Wir haben heute gelesen – Archiv

22.04.2014

Weg von Print, rein ins Netz
"Niemand weiß, wie viele Skandale nicht aufgedeckt wurden, weil sie nicht untersucht wurden. Weniger Journalisten recherchieren weniger." Im Tagesspiegel zeigt Ruth Ciesinger, wie die digitale Revolution den Zeitungsmarkt in den USA verändert und in welche Richtung der Journalismus der Zukunft gehen könnte.

Nachrichten-Erklärungs-Seite
Heute geht The Upshot online, eine Website der New York Times, die politische Nachrichten und Zusammenhänge verständlicher machen will. In einem Facebook-Post erklärt David Leonhardt, was The Upshot bietet und wie die Seite Leser und Journalisten verbinden will.

Große, verrückt klingende Ideen
Bis zum 27. April läuft die Bewerbungsfrist für das Vocer Innovation Medialab, bei dem zwei sechsmonatige Journalismus-Stipendien vergeben werden. Der Blogger Karsten Lohmeyer interviewt die Geschäftsführerin Carolin Neumann über ihre Motivation und fragt, was die Nachwuchstalente mitbringen sollten.

17.04.2014

Guerillakrieg gegen deutsche Medien
Mit den Vorwürfen einer unkritischen und unausgewogenen Berichterstattung müssen sich derzeit viele Medien auseinandersetzen, sie werden von einer anonymen Bewegung auf ihren Facebookseiten angegriffen. Der Deutschlandfunk beleuchtet die Lage und versucht zu klären, wer dahinter steckt und worum es den Beteiligten geht.

Online stirbt, Print lebt
Sieben Jahre lang gab es das Trierer Magazin 16vor nur online, ab Mai wird es stattdessen monatlich in gedruckter Form erscheinen – als kostenlose Auslage in Geschäften und Restaurants rund um Trier. Redakteur Christian Jöricke sagt, warum das bisherige Konzept nicht weitergeführt werden kann.

Kommunikation, Absicherung, Bezahlung
Wie in der Liebe enden auch im Journalismus nicht alle Beziehungen glücklich. Die amerikanische Journalistin Sarah Laskow beschreibt drei Zeichen, an denen man als freier Autor erkennt, dass man in einer schlechten Beziehung zu seinem Redakteur steht, und gibt Tipps, was man dagegen tun kann.

16.04.2014

David besiegt Goliath
Was macht Zeitungsauftritte in sozialen Netzwerken erfolgreich? Wie unterscheiden sich Zeitungen mit hohen Social-Media-Werten vom Rest? Das fragt der Journalismus-Professor Stefan Heijnk und gibt Tipps, wie Social-Web-Strategien gelingen.

Reise in die Vergangenheit
Die Geschichte von Cordt Schnibben und seiner Recherche über die Nazi-Vergangenheit seiner Eltern erzählt Spiegel Online jetzt in einem acht Kapitel langen Multimediaprojekt, mit Filmen, Akten, Zeichnungen und Texten.

Digitale Inhalte verbreiten
Auf der Website D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt erklärt die Journalistin Meike Richter die Hürden und Chancen von Creative Commons. Sie sieht großes Potenzial in CC-lizensierten Beiträgen: "Als der NDR mit Creative Commons angefangen hat, gab es große Befürchtungen, was da alles schief gehen könnte. Nichts davon ist eingetreten."

15.04.2014

Magazin für die Web-Jugend
Für Vocer interviewen Mark Heywinkel und Jan Ewringmann einen der Macher des neuen Digitalmagazins Neustart, das seit heute am Kiosk liegt. Luca Caracciolo sagt: "Wir sind kein reines Hipster-Magazin" und erklärt, was das Magazin von der Konkurrenz Wired unterscheidet.

Kultur und Gesellschaft der Gegenwart
"Wie muss ein Magazin im 21. Jahrhundert aussehen? Vielleicht ist das hier ein Anfang", sagen die Gründer der Onlineplattform Das Filter, die gestern mit Geschichten zu Themen aus Gesellschaft, Technik, Kultur und Musik ins Netz gegangen ist.

Analysewerkzeug für Journalisten
Auf der Website fanpagekarma.com kann man sich die Social-Media-Trends deutschsprachiger Journalisten anzeigen lassen. Wer twittert was und wie ist die Stimmung?

14.04.2014

"Lieber Herr Schmidt @BonitoTV"
Seit fünf Jahren betreibt Rob Vegas den Twitter-Account @BonitoTV – unter dem angeblich Harald Schmidt twittert. Bis heute fallen Journalisten auf die Fake-Tweets herein. Jüngste Opfer: Nikolaus Blome und Jakob Augstein. Was daraus entstehen kann, zeigt der Webshowmaster in einem Video.

Herzlos trifft es ganz gut
Gestern Abend hat Günther Jauch in seiner Talkshow über Michaels Schumachers Unfall und die Rolle der Medien diskutiert. In ihrem Regenbogenpresse-Blog Topfvollgold haben die Journalisten Mats Schönauer und Moritz Tschermak zusammengetragen, mit welchen Schlagzeilen die Boulevardpresse über Schumachers Zustand spekuliert.

Resolut wie ein Mann
Gibt es Unterschiede, wie über Männer und Frauen berichtet wird, wenn man Print- und Online-Medien miteinander vergleicht? Die Journalistik-Professorin Margreth Lünenborg hat sich Gedanken über Geschlechterklischees gemacht und sich eine Studie angesehen, die die Berichterstattung über Politikerinnen und Politiker untersucht.

11.04.2014

Wie findet man die Story im Datenhaufen?
Im Message-Magazin berichtet der Journalist Jan Lukas Strozyk über das Rechercheprojekt "Geheimer Krieg", das in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung und dem NDR entstanden ist und für ihn ein erfolgreiches datenjournalistisches Experiment war.

Man kann mit Journalismus Geld verdienen
Sein erstes Projekt Jung&Naiv hat mit Crowdfunding begonnen und ist im Fernsehen gelandet. Jetzt versucht Tilo Jung ein weiteres Mal, die Menge zu überzeugen und Geld für eine Recherchereise durch Europa zu sammeln. Bei netzpiloten.de erzählt er Gina Schad von seinen Plänen.

"Wir sind so viele – und ich möchte mehr von ihnen kennenlernen: Journalisten"
In seiner neuen Serie interviewt der Journalist und Blogger Julian Heck jede Woche einen Kollegen, den Anfang macht Sara Weber, freie Journalistin aus Hamburg. Drei Fragen über Stärken und Schwächen, hochwertigen Journalismus und unverzichtbare Werkzeuge.

10.04.2014

Aus Neugier
"Es gibt immer ein Risiko, das man eingehen muss, wenn man berichten will", sagt der Fotojournalist Axel Heimken, der auch in Afghanistan fotografiert hat. Auf Spiegel Online berichtet der freie Journalist Markus Huth von Heimkens Arbeit in Kriegsgebieten und einem preisgekrönten Foto in friedlicher Umgebung.

Aus Langeweile
Ende April kommt die Satire-Nachrichtensendung Postillon24 ins Fernsehen. Stefan Sichermann, Gründer der Website Der Postillon, spricht im NDR-Interview über seine Vorbilder und verrät, wie die Idee zu dem ungewöhnlichen Nachrichtenportal entstanden ist.

Aus Berechnung
Wie erreicht man seine Zielgruppe, wenn man Inhalte im Netz erstellt? Die Autoren der Online-Marketing-Agentur testroom.de sagen: indem man die Regeln des klassischen Journalismus befolgt.

08.04.2014

"Wir sind empört"
Im Streikblog 0711 erklären junge Redakteure in sieben Punkten, wieso sie für einen fairen Tarifabschluss streiken und für die Zukunft der Zeitung kämpfen. "Wir haben genug Mut und Ideen, die Zukunft in den Verlagshäusern mitzugestalten. Doch nicht um jeden Preis."

Braucht die junge Generation noch lokalen Journalismus?
"Tatsächlich gibt es keine Mediengattung, bei der Anspruch, Wahrnehmung und Wirklichkeit so weit auseinander klaffen wie im Lokalen." In seinem Blog hinterfragt der Journalist Christian Jakubetz die Zukunft und Notwendigkeit des Lokalen.

Sichtbar werden
Wie präsentiert man sich als Speakerin am besten? Wie entsteht ein guter Vortrag? Und was bringt eine Generalprobe? Das erklärt Sarah Pust, Redakteurin und Mitgründerin von Digital Media Women, auf der Website des Branchennetzwerks.

07.04.2014

Eine Frage der Technik
Ezra Klein war mal Redakteur der Washington Post und hat das meistgelesene Blog der Zeitung geschrieben. Jetzt ist sein neues Projekt gestartet: vox.com. Warum er dafür die Washington Post verlassen hat und was er bei Vox anders machen will, steht auf der Website der New York Times.

Eine Leserfrage
Ein Leser der Thüringer Allgemeinen hat sich über ein unvorteilhaftes Foto der Ministerpräsidentin beschwert. Chefredakteur Paul-Josef Raue erklärt auf der Website des Tageszeitung, warum das Foto in der Redaktion umstritten war – und dennoch gedruckt wurde.

Die Frage nach der Zukunft des Fernsehens
Wenn anscheinend niemand mehr Wetten, dass..? braucht – brauchen wir dann überhaupt noch TV-Sender? Das fragt sich Journalist und Blogger Richard Gutjahr in seinem Blog.

04.04.2014

Hashtags sind keine Drogen
Neustart – Das Magazin für den digitalen Aufbruch, erscheint diesen Monat das erste Mal am Kiosk. Auf der Website beschreibt Autor Luca Caracciolo, der auch Redaktionsleiter des t3n-Magazins ist, wieso am Ende nicht das Heft herauskam, das am Anfang geplant war.

Die Zukunft ist da
Gestern fand in Berlin die Groundbreaking-Journalism-Konferenz statt. Netzpiloten.de hat die wichtigsten Fakten über die Zukunft des Journalismus in der digitalen Welt im Protokoll festgehalten.

"Beinamputierter auf freiem Fuß"
Was dabei rauskommen kann, wenn Texte nicht redigiert werden – oder Journalisten sich einen Spaß erlauben, zeigen die Schlagzeilen, die storyfilter.com gesammelt hat: "Perlen des Lokaljournalismus".

03.04.2014

"Objektivität ist sowieso eine Mär"
Wie nah dürfen Journalisten dem Berichtsobjekt sein? Zeit-Online-Sportredakteur Christian Spiller zeigt, wie schwierig es gerade im Sportjournalismus ist, Distanz zu halten und wieso Journalisten auch nur Fans sind.

"Wir denkfaulen Journalisten"
René Zeller, stellvertretender Chefredakteur der Neuen Zürcher Zeitung, warnt vor der Entwicklung, dass "wir Medienschaffenden unsere staatspolitisch unabdingbare Wächterfunktion schleichend an die 'neuen Meinungsmacher' delegieren", nämlich Lobbyisten, PR-Profis und parteiische Experten.

"Zu viel Irrelevantes, Oberflächlichkeit, zu wenig Eigenleistung und Recherche"
Das sind die Gründe, aus denen Leser ihre Zeitung abbestellen. In der Berliner Zeitung schreibt Thomas Schuler über das neue Buch des Medienwissenschaftlers Michael Haller, der im Titel fragt: "Brauchen wir Zeitungen?" Und der Vorschläge macht, wie man in die Zukunft der Zeitung investieren kann.

02.04.2014

Ohne Namen
Laut Stern-Blogger Lutz Meier soll es im Spiegel bald wieder Texte ohne Autorenzeilen geben. "Jetzt steht dem Spiegel wahrscheinlich wieder eine fast so große Revolution bevor wie vor 15 Jahren, ein Schritt zurück zu den namenlosen Zeiten vor 1998."

Public Viewing
Heribert Prantl kritisiert in der Süddeutschen Zeitung die JVA Landsberg am Lech. "Ein Verurteilter darf nicht öffentlich ausgestellt werden; und die Justiz muss alles unterlassen, was an eine solche Ausstellung und Vorführung erinnert." Das gelte auch im Fall Uli Hoeneß.

Tabubruch
New-York-Times-Geschäftsführer Mark Thompson hat Spiegel Online ein Interview gegeben. Er erklärt, wie seine Redaktion trotz Native Advertising sauber bleiben wird und wie er Hunderttausende zahlende App-Leser gewinnen will.

01.04.2014

"Gewalt anders denken"
Die aktuelle Kompaktklasse der Deutschen Journalistenschule beschäftigt sich in ihrem Abschlussmagazin brutal mit Gewalt in allen Facetten. "Am Anfang ging es vor allem um Mord und Totschlag, am Ende ist ein Prisma aus Kampf, Schutz, Leid und Lust entstanden." Auf vocer.org berichtet die Redaktion über die Entstehung des Hefts, das dazu gehörige Online-Projekt und ihre Recherchen.

"Den Sound in einen Look übersetzen"
Wie werden O-Töne im Netz sichtbar, wie kann man Animationen auch fürs Radio anwenden, was kann man mit bewegter Schrift alles machen? Das erklärt die Hörfunkjournalistin Sandra Müller in ihrem Blog Radio Machen, sie hat selbst einen Beitrag gebastelt.

"Die Ethik-Regeln haben eine Sollbruchstelle"
Stefan Niggemeier nimmt in seinem Blog den Ethik-Kodex der Zeit auseinander – und stellt einige Unterschiede zum Kodex für Zeit Online fest.

Viavision
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