Wir haben heute gelesen – Archiv

22.07.2016

Und nein, das ist kein Text, der die Öffentlich-Rechtlichen reflexhaft in die Pfanne haut
Stefan Niggemeier über Breaking News, Live-Situationen und die (anachronistische) Rolle des Fernsehens dabei (uebermedien.de)

Noch nie waren die Ansprüche in Sachen Live-Berichterstattung so hoch wie nach dem Amoklauf von Würzburg
Zumindest für die Redaktion der Main-Zeitung. Ein paar Einblicke in die veränderte Arbeitsweise der Redaktion (main-post.de)

Die Washington Post veröffentlicht jetzt auch Texte auf medium.com
Welche Texte funktionieren und warum Copy-and-Paste wenig Sinn hat, steht bei niemanlab.org.

21.07.2016

Und? War es der IS?
So interpretiert das Zeit-Investigativressort Bekennervideos (Video, 5 Min, Zeit Online)

Ein Start-up aus Berlin, die Süddeutsche Zeitung und die Frage nach der Länge eines Snippets
Auch das jüngste Urteil in Sachen Leistungsschutzrecht zeigt: "Es bleibt Murks." (Zeit Online)

Pawel Scheremet war am Mittwochmorgen gerade unterwegs zur Arbeit, als sein Auto um etwa 7:45 Uhr Lokalzeit in Kiew explodierte
Seine Kollegen rätseln darüber, warum ausgerechnet Scheremet zum Opfer eines so brutalen Anschlags wurde. Möglicherweise liegt die Antwort in seiner Vergangenheit. (dw.de)

20.07.2016

Recherchiert doch einfach mal!
Lokaljournalist Pascal Hesse ist sauer auf die WAZ – die Zeitung hat Hesses Recherchen über den gefälschten Lebenslauf von Petra Hinz wohl ohne Quellenangabe übernommen. (facebook.com)

Melania Trump: Wie ein Ex-Journalist die Schummelei aufdeckte
Jarrett Hill verfolgte den Auftritt von Trumps Ehefrau im Internet, als er plötzlich einen Halbsatz hörte, der ihm sehr bekannt vorkam ... (Spiegel Online)

Pseudojournalismus? Echt jetzt?
Agenturchef Klaus Eck wundert sich über die Debatte Content Marketing vs Journalismus. (wuv.de)

19.07.2016

"Wir dürfen nicht einfach draufhalten"
Kai Gniffke, Redaktionsleiter von ARD aktuell, über die Herausforderungen des Streamings (FAZ, via Blendle, 45 Cent)

"Man darf nicht immer nur Händchen halten"
Thomas Ebeling, Chef von ProSiebenSat.1, über Komaglotzen, das Fernsehen von morgen und darüber, wie man schwierige Kollegen behandelt (SZ, via Blendle, 75 Cent, die Zusammenfassung gibt es hier)

Was macht die Apothekenumschau so erfolgreich?
Die durchschnittliche Lesedauer eines Titels liegt bei 109 Minuten. "Ich kenne kein Kundenbindungs- und Marketingprodukt, das eine solche Kosten-Nutzen-Relation aufweist", sagt Wort-&-Bild-Geschäftsführer Andreas Arntzen. (tagesspiegel.de)

18.07.2016

Ist Facebook ein Terrorhelfer?
Online-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron schreibt in der FAS: "Zuckerberg ist da nichts anders als der Wirt einer gigantischen Stammtischkneipe. Er verdient an der Wahrheit, er verdient an der Lüge. Zumindest, solange die Gäste die Einrichtung nicht zerlegen."

Wie der Putschversuch zwei Journalistinnen berühmt machte
Die eine wurde unfreiwillig zur Stimme der Armee, die andere folgte ihrem journalistischen Instinkt. (sz.de)

Hi, my name ist BuzzBot
Buzzfeeds neuester Reporter ist ein Roboter (poynter.org)

15.07.2016

"Ich habe mich ganz bewusst dagegen entschieden, das Material bei Twitter oder Facebook zu veröffentlichen"
Journalist Richard Gutjahr filmte als Augenzeuge den Anschlags von Nizza. Ein Interview mit Spiegel Online

Wie Steinbach auf meine Recherche zu ihrem berüchtigten Tweet reagierte
Eine Tweet-Zusammenfassung von Fiete Stegers (onlinejournalismus.de)

Männer machen Medien
medienpranger.ch dokumentiert Beispiele diskriminierender Berichterstattung in Schweizer Medien. Einen Überblick der gängigen Spielarten geben die Autorinnen auf medienwoche.ch

13.07.2016

Der Vorfall aus dem Schwimmbad
Main-Post-Chefredakteur Michael Reinhard steht dazu, die Herkunft des Täters nicht genannt zu haben – weiß aber, dass er in einem Dilemma steckt: "Egal, wie wir uns entscheiden – wir sitzen so oder so in der Zwickmühle. Auf der einen Seite werden wir konfrontiert mit der Sorge, möglicherweise Ressentiments zu schüren, auf der anderen, an Glaubwürdigkeit bei Lesern einzubüßen."

Warum es gut ist, dass Carolin Emcke den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekommt
Sie sei eine Frau der Zwischentöne, von denen es gerade viel zu wenig gibt. (freitag.de)

Aus alt mach neu
How publishers wring new value from old content. (digiday.com)

12.07.2016

Zwei Frauen für feines Fernsehen
Die Gründerinnen von Mediasteak suchen die besten Dokus in den Mediatheken großer Sender – und zwar hauptberuflich. Ein Interview mit gruenderszene.de

Lügenpresse? Vertrauen verspielt? Oder war früher doch alles schlimmer?
Die Story im Ersten von Sinje Stadtlich und Bastian Berbner (45 Minuten)

Das geschriebene Wort verliert an Bedeutung, im Internet dominieren Videos
Ein Geschenk für Demagogen – und eine Gefahr für unsere Zivilisation, sagt Hossein Derakhshan, Blogger aus dem Iran, der sich für freien Meinungsaustausch im Netz einsetzt. Hier sein Gastbeitrag auf sz.de.

11.07.2016

Lohnt sich Twitters Dashboard für Journalisten?
Jein, findet Katrin Scheib von der Moscow Times. (journalisten-tools.de)

"Nachverhandeln bringt nichts, außer Ärger und Druck"
Die Passauer Neue Presse ist eine der großen Regionalzeitungen in Deutschland – und offenbar ein schwieriger Arbeitgeber. (deutschlandfunk.de)

Mobbing leicht gemacht
Correctiv sammelt Fälle, in denen Firmen ihre Betriebsräte mürbe machen. (correctiv.org)

08.07.2016

Chefredakteurin in Teilzeit, und noch dazu mit Baby? Das kann doch nur schiefgehen!
Edition-F-Redakteurin Lisa Seelig ist bei kress.de über "ein Beispiel für abwegige Geschlechterstereotype in der Berufswelt" gestolpert.

Die perfekte Journalistenausbildung (1)
Eine Ausbildung mit Zukunft muss die digitalen Gräben zuschütten, sagt Alexandra Stark von der Schweizer Journalistenschule MAZ. Wie das geht, steht bei vocer.org.

Die perfekte Journalistenausbildung (2)
Elf der führenden Medienakademien haben sich auf eine gemeinsame Charta geeinigt, um die Qualitätsstandards der Ausbildung zu sichern, berichtet Ulrike Simon in der HAZ.

07.07.2016

Registernummer GnR 798
Die Krautreporter Genossenschaft ist da (krautreporter.de)

Landesverrat
Die letzten Ermittlungen im Fall Netzpolitik sind eingestellt (spiegel.de)

Von 360 Grad bis Snapchat
So setzt die Huffington Post UK Videos ein (digiday.com)

06.07.2016

"Das ist ein Skandal"
Mit dem aktuellen Entwurf des BND-Gesetzes, der am Freitag im Bundestag beraten wird, soll der Bundesnachrichtendienst ausdrücklich die Erlaubnis erhalten, ausländische Journalisten zu überwachen. "Besonders Journalisten aus Nicht-EU-Ländern geraten damit in das Visier des Nachrichtendienstes", kritisiert Reporter ohne Grenzen. "Offenbar betrachtet die Bundesregierung Pressefreiheit als ein deutsches Exklusivrecht, um das sie sich im Ausland nicht zu scheren braucht."

Das Ende der taz-Medienkolumnen von Silke Burmester
"Ich mag einfach nicht mehr", sagt die Kriegsreporterin in ihrem Abschiedsbrief.

Abo-Einnahmen ohne eigene Website?
Wie das geht, zeigt niemanlab.org am Beispiel von medium.com.

05.07.2016

Meinungen türmen sich auf Meinungen, gefolgt von Befragungen über Meinungen, denen man Meinungen hinzufügt
Medienunternehmer Christoph Kappes wundert sich, dass das Wissen über den Zustand des Journalismus und seine Zukunft nicht mit jedem Text über dieses Thema zunimmt. (carta.info)

Auch die Salzburger Nachrichten verkaufen jetzt einzelne Artikel
"Alles, was man wissen muss", werde weiterhin kostenlos sein, und "alles, was man lesen will", werde vergebührt. Dabei setzen die Salzburger Nachrichten auf Blendle-Konkurrent Selectyco. (derstandard.at)

Warum aus Der Sender nichts wurde
Datenjournalist Lorenz Matzat über das gescheiterte Projekt des ersten genossenschaftlichen Senders in Deutschland (medium.com)

04.07.2016

Opdenhövel – ein Nummerngirl?
Sportjournalist Jens Weinreich findet: Mit dem Zweiten sieht man besser.

Was ist dran am Rechtsruck des Ciceros?
taz-Medienredakteurin Anne Fromm findet: Seit Sommer 2015 nähert sich der Cicero immer mehr dem rechten Rand. Davon profitiere vor allem die Auflage.

Die Sächsische Zeitung verstößt seit Samstag systematisch gegen den Pressekodex
Warum? Sie will die Nationalität von Tatverdächtigen nicht mehr nur in Ausnahmefällen nennen. Mehr dazu bei uebermedien.de

01.07.2016

Hyperlokale Blogs in Schwierigkeiten
Fast überall haben die publizistischen Mini-Einheiten im Lokalen dieselben Probleme wie die großen Häuser: die geringe Bereitschaft, für Online-Inhalte zu zahlen, und die schwachen Werbeerlöse (taz.de)

Journalistenausbildung und Wissenschaft: Chancen werden nicht genutzt
Teil 8 unserer Serie zur Zukunft der Journalistenausbildung (vocer.org)

Adblocker – Was Medienunternehmen nicht hören wollen
Warum Appelle ans Gewissen nicht helfen (cjr.org, auf Englisch)