Wir haben heute gelesen - Archiv März 2010
18.03.2010 „Ich habe eben auf Kamikaze-Modus gestellt, weil mir Rick Astley nicht bösartig genug war.“
Patrick Beuth testet die Software Write or Die an der eigenen Kolumne – bei zu langen Schreibpausen spielt das Programm nervige Musik oder fängt an, das Geschriebene zu löschen.
„Belästigt fühlte sich Schertz unter anderem durch eine E-Mail Schälikes und eine merkwürdige Weihnachtskarte.“
Stefan Niggemeier über den gescheiterten Versuch des Medienanwalts Christian Schertz, einen hartnäckigen kritischen Berichterstatter gerichtlich zum Stalker erklären zu lassen.
„80 Prozent spielten widerspruchslos mit.“
Jürg Altwegg hat für die FAZ ein Experiment im französischen Fernsehen angeschaut: Dort fügten Showkandidaten Mitspielern vermeintlich Elektroschocks zu – eine Adaption des berühmten „Milgram-Versuchs“.
17.03.2010 "Das Perfide an Castingshows ist, dass Kandidaten zu Losern und Hoffnungsträgern stilisiert werden."
Die Süddeutsche beleuchtet eine IZI-Studie, nach der jugendliche Zuschauer sich die Ellbogentour von DSDS und GNTM abschauen.
„ ... womit die ganze Prüfung ad absurdum geführt wird und der Strohhalm, an den sich die Verlage klammern, bricht.“
FAZ-Redakteur Michael Hanfeld über die Dreistufentests zu den Online-Angeboten von boerse.ard.de und sportschau.de.
„Dass Journalisten nun die Wiedergabe eines Gerüchts verboten wurde, ist juristisch fragwürdig.“
Torsten Kleinz hinterfragt auf Bildblog den Sinn eines gerichtlichen Siegs des Chaos Computer Clubs gegen den Springer-Verlag.
16.03.2010 „Nur sieben Prozent aller Menschen, die online Nachrichten konsumieren, haben eine bevorzugte Quelle im Netz, für die sie auch zahlen würden.“
Jeff Jarvis schaut sich in seinem Blog Buzzmachine eine Studie des Pew Research Centers über die Zahlungsbereitschaft für Online-News an.
„Zur WM werden wir jeden Tag 500.000 Exemplare verkaufen.“
Verleger Michael Hahn sagt im Tagesspiegel eine große Zukunft für seine neue Zeitung Sport-Tag voraus.
Keine Nachrichten, kein Sport, kaum sozialkritische und kontroverse Inhalte.
Laut taz startet der Frauensender Sixx am 7. Mai mit US-Serien, Kuschelabenden und sogenannten Promostories.
15.03.2010 "Ich mache mich mit der guten Sache gemein, und das ist ein super Gefühl."
Dennis Buchmann, früherer „Scoop“-Gewinner und heutiger Redakteur im sozialen Sektor, im Gespräch mit dem Onlinemagazin Medien-Monitor.
„Tunlichst auf alles Undenkbare vorbereitet sein“
Michael Jürgs begeistert sich auf sueddeutsche.de für die neue Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios: Bettina Schausten.
Studio Hamburg sucht weitere Anteilseigner.
Laut Hamburger-Abendblatt-Kolumnist Kai-Hinrich Renner ist Deutschlands größte Produktionsfirma Ufa an einem Einstieg bei Studio Hamburg interessiert. Dessen einziger Gesellschafter ist bislang der NDR.
12.03.2010 Der Fall Käßmann: Woher wusste die Bild-Zeitung von der Alkoholfahrt?
Laut sueddeutsche.de sind bei der Staatsanwaltschaft Hannover inzwischen vier Strafanzeigen wegen Geheimnisverrats eingereicht worden.
Bildergalerie über Tops und Flops aus dem Google-Imperium
Kennen Sie noch Jaiku und Dodgeball? Handelsblatt Online listet neben Hits wie der Onlinesuche und dem Mobilsystem Android auch die gescheiterten Google-Ideen auf.
"Internet reporting is nothing more than applying the principles of sound journalism to the sometimes unusual situations thrown up in the virtual world."
Die Social-Media-Richtlinien der Nachrichtenagentur Reuters im Wortlaut.
11.03.2010
Die Media-Analyse misst den Erfolg von Radiosendern – doch ihre Methode ist umstritten.
Daniel Bouhs in der Berliner Zeitung über mögliche Verzerrungen und Benachteiligungen durch die Telefonumfragen der MA.
Warum lassen wir zu, dass unsere Kinder sich stundenlang damit beschäftigen, wie man andere Menschen umbringt?
Am Jahrestag der Winnender Bluttat schreibt Malte Lehming im Tagesspiegel über die Macht der Killerspiel-Lobby.
"Ein käuflicher Spitzenpolitiker?" Jürgen Rüttgers will von nichts gewusst haben.
Das NDR-Magazin „Zapp“ beleuchtet den Medienskandal der CDU in Nordrhein-Westfalen.
10.03.2010
"Es reicht nicht mehr, einander in Konferenzen zu sehen und zu hören, was die jeweils anderen so planen."
Medienberater Andy Kaltenbrunner im Interview mit dem Standard über crossmediale Newsrooms. Das Modell Spiegel–SpiegelOnline funktioniere auf Dauer nicht..
"Subkutan werden in den beiden Shows Gesellschaftsmodelle inszeniert und verhandelt, die unterschiedlicher kaum sein könnten"
Markus Brauck und Thomas Tuma auf Spiegel Online "Unser Star für Oslo" und "Deutschland sucht den Superstar"
"Die Autoren Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz stellen dem Wirtschaftsjournalismus – unterm Strich – kein gutes Zeugnis aus"
Die Wirtschaftskrisen-Berichterstattungs-Studie der Otto-Brenner-Stiftung gibt es jetzt als PDF-Download.
09.03.2010
"Bis auch Zattoo seine Online-TV-Applikation auf dem iPhone zugänglich machte. Der Vorsprung von 20 Minuten war dahin"
Auch in Schweiz verdienen Verleger online kein Geld. Klartext.ch erklärt warum.
"Diesmal wirkt die Apple-Anzeige ziemlich bodenständig"
Der Guardian hat die erste iPad-Anzeige während der Oscar-Nacht angesehen.
"Die Tatsache, dass sich sowohl die Nutzung des Internets als auch die des Radios zur Fußball-Bundesliga erhöht hat, zeigt, dass die Medien hier kaum miteinander konkurrieren"
Media-Perspektiven über die Fußball-Bundesliga-Nutzung übers Radio.
08.03.2010
"Immerhin, so der Blogger, sei er schon einmal vor das Landgericht Hamburg zitiert worden"
Jürgen Rüttgers legt sich mit den Blogs Wir in NRW und Ruhrbarone an.
"Ein kleiner Bambus versucht, ein bisschen nette Stimmung zu verbreiten"
Klaus Boldt und Astrid Maier waren für das Manager Magazin zu Besuch bei Facebook.
"Sie testen erneut, wie weit sie bei der Veröffentlichung von Werbung gehen können"
Die LA Times räumte ihre Titelseite für Johnny Depp.
05.03.2010
"Das vermeintliche TV-Modell der Zukunft wankt bereits, noch bevor es Europa überhaupt erreicht"
Spiegel Online über das Video-on-demand Vorzeigebeispiel Hulu.
"Zwei Magazine entstanden quasi zum Warmlaufen schon im vergangenen Jahr"
Die Zeit steigt in das Geschäft mit Corporate Publishing ein, berichtet Kress.
"Santoro und seine Kollegen dürfen nicht mehr einladen, wen sie wollen"
Der Deutschlandfunk über Berlusconis Maulkorb für den italienschen Rundfunk
4.3.2010
"Die angewandten oder erwogenen Methoden überschreiten jedes Maß, sie haben mit Journalismus nichts zu tun"
Michael Hanfeld schreibt in der FAZ über Politikerbespitzelung.
"Man kommt an diesem Heft nicht vorbei, immer liegt es irgendwo herum"
sueddeutsche.de über ADAC-Motorwelt, die größte Verbandszeitschrift der Welt
"Die Redaktionen üben noch. Farbe zu bekennen, sind sie nicht gewöhnt"
Fred David auf medienspiegel.ch über ein Umdenken bei den Schweizer Tageszeitungen
3.3.2010
"Alle proklamieren einen 'neuen' zeitgerechten Journalismus im Web"
Michael Kremmel schreibt im Standard über deutsche Internetmanifeste und Thesen zu Geschäftsmodellen und Nachrichtenformaten.
"Ich bekenne mich klar zu unserer öffentlichen Aufgabe und publizistischen Verantwortung"
Lutz Knappmann sprach für die FTD mit ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling darüber, wie er den Sender profitabel machen will.
"Das Urheberrecht muss einen angemessenen Ausgleich aller betroffenen Interessen gewährleisten, auch in einem digitalen Umfeld"
Helmut Hartung interviewt Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger.
2.3.2010
"Die letzte Ausgabe erscheint am 31. März"
Die Mendener Zeitung startet heute einen Forumsbeitrag zum Ende der Zeitung.
"Es bleibt zu hoffen, dass sich diese relative junge Darstellungsform von selbst überleben wird"
Klartext-Redakteur Nicki Lüthi über Live-Ticker im Journalismus
"In den vergangenen Jahren sank die Zahl der Redakteure von 400 auf 330."
Bernhard Hübner schreibt in der taz über die Kündigungen bei der Süddeutschen Zeitung.
1.3.2010
"Wie Nuklerarmächte greifen sie ihren Gegner aus Angst vor einem Vergeltungsschlag nicht an"
Peter Wilby schreibt im Guardian über Zeitungen, die gegenseitig ihre Exklusivgeschichten ignorieren.
"Viele Journalisten haben Angst davor, Musik im Multimedia-Storytelling einzusetzen"
Adam Westbrook weiß, was Journalisten von Musikern lernen können.
"Themenspezifische Foren sind nicht von Facebook und Co. bedroht."
Carsten Drees schreibt auf basicthinking.de, wie er die Zukunft von Foren einschätzt.
