Wir haben heute gelesen – Archiv

19.06.2013

Verleger gegen Rechercheure
Das Investigativ-Team der Welt hatte in der Welt am Sonntag über die fragwürdigen Geschäftspraktiken eines Berliner Zeitungs- und Zeitschriftenverlegers geschrieben. Wie der nun juristisch und publizistisch dagegen vorgeht, dokumentieren die Investigativ-Journalisten in ihrem Blog.

Rechercheure für Leser
Die Leser wählen eine Frage aus – und die Journalisten der Süddeutschen Zeitung recherchieren einen Monat lang dazu. Im Interview mit dem Next Media Blog erklärt Online-Chefredakteur Stefan Plöchinger, wie dieses neue Projekt genau funktioniert.

Fünf Schritte Richtung analoges Leben
Mails checken, Newsletter überfliegen, die Themenlage auf Twitter und Facebook scannen, ... Der Journalist Tobias Gillen hat sich in seinem Blog fünf Maßnahmen überlegt, die sein Arbeitsleben etwas entspannter machen.

18.06.2013

Kleine Geschichte des Onlinejournalismus
Auf elf Jahre als Onlineredakteur bei der Neuen Zürcher Zeitung blickt Marc Böhler zurück. Für die Schweizer Medienwoche hat er aufgeschrieben, wie die Zeitung sich in verschiedenen Phasen langsam vom Papier löst.

Verfassungsschutz im Radio

Ist Sicherheitspolitik zu unsexy für den Hörfunk? Diese Frage hat Julia Weigelt, Fachjournalistin für Innere und Äußere Sicherheit, fünf Radio-Chefs gestellt. Deren Antworten stehen im Blog der Tutziger Radiotage.

Wenn Onlinerecherche überlebenswichtig ist

Facebook, Twitter, Blogs: Als Auslandskorrespondent geht es nicht ohne. Warum, erklärt Fernsehreporter Jörg Armbruster im Interview mit dem Medienportal Vocer.

17.06.2013

Ungewöhnliches für die Ohren
Wie sie sich das Radio im Jahr 2020 vorstellt, hat die Hörfunkerin Sandra Müller für ihr Blog Radio machen aufgeschrieben.

Abgründiges in den Kommentaren
Was man als Journalist mit beleidigenden und hasserfüllten Leserkommentaren anfangen soll, fragt sich heute.de-Redakteur Martin Giesler in seinem Blog. Die Leser kommentieren.

Verlegerisches Denken
Weshalb Journalisten verlegerischer denken sollten, hat Spiegel-Ressortleiter Cordt Schnibben auf der Jahrestagung des Netzwerks Recherche erzählt. Nachzuhören auf Youtube.

14.06.2013

Der Unterschied
Der Journalist Constantin Seibt versucht in Worte zu fassen, was einen wirklich gelungenen Text von "sofortigem Altpapier" unterscheidet: "Tatsächlich ist der Unterschied zwischen einem handwerklich tadellos gemachten und einem wirklich gelungenen Text so deutlich fühlbar wie nicht zu definieren. Der eine arbeitet sich vorwärts, der andere schwebt."

Die Reform
Das Urhebervertragsrecht wollen alle großen Parteien ändern. Zu einem Gesetzentwurf der Linken fand gestern Abend im Bundestag eine Lesung statt. Wolfgang Michal hat für carta.info aufgeschrieben, was die Linken sich für Autoren und Verwerter wünschen.

Der Adblocker
Wie er einem menschlichen Werbe-Blocker begegnet ist, berichtet Chefredakteur Christian Meier in seinem Blog auf dem Medienportal Meedia.

13.06.2013

Solidarität mit griechischen Journalisten
Nach der Schließung des griechischen Staatsrundfunks ERT zeigen sich Journalisten in Europa solidarisch mit ihren Kollegen in Griechenland – sei es mit offenen Briefen an den Ministerpräsidenten oder Sondersendungen in griechischer Sprache. Der Deutsche Journalisten-Verband gibt auf seiner Website einen Überblick über die Reaktionen.

Deutsche Journalisten twittern kaum
Immer mehr Journalisten bloggen und twittern, zeigt eine Studie des Oriella PR Networks, für die Medienmacher aus 15 Ländern befragt wurden. Sie zeigt auch: Die deutschen Journalisten twittern am wenigsten.

"Professionelle Medien" vor Blogs
Die Fußball-Blogger von direkt-verwandelt.de mussten sich mit ihren Interviewanfragen beim Düsseldorfer Verein Fortuna von Anfang an hinter "professionellen Medien" anstellen, berichtet Jens Wangenheim. Nun hat die PR-Abteilung ihnen die Zusammenarbeit ganz gekündigt.

12.06.2013

Eine Diva gegen die Pressefreiheit?
Anstelle eines Konzertfotos druckte das Hamburger Abendblatt einen weißen Fleck – mit der Begründung: "Das Schweizer Management stellte unannehmbare Bedingungen." Über dieses Vorgehen spricht Chefredakteur Lars Haider mit dem Geschäftsführer der Konzertdirektion. Ein Streitgespräch.

Netzgeschichten I
Interaktive Kurzfilme, Geschichten aus 3-D-Modellen, Synästhesie auf dem Bildschirm: Redakteur Johannes Boie hat sich für die Süddeutsche Zeitung angesehen, wie sich die Journalisten, Hipster und Werber auf der Offf-Konferenz in Barcelona den Onlinejournalismus vorstellen.

Netzgeschichten II
Wie Artikel im Netz strukturiert sein müssen, erklärt heute.de-Redakteur Martin Giesler in seinem Blog – und liefert drei Beispiele zur Umsetzung.

11.06.2013

Die E-Mail des Informanten
Wie sie und ihre Kollegen die Informationen zur NSA-Überwachungsaffäre bekommen haben, erzählt Filmemacherin und Journalistin Laura Poitras im Interview mit salon.com. Der Informant Edward Snowden habe sie kontaktiert, weil sie komplett überwacht werde – und weil er den Mainstreammedien gegenüber argwöhnisch sei. "Er stellte Behauptungen auf und sagte, er habe Belegmaterial. Zu dem Zeitpunkt war die Sache noch vollkommen theoretisch, aber ich hatte das Gefühl, das ist echt."

Honorar nach Klickzahl
Das IT-Nachrichtenportal Golem will auch Blogger schreiben lassen und sie unter anderem nach Klickzahl bezahlen. Warum die Journalistenverbände von dem Geschäftsmodell abraten, schreibt Jens Twiehaus in der taz.

Bilds Bezahlmodell
Bild.de hat heute das neue Bezahlmodell Bild plus eingeführt. Trendforscher Sven Jánszky hat es sich für die Fachzeitschrift Werben und Verkaufen angesehen – und erklärt, warum es seiner Meinung nach an den Bedürfnissen der Leser vorbeigeht.

10.06.2013

Hochwasser-Berichte
Live-Ticker, steigende Quoten, erhöhte Druckauflagen: Wie die Medien über das Hochwasser berichten und wie das bei Lesern und Zuschauern ankommt, hat Torsten Wahl für die Berliner Zeitung aufgeschrieben.

Auslandskontakte
Im Redaktionsblog des Medienportals Vocer stellen Sandra Zistl und Tabea Grzeszyk ihr Projekt Hostwriter vor: eine Plattform, über die Reporter Kontakte zu Journalisten in anderen Städten und Ländern knüpfen und Tipps für die Recherche vor Ort sammeln können.

Ist professioneller Journalismus heute überflüssig?
Dieser Frage geht der Philosoph Paul Liessmann für die Neue Zürcher Zeitung nach. Eine seiner Antworten: Was zählt, ist die Qualität der Redaktion.

07.06.2013

Die Königsdisziplin des Journalismus
Bevor Simon Jäggi nach zehn Jahren bei der Schweizer Tageszeitung Der Bund in die Öffentlichkeitsarbeit wechselt, bricht er eine Lanze für den Lokaljournalismus. Trotz anfänglicher Zweifel: "Musste es ausgerechnet das Lokale sein? Bin ich bereits eine gescheiterte Existenz? ... Trotz den Grundsatzfragen habe ich ein paar Jahre weitergemacht. Zum Glück. Viel wäre mir entgangen ..."

Akteneinsicht für alle
Der Verein Netzwerk Recherche wünscht sich mehr Transparenz bei Behördeninformationen – und hat dem Innenministerium Baden-Württemberg einen Gesetzentwurf dazu vorgelegt. Im Gespräch mit carta.info erklärt Netzwerk-Recherche-Vorstand Manfred Redelfs, was genau die Rechercheure sich wünschen.

Was die Medien verschlafen haben
Die Initiative Nachrichtenaufklärung ist ihnen auf der Spur: den Themen, die in den Medien nicht vorkommen, obwohl sie relevant sind. Die freie Journalistin Miriam Bunjes erzählt im Interview auf reportercafe.de, wie die Initiative die vernachlässigten Geschichten aufspürt.

06.06.2013

Sind Regenbogenredakteure Journalisten?
Ein kritischer Blick auf die Klatschpresse lohnt sich, finden die Macher des Watchblogs Topfvollgold: "Denn immer wieder stellen die Autoren dort übelste Behauptungen auf, sie basteln Skandale, sie verdrehen Tatsachen. Sie erfinden schlichtweg Geschichten." Sind sie damit überhaupt richtige Journalisten? Diese Frage haben die Blogger Ulrike Kaiser gestellt, der stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbands.

Einblicke in einen internationalen Newsroom
Das Nomadic Magazine ist eins von vielen Projekten der Journalismusstudenten der City University London. Wie die 15 Redakteure aus Griechenland, Portugal, Schweden, der Ukraine und anderen Ländern zusammenarbeiten, zeigt ein Video auf der Website der Universität.

Noch mehr Einblicke
Martin Giesler, Nachrichtenredakteur bei heute.de, hat ein neues Blog erstellt: ichbinjournalist20undmachegerade.tumblr.com. Der Name ist Programm, alle 2.0-Journalisten dürfen mitbloggen.

05.06.2013

Polizei gegen Reporter
Auf Demonstrationen könne es auch für Journalisten schon mal ruppig zugehen, schreibt Timo Reuter auf taz.de. Bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt sei die Polizeigewalt gegen Reporter aber unverhältnismäßig ausgeartet, wie er Augenzeugen erzählen lässt.

Blogs auf Augenhöhe mit Leitmedien
Die Artikel-Charts des ZDF-Blogs Hyperland zeigen, dass Nischenmedien und Blogs es mit Mainstream-Websites aufnehmen können: Unter den Top 15 finden sich neben Spiegel Online und bild.de zum Beispiel auch 11 Freunde und SchlagerPlanet.

Praktikantengehalt von der Crowd
Der Non-Profit-Newsdesk Pro Publica sucht einen Praktikanten, berichtet Sara Morrison in der Columbia Journalism Review. Dessen Aufgabe: über Praktika recherchieren. Eine Bezahlung gibt's auch – Pro Publica sammelt das Geld über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein.

04.06.2013

#occupygezi und die Presse
Die Demonstranten in der Türkei sind wütend auf die Medien. Aber die türkische Presse habe nicht erst seit den Protesten in Istanbul ein Problem, schreibt Hakan Tanriverdi von der Deutschen Journalistenschule auf süddeutsche.de.

Sascha Lobo und das Bloggen
Medienjournalist Ronnie Grob hat Blogger Sascha Lobo für die Schweizer Medienwoche interviewt. Ein Gespräch über Shitstorms, die digitale Bohème – und darüber, warum Journalisten bloggen sollten.

Ein Interview wie ein Autounfall

Warum Journalisten und vor allem Möchtegern-Journalisten das Interview der Londoner Times mit Schauspieler Rhys Ifans lesen müssen, erklärt Journalismusprofessor Roy Greenslade auf guardian.co.uk.

03.06.2013

Fußball statt Hochwasser
Daniel Große, freier Journalist aus Leipzig, kann nicht nachvollziehen, warum die Leipziger Volkszeitung mit dem Aufstieg des Fußballvereins RB Leipzig aufmacht. Auf seiner Facebook-Seite wird diskutiert, welche Medien am besten über das Hochwasser berichten.

Handy- statt Profi-Fotos

Die US-amerikanische Tageszeitung Chicago Sun-Times entlässt all ihre Fotojournalisten und will stattdessen die Reporter mit dem iPhone fotografieren lassen. Tulsa-World-Kolumnistin Ginnie Graham findet das nicht nachvollziehbar: "Fotojournalisten knipsen nicht einfach. Sie suchen nach Gefühl, dem richtigen Licht, Winkel und Moment, um im Bild einzufangen, was Reporter mit 600 Worten erklären."

Abwimmeln oder melden?

Wie Pressemitteilungen es manchmal in die Ticker von Nachrichtenagenturen schaffen, steht auf agenturjournalismus.de.

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