Wir haben heute gelesen – Archiv

16.09.2014

Fleischlos-Hype
Wie unabhängig ist Journalismus im Foodbereich und wie politisch kann eine Zeitschrift sein, in der es ums Kochen geht? Diese Fragen stellt taz-Volontärin Svenja Bednarczyk im Interview mit Joachim Hiller, der das Magazin Kochen ohne Knochen herausgibt.

Ist Ihnen bewusst, dass Sie kein leichter Interviewpartner sind?
Wie man mit einer einzigen Frage den Interviewpartner dazu bringen kann, Interessantes außerhalb der üblichen Phrasen zu erzählen, zeigt Paul-Josef Raue am Beispiel eines SZ-Interviews mit Dirk Nowitzki.

"Ich bin freie Journalistin und glücklich dabei"
Eveline Dudda hat eine Nische gefunden: Agrarjournalismus. In der Schweizer Medienwoche erzählt sie von ihrer Überlebensstrategie als freie Journalistin.

15.09.2014

Leistungsschutzrecht
In seinem Blog erklärt Medienjournalist Stefan Niggemeier, wieso einige Internetsuchmaschinen Ergebnisse von Bild, Welt, BZ und weiteren Zeitungen nicht mehr anzeigen.

Kommentarland
Wer kommentiert die Beiträge beim Schweizer Radio und Fernsehen? Was treibt die Leser an, ihre Meinung zu äußern? SRF News Online hat 16 Kommentarschreiber besucht und porträtiert.

Werbebeschränkung
Bei Horizont zeigt Katrin Lang, welche Konsequenzen es für die Medienbranche hat, wenn die Werbefreiheit eingeschränkt wird.

12.09.2014

Schafft den Online-Journalismus ab
20 Jahre sind vergangen, seit die ersten Medien online gegangen sind. Mathias Müller von Blumencron zeichnet in der FAZ die Entwicklung des Online-Journalismus nach und sagt: "In Zukunft darf es deshalb nur noch eine Debatte geben: Was ist guter Journalismus?" Eine Geschichte über Beschleunigung, Informationsflut und die Deutungshoheit von Redaktionen.

Spionageaktivitäten
Warum die Redaktion des Spiegels ein als vertraulich eingestuftes Originaldokument aus dem Bundesinnenministerium veröffentlicht, das Grundlage ihrer Berichterstattung über die Abhöraffäre des Kanzlerinnenhandys war, und mit welcher Begründung den Kollegen von netzpolitik.org die Einsicht verweigert wurde, erklären drei Journalisten im Spiegel-Blog.

Wie Ungarns Medien um ihre Existenz kämpfen
"Unabhängiger Journalismus scheint in Ungarn kaum mehr möglich zu sein", schreibt Jan-Uwe Stahr bei Deutschlandradio Kultur. Er erklärt, wie die neue Werbesteuer in Ungarn den Journalismus beeinflusst und welchen Widerstand es dagegen gibt.

11.09.2014

Umstrittenes Dokument
Das Bild des "Falling Man" ging am 11. September 2001 um die Welt und wurde "zum umstrittensten Dokument der Anschläge" auf das World Trade Center. FAZ-Redakteur Alfons Kaiser hat den Mann getroffen, der das Bild gemacht hat und fragt: Darf man einen Menschen abbilden, der in den Tod springt?

5 Fragen an 100 Journalisten
Was ist guter Journalismus? Wie ist der beste Weg in den Beruf? Und wie geht's weiter? Dirk von Gehlen stellt fünf Fragen an 100 Journalisten. Schon geantwortet haben unter anderem Journalisten von Watson, Missy-Magazin und ORF.

Wem vertrauen wir medial?
Der ehemalige Regionalreporter Dirk Hansen dokumentiert in seinem Blog, wie er die Nachrichten von der Explosion in einer Entsorgungsfirma in Ritterhude in Echtzeit im Netz verfolgt hat, wie Bilder hochgeladen und Kommentare verbreitet wurden und was das für den Journalismus bedeutet.

10.09.2014

Unter einer Decke
Objektivität? Gibt es nicht. Das bringt Ronnie Grob in der Schweizer Medienwoche auf den Punkt: "Journalisten sind Menschen wie Du und ich, sie lieben und hassen, bevorzugen und lehnen ab, sie haben Haltungen, Meinungen und einige von ihnen sind Teil von Interessengruppierungen." Er stellt ein von zwei Studenten entwickeltes Add-On vor, das die Beziehungen von Journalisten zu Organisationen und Interessengemeinschaften anzeigt, damit der Leser einordnen kann, wer mit wem in welcher Form verbunden ist.

"Indie heißt nicht, dass man nicht erfolgreich sein will"
Was ist Indie? Wer liest Indie? Und warum lieben wir Print so sehr? In ihrem Blog vollaufdiepresse.de haben zwei leidenschaftliche Magazinleser aus Köln ihre Eindrücke von der Indiecon 2014, die vergangene Woche in Hamburg stattfand, in Fußnoten zusammengetragen.

Ist das noch Journalismus oder schon Werbung?
Diese Frage stellt sich der freie Journalist Jim-Bob Nickschas in seinem Blog. Wenn das neue iPhone erscheint oder die Apple Watch vorgestellt wird, stehen die Meldungen auf der Agenda aller großen Medien. Als Lifestylethema kein Problem, aber in die Nachrichten gehören diese Produkte nicht, sagt Nickschas.

09.09.2014

He, du! Wer, ich? Genaaaau ...
Die Sesamstraße hat's vorgemacht – personalisierte Werbung funktioniert. Auf süddeutsche.de erklärt Dirk von Gehlen, wieso es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Anzeigenwerbung im Internet nicht mehr nervt und was hinter Re-Targeting steckt.

Journalismus ist ein Kunsthandwerk
"Ich sehe weinende Menschen. Höre tränenerstickte Stimmen in diesen Redaktionen. Weil diese Menschen etwas gelernt haben, was nicht mehr gebraucht wird." Stern-Autor Thilo Mischke beschreibt auf mitvergnuegen.com, wie es sich dieser Tage anfühlt, Journalist zu sein und warum er so an einem sterbenden Handwerk hängt.

Publizistische Revolution
Weniger jammern, mehr experimentieren – so lautet das Motto des journalistischen Nachwuchses. Im Interview erzählt die freie Journalistin und Eventkuratorin Carolin Neumann von den Journalismus-Panels auf dem Reeperbahn Festival.

08.09.2014

Quotenfamilie
Ein Schweizer Journalist, seine Familie und sein Fernseher waren Teil des neuen Panels zur Messung von Einschaltquoten. In der Medienwoche erzählt Nik Niethammer, wie es war, eine Quotenfamilie zu sein. Sein Fazit: "Die Manipulationsmöglichkeiten sind mannigfaltig."

Im Netz der Gratiszeitung
Dossier.at hat zur Geschichte und den Hintergründen von Österreichs erfolgreichster Gratiszeitung Heute recherchiert, die gerade ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Jeden Tag erscheinen zwei Geschichten zum Netz der Gratiszeitung. Heute: Die Fidelis-Connection.

Journalismus und PR
"Was bedeutet es, wenn immer mehr Journalistinnen und Journalisten die Seiten wechseln und für die PR-Branche arbeiten?" Diese und weitere Fragen um das journalistische Selbstverständnis diskutierten Journalisten, Medienkritiker und Wissenschaftler am runden Tisch in Zürich. Charlotte Heer Grau berichtet auf investigativ.ch von der Debatte.

05.09.2014

Stories to go
Das gemeinnützige Recherchebüro Correctiv hat seine erste Geschichte online gestellt – und sagt: "Steal our stories. Egal ob lokales Blog, Online-Medium, Zeitung oder Radio: Bitte bedienen Sie sich, kostenlos." Die Geschichten gibt's im praktischen Mitnehmformat, die erste zum Thema Kredithaie.

Multimedia ist kein Allheilmittel
"Die Leser bezahlen nicht für eine möglichst kunterbunte Aufmachung", sagt Jan Tißler auf netzwertig.com. Er findet: Multimediareportagen sollten als Ergänzung verwendet werden, nicht als Selbstzweck.

Objektivität, Transparenz, Glaubwürdigkeit
Muss Journalismus unparteiisch sein oder braucht er eine Meinung? Wie hat sich der Journalismus im digitalen Zeitalter verändert? Im Guardian stellt Kellie Riordan fest: Die Methoden der alten Medien verschmelzen mit den Methoden der neuen Medien zu einer neuen Form von Journalismus – und davon profitiert das Publikum.

04.09.2014

Protokoll eines Scheiterns
Der Autor und Strategieberater Christoph Giesa zwischen Lach- und Weinkrämpfen: Auf theeuropean.de schildert er seine verzweifelten Bemühungen, die Handelsblatt-Redaktion auf Fehler in einem ihrer Texte aufmerksam zu machen – und die Konsequenzen, die daraus entstanden sind.

Ganz großes Personaltheater
Das sehen wir zur Zeit bei den großen Magazinen: Stern, Focus, Spiegel, sagt Dirk von Gehlen in seinem Blog. Er macht sich Gedanken über den Medienwandel – und stellt vor allem einen Wandel im Verhältnis zum Leser fest.

Langsam und ausgeruht
"Medienkonsum im Netz, das ist so ein bisschen wie eine überdimensionierte Weinprobe: Man kann überall mal reinschmecken", schreibt Christian Jakubetz in seinem Blog. Er plädiert für mehr Langsamkeit und weniger Hektik im Journalismus und meint, auch das Netz könne dazu beitragen.

03.09.2014

Nichts falsch gemacht
Der Stern hat seinen Chefredakteur Dominik Wichmann entlassen – und Michael Angele fragt sich im Freitag, was der eigentlich falsch gemacht hat. Seine Antwort: nichts.

Breaking-News-Konkurrenz
Politisches Statement oder journalistische Kampfansage an die New York Times? Was der Wechsel des Politico-Mitbegründers Frederick Ryan Jr. zur Washington Post bedeutet, wird im Tagesspiegel erklärt.

Spiegel 3.0, NZZ.at, Deadline, Die virtuelle Feder
Auf journalisten-bloggen.de hat der Journalist Knut Kuckel Positives zum Journalismus von morgen zusammengetragen.

02.09.2014

Meinungsfreiheit statt Zensur
In der taz macht sich Jens Twiehaus Sorgen um den Zustand der Deutschen Welle. Der Auslandssender habe kritische Artikel zum Nahostkonflikt zurückgehalten und damit von oben Einfluss auf redaktionelle Inhalte genommen. Auch den Fall einer entlassenen Mitarbeiterin und den Umbau der China-Redaktion sieht er kritisch.

Diskussionen statt Pöbeleien
Auf der Website Süddeutsche.de werden Diskussionen künftig anders ablaufen als bisher. Nach einer Befragung von Beitragsschreibern experimentiert die Redaktion jetzt mit neuen Kommentarfunktionen. So sollen drei große themenbezogene Debatten pro Tag stattfinden, ansonsten können Leser Artikel aber nur noch in den sozialen Medien kommentieren. Was Süddeutsche.de-Chef Stefan Plöchinger dazu sagt, hat er bereits vor der Umstellung hier aufgeschrieben.

NZZ statt Guardian
Wie die Neue Zürcher Zeitung mit einer Online-Ausgabe in Österreich an den Start  gehen will und wieso sie sich dabei am britischen Guardian orientiert, zeigt Steffen Grimberg auf ndr.de.

01.09.2014

Nachruf auf den Chefredakteur
"Chefredakteure müssen Klicks generieren, bedrucktes totes Holz verkaufen, Starautoren und Betriebsräte bei Laune halten, in den sozialen Medien sichtbar sein, Likes auf Facebook einsammeln und den Branchendiensten Visionen und Selbstmarketing verticken." In der Welt fragt sich Peter Praschl, was aus dem Traumjob von früher geworden ist und wer ihn heute noch machen will.

Geld verdienen im Netz
1998 gab es genau fünf Möglichkeiten, mit Online-Journalismus Geld zu verdienen. Heute gibt es 76, sagt David Plotz vom Slate-Magazin. Drei auf seiner Liste: Native Advertising, Webinare, Emailverteiler.

Wann stirbt Print?
Laut Prognosen ist 2030 das Jahr, in dem "die deutsche Medienlandschaft in Trümmern liegt oder – je nach Sichtweise – digital neu geboren sein wird", sagt Karsten Lohmeyer in seinem Blog. Er erklärt, wie sich jeder einzelne Journalist darauf vorbereiten kann, Onlinejournalist zu sein und wieso die Zukunft im Digitalen liegt.

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