Wir haben heute gelesen – Archiv

24.10.2014

Leuchtturmprojekt oder Gesinnungspublizistik
"Vor einem Jahr war Krautreporter nichts anderes als eine größenwahnsinnige Idee", sagt Mitgründer Sebastian Esser. Seit heute ist das per Crowdfunding finanzierte Magazin online. Was den Erfolg der Krautreporter angeht, ist Medienwissenschaftler Christoph Neuberger optimistisch. Bei Zeit Online sagt er, was von dem Projekt zu erwarten ist.

Einmal durchdrehen, bitte
Durchgedreht mit ... ist ein Interviewformat, in dem die Journalistin Gina Schad ihre Gäste befragt, ohne dass die Szenen geschnitten werden – es wird durchgedreht. Jetzt hat sie für David Streits Youtube-Kanal Intervievv selbst fünf Fragen beantwortet und erzählt, was für sie ein gutes Interview ausmacht.

Unser Bild von Afrika
Wieso die Ebola-Berichterstattung das "überzeichnete Bild von Afrika als Krisenkontinent" stärkt und was die Medien besser machen können, erklärt Annette Lohmann, Vertreterin der Friedrich-Ebert-Stiftung im Senegal, im Deutschlandfunk-Interview.

22.10.2014

20 Jahre Spiegel Online
Zum zwanzigsten Geburtstag lässt Spiegel Online die vergangenen Jahre in einem Multimediaprojekt Revue passieren und zeigt, was seit 1994 in der Welt geschehen ist – und was sich bei Spiegel Online getan hat.

Trauma im Lokaljournalismus
Was benötigen Journalisten, um über Gewalt und Tragödien im Lokalen zu berichten? Auf der Seite des Dart Centre Europe, einem Projekt der Columbia Journalism School, werden Materialien für Medienschaffende zusammengestellt, Workshops angeboten und Erfahrungsberichte veröffentlicht.

Der beste Job der Welt
Das ist für ORF-Fernsehchefredakteur Fritz Dittlbacher sein Job als Journalist. In einer Festrede erklärt er, warum es auch 2014 Journalisten braucht und was sie von Amateuren und Propagandisten unterscheidet.

21.10.2014

Medien-Aktivitäten
Bertelsmanns Einfluss wächst mit der Übernahme des Verlags Gruner+Jahr, aber in "neuen Journalismus auf Höhe der digitalen Zeit" wird das Medienhaus wohl nicht investieren, "weil Journalismus – zumindest Journalismus, der eine gesellschaftliche Aufgabe wahrnimmt – nie wieder die Renditen von einst einbringen wird", schreibt René Martens im Freitag.

Medien-Seuche
In der Schweiz wurden allein zwischen dem 1. und dem 18. Oktober 1317 Artikel über Ebola veröffentlicht. Welche Probleme diese Medienhysterie und die dauerhafte Thematisierung der Krankheit mit sich bringen, zeigt Antonio Fumagalli in der Schweizer Medienwoche.

Medien-Innovationen
Im Bayerischen Rundfunk stellt die Journalistin Ulrike Langer Medien-Start-ups aus den USA vor, die sie besonders spannend findet.

20.10.2014

Mehr als eine elegante Plattform
Jan Tißler hat die Vorteile von medium.com entdeckt. Vielleicht könnte medium.com für Artikel sogar das werden, was Youtube für Videos ist: "eine starke Plattform, um hochwertige Inhalte zu veröffentlichen, zu entdecken, zu konsumieren, weiterzuempfehlen, zu diskutieren".

Defizite in Sachen Social Media
Wie sich Berufspraxis und Selbstverständnis von Journalisten durch die Digitalisierung der Medien verändert haben, das wurde in zwei aktuellen Studien zu digitalem Journalismus und Social Media untersucht. Medienmilch.de stellt einige der Ergebnisse vor.

Bravo ohne Dr. Sommer
Jutta Stiehler, die 16 Jahre lang das Dr.-Sommer-Team der Bravo geleitet hat, wurde entlassen. Wieso die Stelle als Jugendberaterin ihr Traumjob war und wie sie die Zeit vor der Kündigung erlebt hat, erzählt sie im taz-Interview.

17.10.2014

Zwischen Journalismus und Aktivismus
Zum zehnjährigen Bestehen des Blogs netzpolitik.org hat sich Daniel Bouhs das Projekt mal genauer angesehen. Er sagt, warum die Seite "nicht von allen als ordentliches Medium wahrgenommen" wird und wie sie sich trotzdem einen Namen gemacht hat.

Was ist Qualitätsjournalismus und wie viel brauchen wir davon?
Auf netzwertig.com zeigt Jürgen Vielmeier, welche Artikel er in seiner "Später-Lesen-Liste" sammelt und kommt zu dem Schluss: Wir haben bereits mehr guten Onlinejournalismus, als wir lesen können.

Bilder von der grausamen Realität
Paul-Josef Raue diskutiert in seinem Blog die Frage, warum deutsche Medien keine Bilder von der "grausamen Realität eines aus den Fugen geratenen Islam(extremismus)" zeigen. Ein Freund von ihm sagt dazu: "Eine farbige Doppelseite wäre mal ein Tabubruch im Sinne eines Weckrufes, finde ich. Der Blätterwald würde rauschen. Wegsehen hat doch noch nie ein Problem gelöst."

16.10.2014

Jugend verwahrlost
"Das junge Publikum ist vertrieben worden, nicht unbedingt aktiv, wenigstens aber passiv: Dieses Publikum findet bei ARD und ZDF nicht statt." Joachim Huber kommentiert im Tagesspiegel die Pläne eines öffentlich-rechtlichen Jugendkanals.

Buzzfeed experimentiert
Zum Start der deutschen Buzzfeed-Seite sagt horizont.net: "Für Buzzfeed geht es offenkundig darum, den deutschen Markt kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln – sowohl was Inhalte als auch Werbeformate angeht."

Nachhaltigkeit verkommt
"Nachhaltigkeit wird auch von Journalisten missbraucht: Durch Schlampigkeit und Faulheit bei der Recherche." Das sagt eine leitende Redakteurin des Projekts Medien-Doktor Umwelt, die bei einem Workshop mit Experten und Journalisten über das Thema Nachhaltigkeit diskutiert hat. Gruener-journalismus.de fasst den Workshop zusammen.

15.10.2014

"Fuck journalists"
Seine Erfahrungen nach 31 Stunden in türkischer Gefangenschaft schildert Reporter Björn Kietzmann auf taz.de und vize.com.

Wurden Ihnen von der Bild-Zeitung schon mal ein Deal angeboten, Herr Bosbach?
"Weder ausgesprochen, noch unausgesprochen und auch nicht zwischen den Zeilen. Noch nie." – Das ganze Interview mit CDU-Politiker Wolfgang Bosbach steht auf vocer.org.

Die neue Art, Reporter zu bezahlen?
Wie Seth Weintraub, Gründer der Seite 9to5Mac.com, seine Autoren an Werbeeinnahmen beteiligt, steht auf niemanlab.org.

14.10.2014

"Ich schäme mich nicht dafür, dass wir auch Geld verdient haben"
Für das Projekt Brafus2014 sind drei Journalisten sieben Wochen durch Brasilien gereist, um über Land und Menschen zu berichten – und um auszuprobieren, ob sich damit Geld verdienen lässt. Karsten Lohmeyer hat einen von ihnen nach dem Kassensturz befragt.

1Live-Zeitreise
Vor 17 Jahren sah das Internet noch etwas anders aus – genauso wie die Website von 1Live. Zum heutigen Relaunch hat der Sender ein paar alte Versionen der Seite ausgegraben und zeigt, wie sich das Design in den vergangenen Jahren verändert hat.

"Es findet gerade eine kreative Explosion statt"
Im Horizont-Interview spricht Chefredakteur Jürgen Scharrer mit Christoph Keese, Executive Vice President von Axel Springer, über Digitalisierung, die Macht von Google und Flatrate-Modelle für Nachrichten.

13.10.2014

Journalismus statt Floskeln und Worthülsen
Es braucht "keine Media Entrepreneure, die unternehmerisch denken oder zwanghaft mit der eigenen Selbstvermarktung beschäftigt sind, sondern Journalisten, die ihren Job mit Leidenschaft machen, unabhängig von wirtschaftlichen Erwägungen, Marketingstrategien und durchkapitalisiertem Denken", sagt Stefan Aigner. Er antwortet damit auf die Forderung von Julian Heck nach mehr "Media Entrepreneurs".

Was lesen die 14- bis 29-Jährigen?
Bei den überregionalen Onlinemedien stehen die Websites von taz, Freitag und Bild bei dieser Altersgruppe hoch im Kurs, zeigt Konrad Lischka. Er hat sich die Nutzerzahlen deutscher Onlinemedien angesehen und aufgeschlüsselt, wer welche Nachrichtenseiten liest. Ein weiteres Ergebnis: Männerüberschuss auf allen Seiten.

Paradoxe Zeitungskrise: Schlaraffenland für die Leser
Wie hat sich die Schweizer Zeitungslandschaft verändert und wie sehen die konkreten Probleme der Zeitungen aus? Der Tagesanzeiger-Blog zeigt in Grafiken, wie sich die Auflagen entwickelt haben, wie sich Werbeeinnahmen verändert haben und wieso die Zeitungskrise paradox ist.

10.10.2014

Tagesthemen für die Jugend
Der Youtube-Star LeFloid wünscht sich Nachrichten mit Interaktion – und die bekommen auch seine jugendlichen Zuschauer. In seinen Videos kommentiert er das aktuelle Tagesgeschehen und erreicht mit diesen "Action News" regelmäßig mehr als eine Million Menschen.

"Ich bin schon so ein Sonntagabend-20-Uhr-15-Tatort-Typ"
Für die Reportage-Reihe Deutschland von außen reist der Journalist Manuel Möglich durch die Welt und will herausfinden, was eigentlich deutsch ist. Im jetzt.de-Interview erzählt er, welche Medien er selbst konsumiert und was er über Kommentare im Netz denkt.

Im Herzen des digitalen Newsrooms
Wie sieht Web-Analyse bei Großbritanniens Rundfunkanstalt BBC aus? Und wie hilft die Analyse von Zahlen und Klicks den Journalisten, ihr Publikum zu verstehen? Im Video erklären die BBC-Redakteure, wie Klickzahlen ihre Arbeit beeinflussen.

09.10.2014

Geburtstagswünsche: Innovationen und Niveau
"Wenn Journalismus und Blogging mehr als Klickzahlen und Reichweite sind, dann läuft bei der deutschen Huffington Post gar nichts gut", sagt Netzpiloten-Autor Tobias Schwarz. Zum ersten Geburtstag der deutschen Huffington Post schenkt er der Onlineplattform eine gute Portion Blattkritik.

"Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz"
Die Titel sind lang, die Sprache ist kompliziert, der Inhalt unverständlich. Deutsche Gesetztestexte bedürfen einer sprachlichen Überarbeitung, und die muss bereits in den Ministerien beginnen. Im Justizministerium bemühen sich zehn Sprachwissenschaftler darum, Gesetze lesbar zu machen.

Als alles begann
Message, die internationale Zeitschrift für Journalismus, feiert ihr 15-jähriges Jubiläum. Gründungsherausgeber Michael Haller blickt zurück zu den Anfängen und erzählt, mit welchen Vorstellungen und Zielen Journalistikwissenschaftler, Reporter und leitende Redakteure Ende der 1990er Jahre die Fachzeitschrift gegründet haben.

08.10.2014

iTunes für Journalismus
Das Motto lautet: Erst lesen, dann zahlen. Im Tagesspiegel zeigt Tatjana Kerschbaumer, wie Blogger mit Micropayment-Systemen wie Laterpay im Netz Geld verdienen – und dass jetzt auch Verlage auf diese Bezahlmethode aufmerksam geworden sind.

Hinter der Schranke
Seit 2013 hat der Online-Auftritt der Rhein-Zeitung eine Bezahlschranke, seit August 2014 eine verschärfte Schranke. Die Bilanz im Blog zeigt trotzdem eine positive Entwicklung: Die Zahl der Abonnenten steigt.

Luxusgut für Fans
"Kam früher eine Plattenkritik im Rolling Stone einem Ritterschlag gleich, ist es heute eine Besprechung auf Online-Magazinen wie Pitchfork." Im SRF wirft Dominique Marcel Iten einen Blick auf den Musikmagazinmarkt uns sorgt sich um das Überleben der Musikhefte.

07.10.2014

Das Experiment
Müssen Reporter im Zeitalter der Internetrecherche noch rausgehen? Der Journalist Boris Kartheuser hat für NZZ-Folio ein Experiment gewagt und ein Porträt über einen Mann geschrieben, den er nie getroffen oder gesprochen hat. Alles was er schreibt, weiß er aus dem Internet.

Die Ächtung
Der Korrespondent Johannes Dieterich ist nach Liberia gereist, in die Hochburg der Ebola-Epidemie. Als er nach Deutschland zurückkehrt, erwartet ihn weniger Wiedersehensfreude, sondern vor allem Angst und soziale Ächtung. Wie es sich anfühlt, wie ein Aussätziger behandelt zu werden, erzählt er in der Frankfurter Rundschau.

Die Totalenteignung
In seinem Blog zeigt der Autor und Journalist Tom Hillenbrand, wie absurd der Umgang von Verlagen mit den Rechten der Autoren sein kann – in einem "Text aus purem Gold".

06.10.2014

Journalisten im Exil
Die pakistanische Journalistin Meera Jamal hat in ihrem Land kritisch über Koranschulen für Kinder berichtet und damit ihr Leben gefährdet. Im Exil in Deutschland ist sie sicher – aber kann ihren Beruf nicht ausüben. In einer Multimediareportage erzählt Spiegel Online die Geschichte der Exiljournalistin.

"Wir lesen, was unsere Freunde lesen"
Und das ist die eigentliche Revolution, sagt Sebastian Matthes, Chefredakteur der deutschen Huffington Post. Er erklärt, wieso der Leser in Zeiten des mobilen Internets immer wichtiger wird und welche journalistischen Fähigkeiten Redakteure in Zukunft mitbringen müssen.

Der Journalismus wird weiblicher
Isabell Funk ist eine der wenigen Frauen an der Spitze einer Zeitung, sie ist Chefredakteurin des Trierischen Volksfreunds. Im Interview bei 16 vor erzählt sie, wieso für sie Online und Print gleichgestellt sind und wieso der Journalismus weiblicher wird.

02.10.2014

Shitstorm von innen
Der Journalist Alexander Möthe hat für das Handelsblatt einen Kommentar zum "Gaucho-Tanz" der deutschen Nationalmannschaft geschrieben – und ist mitten in einen Shitstorm geraten. Wie es sich anfühlt, wenn einem "im Gegenzug für die freie Meinungsäußerung die Kündigung gewünscht wird", erzählt er im Interview mit Tina Halberschmidt.

Im Auftrag der Transparenz

Correctiv-Autor Stefan Wehrmeyer erklärt, wie er die Justizgelder-Datenbank entwickelt hat, welche Programme er dazu genutzt hat und auf welche Probleme er gestoßen ist.

Wie kam das Binnen-I in die taz?
Bei Deutschlandradio Kultur erzählt der Journalist Oliver Tolmein, wie in den 1980er Jahren RedakteurInnen und SäzzerInnen bei der taz Politik gemacht haben – mit Sprache.

01.10.2014

3 Journalisten, 12 Monate, 750 Kilometer
Ein Jahr lang wandern drei Journalisten durch Deutschland – zu Fuß von West nach Ost. Sie wollen herausfinden, was die Menschen in Deutschland bewegt und wie sie 25 Jahre nach dem Mauerfall leben. Am 3. Oktober geht's los.

"Macht das Social Web sozialer!"
Unter diesem Motto startet das Handelsblatt eine Aktionswoche und will mit Redakteuren, Bloggern und Lesern über die Kommentarkultur im Netz diskutieren. Gegen Shitstorms, Nörgler und Trolle und für mehr soziale Kommunikation.

Müssen Journalisten twittern?
Viele Journalisten der New York Times twittern nicht. Ist das ein Problem? Das fragt sich Mathew Ingram auf gigaom.com. Er findet: ja und nein.

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