Wir haben heute gelesen – Archiv

31.08.2011

Affärenflüsterer
Rainer Nübel schreibt auf kontextwochenzeitung.de, was Topjournalisten gerne ausklammern. "Es sind primär Informanten im Hintergrund, die gerichtsfeste Informationen, Fakten, Dokumente und Belege geliefert haben."

Synthetisches Foto aus zwei Bildern
Frank Grotelüschen berichtet auf dradio.de über eine Software, die verhindert, dass Fotografen brisanter Bilder von Behörden identifiziert werden.

"Über den Sender gehen sowieso nur die verweichlichten Botschaften des Reformerflügels"
Matthias Meisner beobachtet auf tagesspiegel.de ein "besonders schwieriges" Verhältnis zwischen der Linkspartei und den Medien.

30.08.2011

"Ein digitaler Werbekatalog, den keiner liest"
Johnny Haeusler hat auf spreeblick.com den Eindruck, dass sich in Google+ bisher hauptsächlich PR- und Social-Media-Berater tummeln – private Nutzer jedoch kaum.

"Das echte Mac-Mad-Max-Manta-Leben"
Ralf Bindel antwortet auf Hajo Schumachers Apple-Bashing. "Das zeugt von einem materialistischen Verständnis für eine Markenwelt, wie es typisch ist – und eigentlich Mainstream."

"Bleiernes Mittelmaß belastet auch mediale Dickschiffe"
Beim Satz "Qualität gibt es nur in überregionalen Blättern" schwillt RZ-Chefredakteur Christian Lindner in seinem Blog der Kamm – und er zeigt, wie auch Regionalzeitungen Spitzenjournalismus fördern.

29.08.2011

"Im Fernsehen kommt so viel Müll, dass einen als Zuschauer schon fast nichts mehr schrecken kann"
Axel Reimann kommentiert auf ftd.de die thematische Leere in Sommerinterviews.

"Transition ist wahrscheinlich eine Illusion"
Auf guardian.co.uk warnt Peter Preston vor falschen Vorstellungen von Trends im Onlinejournalismus.

"Anstatt sich über Schweiß, Geruch und Style zu streiten, gehen wir aufeinander zu"
RTL hat sich für einen Beitrag zur Computerspielemesse Gamescom entschuldigt, und der Blog gameone.de weist auf Unterschiede von Menschenbildern bei Privatsendern und Spielerszenen hin. Mehr auf wissen.dradio.de in der Webschau mit Thomas Reintjes.

26.08.2011

Eingesperrt
Die Hamburger Polizei nahm einen Redakteur von Radio FSK am Abend des Schanzenfests in Gewahrsam. Für Radio FSK "ein Angriff auf die Pressefreheit". Das Medienmagazin von Radio Corax dokumentiert ein Interview mit dem Sender.

Abgewatscht
Das Komitee Die Konstanzer Maultasche wirft einem Konstanzer Verlag Mobbing und "besonders beschäftigtenfeindliches" Verhalten vor, berichtet see-online.info. Die Annahme des entsprechenden Negativ-Preises verweigerte der Verlag.

Enttäuscht
"Dieselbe langweilige Optik, dieselben hundertmal gehörten Sprüche", schreibt Nicole Kirchner auf flurfunk-dresden.de. Kirchner war selbst mal Redaktionsleiterin von Prinz Dresden und hat sich vom Relaunch des Stadtmagazins mehr versprochen.

25.08.2011

"Judge me tender"
Von A wie Adelaide bis Z wie Zondervan Publishing stellt Steffen Grimberg auf taz.de ein ABC rund um Medienmogul Rupert "Dirty Digger" Murdoch zusammen.

"Blogkommentare sterben aus, Tumblr und Posterous werden verlieren"
Laut Falk Hedemann auf t3n.de haben bei Google+ viele Beiträge mehr Ähnlichkeit mit Blogs als bisher in sozialen Medien üblich. Wird Google+ das Bloggen ersetzen?

Journalisten erneut Geiseln in Libyen
Kurz nachdem die Freilassung von 35 Journalisten in Libyen bekannt wurde, haben Gaddafi-Anhänger wohl erneut vier italienische Journalisten als Geiseln genommen. Mehr auf stern.de.

24.08.2011

"Wieviel muss ich bloggen und twittern, bis ich damit 500/1000/2000 Euro im Monat verdiene?"
Dabei müsste die Frage laut Ulrike Langer's Blog eigentlich lauten: "Können Unternehmen und freie Journalisten überhaupt riskieren, sich den Plattformen zu verweigern?"

"Menschen wählen Pseudonyme, weil sie einen Bezug zum Personalausweis vermeiden möchten, aber nicht weil sie nicht erkannt werden wollen"
Auf onlinejournalismus.de stellt Dirk von Gehlen sechs Thesen zur Debattenkultur im Netz auf.

Enthüllungsblatt ganz ohne Werbung
Birgit Holzer berichtet auf suedkurier.de über die französische Web-Zeitung Mediapart, die sich durch Abos und Aktionäre finanziert – und dabei rentabel ist.

23.08.2011

"Wir pixeln euch die Welt, wie sie uns gefällt"
Auf sueddeutsche.de bezweifelt Ralf Wiegand, dass Verpixelung von Werbung auf Sportbildern der taz eine intelligente Lösung ist – "denn was Werbung ist und was nicht, bestimmt allein die taz."

Viagra für die Statistik
Push-Nachrichtendienste werden von vielen Nachrichtenseiten angeboten. Warum zu häufiger Einsatz für die Kundenbeziehung gefährlich ist, erklärt Sonja Pohlmann auf tagesspiegel.de.

"Finanzierung durch die Leser ist immer noch besser, als von irgendwelchen Anzeigenkunden abhängig zu sein"
Wie sich Onlinemedien in den USA neue Geldquellen erschließen, beschreibt Michael Meyer auf berlinonline.de.

22.08.2011

"Medienethik auf low cost-Niveau?"
Ralf Siepmann rügt auf evangelisch.de den deutschen Presserat. "Wenn der Presserat schon Mühe hat, die Alltagsanforderungen zu bewältigen, wie sollte er sich dann zusätzliche Aufgaben vornehmen?"

7 Tage, nichts passiert
Christian Sickendieck erklärt auf fixmbr.de, warum es auf einen Frank-Schirrmacher-Artikel keine Reaktionen gab. "Das Ausbleiben zeigt, dass das bürgerliche Lager sich in den letzten Jahren aufgelöst hat."

Eine Schande
Thomas Lückerath beklagt auf dwdl.de die TV-Berichterstattung zur Libyen-Revolution. "Wer sich in dieser Nacht einmal mehr blamiert hat, lässt sich schwer beantworten: Im Nichts lässt sich so schwer differenzieren."

19.08.2011

"I'm not on the breaking-news beat anymore"
Auf dartsocietyreports.org erzählt der ehemalige New-York-Daily-News-Fotograf David Handschuh seine (Foto-)Geschichte von 9/11. "I saw Althea's determination to survive – carrying her shoes and covering her head".

"Es wäre eine echte Chance gewesen"

Christian Jakubetz gönnt den Redakteuren die Gehaltssteigerung von 1,5%, meint aber, dass keines der "drängenden und mittelfristigen Probleme, die dieser Beruf und damit letztendlich die streikenden Redakteure momentan haben", damit gelöst sei.

Wie wird man Journalist?

Dass man für ein Leben als Journalist mehr braucht als gute Zeugnisnoten und ein paar besuchte Kurse, meint Sarah Marshall auf blogs.journalism.co.uk – und stellt 10 Tipps für Journalismus-Studenten zusammen.

18.08.2011

"Die Abwehr des Tarifwerks II war das wichtigste Ziel"
Auf der Website des DJV wird die Beilegung des Tarifkonflikts diskutiert. "Der Abschluss ist gut. Wer allein auf die Gehaltsentwicklung schaut, kann aber enttäuscht sein."

Netzgeblubber statt ordentlicher Recherche
André Vatter sucht in seinem Blog nach Erklärungen warum Journalisten im Facebook-Google+-Konflikt nicht recherchieren: "Ich bin unterbezahlt, meine Tischnachbarin benutzt kein Deo und ich will jetzt nach Hause."

"Warum wird von Politikern und Bürgern nicht der Rücktritt von Chefredakteuren gefordert, wenn deren Journalismus verleumderisch, manipulierend und unter aller Sau ist?"
Lion Edler fordert auf ef-magazin.de Bürger und Politiker auf, die Medien stärker zu kritisieren.

17.08.2011

Gegengewicht zu CNN
Im Interview auf heise.de spricht Fernández Novoa, Präsident der neugegründeten Union lateinamerikanischer Nachrichtenagenturen (ULAN), über den Zusammenschluss: "Das Ziel ist die Demokratisierung des Medienwesens".

"Eine solche Rhetorik entlarvt sich selbst als autoritär und totalitär
"
Ein Blogger entrüstet sich auf thueringerblogzentrale.de über Paul-Josef Raue, Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, der anonyme Web-Kommentatoren mit Terroristen gleichgesetzt hat.

"Schneller in Richtung schwarzer Zahlen als ursprünglich erwartet"

Wie die Finanzkrise den angeschlagenen Nachrichtensendern N24 und N-TV Rekordquoten bringt, berichtet Hans-Peter Siebenhaar auf handelsblatt.com.

16.08.2011

Wo hört Pressefreiheit auf, wo fängt Persönlichkeitsschutz an?
Martin Kaul plädiert auf blogs.taz.de für das Recht zu zitieren. "Das muss möglich bleiben, wenn Medien auch künftig bedenkliche Entwicklungen beleuchten sollen, die im Verborgenen spielen."

Sind gute Journalisten auch gleichzeitig gute Öffentlichkeitsarbeiter?
Nein, sagt Rosanna Fiske auf poynter.org und listet Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Berufe auf.

"Warum helfen Journalisten, die öffentliche Debatte zu vergiften?"
Mely Kiyak beklagt sich auf dradio.de über Journalisten, die Muslime stigmatisieren, anstatt Stereotype durch Recherche und Studium zu entkräften.

15.08.2011

Immer nur Facebook, Google, Apple und Co.
Theodossios Theodoridis beschwert sich auf netzwertig.com über mangelnde Beachtung deutscher Startups in deutschen Medien. "Es wird in meinen Augen zu oft und zu weit über den Tellerrand geschaut."

"Gibt es da keinen journalistischen Grundsatz?"
Der Blogger Rob Vegas regt sich auf quotenmeter.de über die Verwendung von Youtube-Video in Nachrichten auf. Man müsse „für diese Zwecke ein neues Netz für Nachrichten gründen".

"Think carefully before posting, blogging and tweeting"
Chris Street prangert in seinem Blog sinnlose Beiträge in sozialen Medien an – und gibt Tipps, wie man sie vermeidet.

12.08.2011

Sorgenkind Journalismus
Die Journalistik an der Hamburg Media School leidet unter geringer Studentenzahl und mangelnder Konkurrenzfähigkeit. Jetzt soll ein sogenanntes Master-Volontariat helfen, wie abendblatt.de berichtet.

"Wer schreibt, der kommt"
Wie freie Journalisten in Verhandlungen mit den Gruner+Jahr Wirtschaftsmedien einige Vertragsänderungen erreichen konnten, steht auf freischreiber.de.

Kein "Al Jazeera's moment"
Philip di Salvo schreibt auf de.ejo-online.eu, dass der Sender Al-Jazeera seine Popularität in den USA trotz seiner Ägypten-Berichterstattung nicht steigern konnte.

10.08.2011

Deutschland als BBC-Testballon
Mit seinem iPlayer verkauft die BBC Onlinevideos auch hierzulande. Warum deutsche TV-Sender das Angebot bislang nicht fürchten, schreiben Bernhard Hübner und Titus Kroder auf ftd.de.

"Kämpfen um den Sinn der Arbeit"
Warum es beim derzeitigen Dauerstreik der Journalisten nicht um Geld geht, erklärt der Kolumnist Joe Bauer auf kontextwochenzeitung.de.

"Ich bin die Dresdner Morgenpost"
Drei Studenten lassen auf flurfunk-dresden.de die Dresdner Morgenpost ihre Existenz begründen.

09.08.2011

"Das Gebrüll ist mir lästig"
Arno Frank geht die Finanzkrisenberichterstattung "meilenweit am Arsch vorbei.
Mag sein, dass ich weit mehr zu verlieren habe, als ich denke. Ich denke aber eben einfach nicht daran, wenns recht ist." Mehr auf taz.de.

Offenes Visier oder Suspendierung
Im Interview mit wissen.dradio.de kritisiert Constanze Kurz vom CCC, dass Nutzer auf Google+ ihre Identität preisgeben müssen. "Pseudonyme und digitale Identitäten schützen vor Internetkriminalität."

Kein Stadioneintritt für Journalisten

Britische Zeitungen und Agenturen sind sich mit den englischen Profifußballligen uneinig über Akkreditierungsauflagen. Wie die Zeitungen darauf reagieren, beschreibt Raphael Honigstein auf sueddeutsche.de.

08.08.2011

"Mit missionarischem Eifer den Daumen gesenkt"
Christian Jakubetz schreibt in seinem Blog über ungewöhnliche Erfahrungen in der Wired-Redaktion. "Keine Ahnung, wann ich es mir das letzte Mal erlauben konnte, ungefähr die Hälfte meiner Gesprächsnotizen schlichtweg wieder wegzuwerfen."

"It's about spreading good journalism practice"
Obwohl es keinen Hinweis auf einen Medienskandal von britischem Ausmaß gibt, möchte der Presserat in Rupert Murdochs Geburtsland Australien neue Standards im Journalismus festlegen. Mehr auf guardian.co.uk.

"Ein Skandal und kein Ende"
Der Murdoch-Skandal ist durch die Beschuldigung von Piers Morgan wohl auch in den USA angekommen, schreibt Sebastian Moll auf fr-online.de. "Die Indizienlast ist erdrückend."

05.08.2011

"Aber am Geld sollte es nicht scheitern" ...
... ist ein Satz, den ein Fotograf niemals zu seinem Kunden sagen soll, meint der Fotograf Michael Kirchner auf fotografr.de. "Kostengünstige Arbeit fällt meistens unter die Rubrik 'Dummheit'."

Abgesang
Stephan Russ-Mohl meint, dass die Zeit der Tycoons Silvio Berlusconi und Rupert Murdoch abgelaufen sei. Wer die neuen Hauptdarsteller der Medienbranche sein könnten, steht auf de.ejo-online.eu.

"Das ist zwar falsch, rettet aber die innere Logik"
Stefan Niggemeier zeigt in seinem Blog, wie ein "hanebüchenes Artikelimitat" auf welt.de über die Firma Meteomedia von drei anderen "Qualitätsmedien" gekauft wurde – und das offenbar nicht unbesehen.

04.08.2011

"Wie Putzerfische am Hai"
Alexander Dill führt in einer "Selbstanklage" sechs Kardinalfehler von journalistischen Kritikern auf. "Wir fördern die Doppelmoral, verstärken das Misstrauen und verschweigen das Gute". Mehr auf heise.de.

"Türken und Russen sind außen vor"

Haben Türken in Deutschland die Sarrazin-Debatte in den deutschen Medien mitbekommen? Nein, meint Andreas Maisch auf tagesspiegel.de. "Muttersprachliche Medien sind bei Ihnen erste Wahl".

Volontariat auf beiden Seiten

Die Neue Züricher Zeitung und Economiesuisse kooperieren in der Volontariatsausbildung: Nach sechs Monaten Wirtschaftsredaktion geht es in die PR-Abteilung des Schweizer Wirtschaftsdachverbands. Ob das gut gehen kann, steht auf medienwoche.ch.

03.08.2011

Ein erster Erfolg
Dass ein Fortschritt in den Tarifverhandlungen noch kein Tarifabschluss ist, weiß der DJV. Auf seiner Website berichtet er über die Ergebnisse der gestrigen Gespräche.

"Blogs sind weniger soziale Knoten im Netz und mehr Lieferanten für Inhalte"
In seinem Blog beklagt Matthias Schwenk, dass die Blog-Debatte in Deutschland verschwunden sei. Als Gründe nennt er die Veränderung von Kommunikation und Vernetzung durch soziale Medien – und die veraltete Software von Blogs.

Lesen als Mindestvoraussetzung
Christian Wolf empört sich auf basicthinking.de, dass selbst qualitativ hochwertige Medien Agenturinhalte abdrucken, ohne PR-Gehalt und Fehler zu überprüfen. "Das ist gefährlich und unverantwortlich."

02.08.2011

"Noch weniger ist für uns nicht hinnehmbar"
Weitere Tarifstreiks von DJV und ver.di finden heute in Hamburg statt. Die Streikenden sind sich laut tagesschau.de einig: Tarifkürzungen sind für sie keine Option.

Gleiche Ressorts, mehr Möglichkeiten
Die Drehscheibe erscheint künftig in geänderter Optik, um noch „flexibler und lesefreundlicher“ zu sein. Mehr zum Relaunch auf drehscheibe.org.

Von wegen Zeitungssterben
Die Torgauer Zeitung berichtet auf ihrer Website, dass immer noch mehr als zwei Drittel aller Deutschen eine Tageszeitung lesen. Angeblich spielt das Einkommen dabei eine wesentliche Rolle.

01.08.2011

"Denen fällt nur noch mehr Überwachungsstaat ein"
Die Presse neigt bei der Berichterstattung über irren Terrorismus anscheinend vermehrt zu wirrem Journalismus, wie Gerfried Sperl auf derstandard.at befindet.

Skype auf Sendung!
Skype kann als journalistisches Tool angeblich sehr nützlich sein, doch Werbung innerhalb von Gesprächen würde den Kommunikationsdienst unbrauchbar machen. Mehr dazu im Blog von Daniel Fiene.

20.000 Jahresabos
Alexander Olma schreibt auf iphoneblog.de, wie The New Yorker und die New York Times trotz Bezahlschranke im Internet Erfolg haben.

Viavision
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