisten in diesem Land sagt – und ob man sich Sorgen machen sollte.

Auf der Suche nach Meinungsvielfalt
"Der lokale Journalismus in meiner Stadt hat schwer gelitten und ist kaum noch als solcher zu bezeichnen", sagt die Datenmanagerin und Piratin Maja Tiegs in ihrem Blog. Auf der Suche nach Informationen über ihren nordrhein-westfälischen Wohnort Ennepetal stößt sie an ihre Grenzen – und überall auf die WAZ.

Eigentor, Gauchogate, Schnapsidee
Die Medien sind sich größtenteils einig – der "Gaucho-Tanz" einiger Spieler beim Empfang der deutschen Nationalmannschaft in Berlin war geschmacklos. Hier gibt es eine Presseschau vom Spiegel.

15.07.2014

"Die Bespitzelung von Journalisten ist nichts anderes als ein Angriff auf die Pressefreiheit"
Das Message Magazin berichtet über den Fall der Journalistin Andrea Röpke, die wegen ihrer Recherchen im Neonazi-Milieu ins Visier des Verfassungsschutzes geraten ist und zeigt, wie der Verein Netzwerk Recherche mit einem neuen Projekt der Überwachung von Journalisten entgegentreten will.

Unternehmerischer Journalismus auf dem Vormarsch
In den USA wird das Fach Entrepreneurial Journalism bereits an den Hochschulen gelehrt. Der Tow-Knight-Fellow Christian Fahrenbach erzählt, was er an der City University New York über das Lehren von Unternehmerjournalismus gelernt hat. Zum Beispiel, dass Hindernisse Erfahrungen und Überraschungen Gelegenheiten werden können.

Der Journalist als bloßes Rädchen der Unterhaltungsmaschine?
Im Medienblog der NZZ schreibt Rainer Stadler über die medialen Rekorde der Fußball-Weltmeisterschaft und fragt sich, welche Rolle dabei der Journalismus spielt.

04.07.2014

Skandal! Content geklaut!
Wie man sich dagegen wehren kann, dass Inhalte von der eigenen Website geklaut und auf fremden Seiten ohne Quellenangaben veröffentlicht werden, das zeigt Martin Brüggemann auf t3n.de. Mit einem hässlichen Gif wollen die t3n-Macher Diebe abhalten und Leser aufklären.

"Meinungsschwach und harmoniebedürftig"
"Ich wurde von der Maske ins Studio geschubst, danach zu Hause abgesetzt, um dann festzustellen: Ach ja, da sind auch noch Kinder!", sagt Johannes B. Kerner im Interview mit Jan Freitag. Ein Gespräch über das berufliche Getriebensein, Kerners Vergangenheit als Sportreporter und die deutsche Kultur der Zurückhaltung.

You'll never walk alone
Ab heute findet in Hamburg die Jahreskonferenz des Journalistenvereins Netzwerk Recherche statt. In der taz zeigt Medienjournalist Daniel Bouhs, wie sich der Verein seit dem "Skandaljahr 2011" neu aufgestellt hat. Das Programm der Konferenz gibt's hier.

03.07.2014

Die Digitalisierung der Sprache
Was machen "Facebook und all der Scheißdreck" mit unseren Lesegewohnheiten und mit unserer Sprache? Damit beschäftigt sich Jan Klage, Berater und ehemaliger Geschäftsführer des Jahreszeiten Verlags, bei vocer.org. Er sagt: "Qualitätsjournalismus braucht kein Papier und keinen Artenschutz."

Lesen mit Augen und Händen
Onlineredakteurin Vanessa Wormer findet: "Cards sind die optimale Darstellungsform für ein barrierefreies Netz." Wieso das Format Cards außerdem eine gute Basis für strukturierten Journalismus bildet, erklärt sie in ihrem Blog #Digilab.

Das Dilemma der Pressesprecher
Über das komplizierte Verhältnis zwischen Journalisten und Kommunikationsberatern und wieso die Medien ihre Deutungshoheit mehr und mehr verloren haben, spricht Publizistikprofessor Ottfried Jarren in Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung.

02.07.2014

Ohne Druck durch Deadlines, Aktualitätsanspruch oder Lesegewohnheiten
Gestern ist das erste gemeinnützige Recherchebüro im deutschsprachigen Raum an den Start gegangen: Correctiv. Gegründet von David Schraven, Journalist und ehemals Recherchechef der Funke Mediengruppe. Jan Freitag stellt das Projekt bei Zeit Online vor.

Was verdienen Journalisten im Netz?
Mehr als 1.300 Euro pro Monat verdienen Journalisten im Schnitt mit ihren Blogs und Online-Angeboten, so das Ergebnis der nicht repräsentativen Umfrage von Karsten Lohmeyer unter Journalisten. In seinem Blog stellt er die Ergebnisse vor und fragt: Was verdienen Journalisten im Netz, wie verdienen sie es und worauf kommt es dabei an?

Im Dialog mit den Lesern
Die Frage, was Leser, Zuhörer und Zuschauer von der Berichterstattung erwarten, steht im Mittelpunkt des Urban Journalism Salon, einer Veranstaltung zum Austausch von Journalisten und ihrem Publikum. Auf netzpiloten.de erzählt Mark Heywinkel, wie die Idee zum Urban Journalism Salon entstanden ist und was sich die Macher davon erhoffen.

01.07.2014

Zu kritisch, zu deutlich
Bei Deutschlandradio Kultur erzählt der Russland-Kenner und Journalist Boris Reitschuster im Interview, wie er von russischen Behörden verfolgt und bedroht wurde, nachdem er ein Buch über Putin veröffentlich hatte und wieso er schließlich aus Moskau geflohen ist.

Statement statt Floskeln
"Manchmal haben Journalisten Glücksmomente. Das Interview mit Mertesacker war so einer", schreibt Frank Lübberding in der FAZ. Er beleuchtet die Reaktion von Per Mertesacker im Interview nach dem gestrigen Achtelfinal-Spiel im ZDF und fragt, was die Aufgabe des Journalismus bei dieser Weltmeisterschaft ist.

Ziel: unabhängiger Onlinejournalismus ohne Bezahlschranken
"Texte reinkopieren, Zwischenüberschrift rein, fertig. So stellen sich manche die Arbeit unserer Onlineredaktion vor." Im taz-Hausblog erinnert der taz-Sitemanager Illija Matusko daran, "dass Onlinejournalismus keineswegs aus dem Nichts entsteht, es braucht Mitarbeiter".

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