Wir haben heute gelesen – Archiv

23.12.2011

"Social Media heißen zu Recht so" ...
... schreibt Mathew Ingram auf gigaom.com – und zeigt anhand einer Studie, dass journalistische Funktionen künftig von jedermann übernommen werden können.

Weil immer mehr Journalisten twittern ...
... hatte Dorin Popa in seinem Blog die Idee, eine Liste zu erstellen, die deutsche Journalisten nach der Anzahl ihrer Follower geordnet zeigt.

Ein nachhaltiges Geschenk ...

... hat sich Konstantin Neven DuMont mit seinem Portal evidero.de laut Steffen Grimberg unter den Weihnachtsbaum gelegt – "und es allen bewiesen, die meinten, nach seinem Ausstieg aus Väterchens Verlag kriege er nichts mehr hin."

22.12.2011

"Wir dürfen nicht in den Geruch der Zensur kommen"
CDU-Medienpolitiker Johannes Beermann fordert im Interview auf focus.de mehr Effizienzkontrolle für ARD und ZDF, weniger Doppelübertragungen und Stars auf dem Bildschirm.

Mehr Übergriffe
Wie Reporter ohne Grenzen berichtet, wurden 2011 66 Journalisten getötet. Wie viele inhaftiert wurden und inwiefern auch andere Medienschaffende betroffen sind, steht auf reporter-ohne-grenzen.de.

Wiederkehrende Witzthemen
Ricarda Breyton bescheinigt Harald Schmidt eine hohe Recyclingfähigkeit: "Ab Januar gibt es drei Sendungen pro Woche. Mal sehen, ob dann immer noch Christian Wulff das beherrschende Thema ist."

21.12.2011

Kann ich dir trauen?
Robert Hernandez hebt auf niemanlab.org einen Faktor des Zukunftsjournalismus hervor: "Wenn die Glaubwürdigkeit stimmt, ist es mir egal, ob der Journalist in einem Newsroom oder in seiner Garage sitzt."

"Bitte deine Freunde, eine Diskussion zu entfachen"
Wer gern schreibt, sollte sich auch gut promoten, meint das International Journalists' Network auf mashable.com und gibt fünf Tipps zum Verbreiten und Vermarkten von Texten in sozialen Medien.

Die Frage nach den rechten Dingen
Der Medienwissenschaftler Wolfgang Donsbach erklärt im Interview mit Nana Brink auf dradio.de, dass die Wulff-Affäre keine Medienkampagne ist – und warum Journalisten letztendlich den Fall entscheiden werden.

20.12.2011

Neue digitale Zeitungen
Die meisten kooperieren mit Verlagen: Wie Webdienste allmählich das Versprechen einer personalisierten Zeitung einlösen, beschreibt Peter Claus Lamprecht auf blog.zdf.de.

Schluss mit ZDFkultur und Einsplus
Auf handelsblatt.com berichtet Hans-Peter Siebenhaar, wie Kurt Beck in ungewöhnlich scharfem Ton ARD und ZDF kritisiert – und sie zum Sparen auffordert.

Madsacks PR-Sprech

Thomas Knüwer wünscht sich in seinem Blog endlich "einen Verlagsmanager, der sagt: 'Tageszeitungen werden nicht überleben, wir müssen zusehen, dass die Verlage das überstehen.'"

19.12.2011

"Keine Heroisierung und Romantisierung"
derstandard.at berichtet, wie der Kriseninterventionsexperte Claudius Stein für eine enttabuisierende Berichterstattung über Suizide plädiert. Aufmerksamkeitserhöhende Texte und die Veröffentlichung von Fotos und Abschiedsbriefen seien strikt abzulehnen.

Der Sieger ist Nebensache
Alexander Krei auf dwdl.de über Castingshows: "Mit der Entscheidung, Bruce Darnell in die DSDS-Jury zu holen, hat RTL bewiesen, dass es dort nicht mehr um Musik, geschweige denn um Talent geht."

"Rare Sammlerstücke für abgedrehte Nostalgiker"
Laut Sebastian Grundke scrollen und klicken Leser heute, anstatt in Zeitungen zu blättern. Zeit für ihn, sich von dem "sterbenden Medium ein für alle Mal zu verabschieden".

16.12.2011

Realität verzerrt
Stefan Niggemeier zeigt auf spiegel.de, dass Scripted-Reality-Formate gerade von Kindern für real gehalten werden – und wie sich RTL aus der Verantwortung zieht.

"Hat sich wohl nicht vermeiden lassen"
Matthias Dell verabschiedet auf freitag.de den DLF-Sportjournalisten Herbert Fischer-Solms mit einem Lob: "Er verkörperte einen Sportjournalismus, der ein Bewusstsein für die zunehmende Kommerzialisierung hat."

Einer ragt heraus
Ronnie Grob spricht auf medienwoche.de Roger Schawinski seinen Dank aus. "Seine Arbeit in der Ausbildung hat er auf eigenes Risiko durchgeführt – und das ohne Studiengebühren oder Subventionen zu kassieren."

15.12.2011

Tribunal statt Trauerfeier
Bei der Gedenkfeier für die Autorin Christa Wolf schimpfte Günter Grass auf "West-Journalisten" wie Frank Schirrmacher und Ulrich Greiner, die Wolf "hingerichtet" hätten. Heimo Schwilk widerspricht auf welt.de.

"Freiheit ist besser als Unfreiheit"
Wie sich im russischen TV-Sender Telekanal Doschd junge Leute zusammenfinden, um der Opposition im Land eine Stimme zu geben, beschreibt Moritz Gathmann auf tagesspiegel.de.

Ständiger Besitzerwechsel
Wie das Schweizer Fernsehen berichtet, geht die Basler Zeitung nun doch nicht in den Besitz des rechtsliberalen Blocher-Clans, sondern bereits zum zweiten Mal an Tito Tettamanti.

14.12.2011

Systemveränderer
Auf wallblog.co.uk bricht Mark Rock eine Lanze für Social Media im Journalismus. "Anstatt eines überflüssigen Zusatzes stellen soziale Medien eine Möglichkeit dar, ein Ereignis in seiner Gesamtheit abzubilden."

Nicht um jeden Preis
Der Autor im Blog Medienfilter beleuchtet die Berichterstattung über den Lüttich-Anschlag kritisch. "Auffällig ist, wie sich die seriösen Nachrichtenangebote gegenseitig mit Informationen regelrecht erschlagen."

Das falsche Tier
mediensalat.info erklärt, warum bild.de mit einer Meldung über angeblich gehäutete Hunde danebenlag.

13.12.2011

"Guter Journalismus hängt nicht vom Medium ab"
Der Journalist Ira Stoll erzählt im Interview auf memeburn.com, warum er News Transparency gegründet hat – ein Portal, in dem Leser die Arbeit von Journalisten beurteilen können.

"Keine Emotionen!"
Von der Skriptanfertigung über die Moral bis zum Faktencheck: Medienberater und Journalist David Brewer gibt auf mediahelpingmedia.org Tipps für ein gelungenes Radionachrichtenskript.

Statusmeldungen, Links und Kommentare
Auf cinch.fm gibt Michael Hirschler vom Deutschen Journalisten-Verband Antwort auf die Frage, ob Social Media nur Klimbim sind – oder grundlegendes Handwerkszeug des künftigen Journalisten.

12.12.2011

"Wer wird Google fürs Radio sein?"
Anlässlich des zweijährigen Geburtstags von detektor.fm haben Robert Skuppin (Radioeins), Boris Lochthofen (Regiocast), Stefan Fischer (SZ) und die Bloggerin Mercedes Bunz über die Zukunft des Hörfunks diskutiert.

"Unterhaltsam sein, aber nicht albern!"
Das Auswärtige Amt hat Leitlinien für die Kommunikation des Hauses in sozialen Medien verfasst – und fordert die Mitarbeiter zur persönlichen Kommunikation per Du auf. Mehr auf theeuropean.de.

Themenwechsel
In seiner Kolumne auf prisma.de beschreibt Hans Hoff eine Albtraum-Erfahrung mit Straßenumfragen im Fernsehen.

09.12.2011

"Was rauchen die im Feuilleton der FAZ?"
Wolfgang Michal fragt sich angesichts von Artikeln gegen Systemrelevanz und Lob für Piraten und die Occupy-Bewegung, ob das hauseigene Feuilleton mit der konservativen FAZ-Kultur bricht.

"Lernt, damit kritisch umzugehen!"
stern.de-Redakteur Florian Güßgen antwortet auf die Social-Media-Kritik von Stern-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges.

Trendwechsel
Laut der neuen Studie "Arabellion im Abendland" hat sich die Berichterstattung über Islam verändert. Sie hat demnach deutlich zugenommen und ist positiver geprägt, schreibt Janis Brinkmann auf ejo-online.eu.

08.12.2011

Hamsterrad-Journalismus im Onlinezeitalter?
Lorenz Matzat stellt auf netzpolitik.org fest, dass es im Journalismus keiner Revolution, sondern einer Reformation bedarf – und findet die Debatte um das Trägermedium müßig.

Keine moralischen Bedenken?
Thomas Knüwer moniert, dass deutsche Onlinemedien Persönlichkeitsrechte missachten. "Wie kein Mensch die von Euren Fotografen geschossenen Bilder einfach so übernehmen dürfte, gilt dies auch für Bilder auf Facebook und anderen Seiten."

Kritische Berichterstattung hart verurteilt
Eine US-Bloggerin muss 2,5 Millionen Dollar Strafe zahlen – weil sie laut Gericht keine Journalistin ist. Mehr auf mashable.com.

07.12.2011

"Das Tablet schreit nach neuem Journalismus"
Christian Jakubetz beschreibt auf universal-code.de die Präsenz deutscher Printzeitungen auf Tablet-Computern – und kann "erste Strategien" erkennen.

"Seid nicht Plattform-agnostisch!"
Tom Rosenstiel, Leiter des gemeinnützigen Project for Excellence Journalism, sieht den Journalismus nicht mehr als "proaktive Kraft, die Mauern einreißt". Sein Tipp für die Verlage: "Nicht eine, sondern 10 Dinge ausprobieren und sich trauen, Fehler zu machen."

Der Lächerlichkeit preisgegeben
Die Medienwissenschaftlerin Joan Kristin Bleicher kritisiert im Interview mit Frontal21 auf zdf.de Demütigungen in Scripted-Reality-Formaten – und erklärt, warum Menschen sich solche Sendungen ansehen.

06.12.2011

Beliebigkeit und schlechte Quoten
Maischberger als herausragende Gastgeberin und Plasberg als konfrontativer Polit-Talker? Das war einmal, meint Ulrike Simon auf berliner-zeitung.de – und zieht Bilanz über die ARD-Talkshowflut.

Noch so ein Netzverein
Jürgen Vielmeier fragt auf basicthinking.de, ob der neugegründete Verein D64 bei dem Versuch, den Deutschen die Angst vor dem Netz zu nehmen, konstruktiver sein wird als die Bürgerrechtsorganisation Digitale Gesellschaft.

Schluss mit Buske
Warum "Freunde der Meinungsfreiheit" aber nicht zu früh jubeln sollten, dass Richter Andreas Buske die Hamburger Pressekammer verlässt, schreibt Markus Kompa auf kanzleikompa.de.

05.12.2011

"Ich hatte aufgehört zu lernen"
Der ehemalige Chefredakteur des Independent, Simon Kelner, hat die Non-Profit-Organisation Journalism Foundation gegründet, um unabhängigen Journalismus in der Welt zu fördern. Mehr auf guardian.co.uk.

"An das Berufsbild des Fernsehdirektors werden wir uns zurückerinnern
wie an die Programmansager in den 70ern"

In seinem Blog prophezeit Richard Gutjahr den Untergang des linearen Fernsehens – und zeigt, wie sich "das Fernsehen in Zukunft anfühlen könnte".

Die Hoffnung stirbt zuletzt
Hans-Peter Siebenhaar und Holger Alich erklären auf handelsblatt.com, wieso der Niedergang des zweitgrößten französischen Wirtschaftsblatts La Tribune exemplarisch ist für das Zeitungssterben im Land.

02.12.2011

Von Di zu Zu
Ralf Wiegand rätselt auf sueddeutsche.de darüber, ob die Zeit mit ihrem Interview dem Ex-Minister zu Guttenberg zur Kanzlerkandidatur verhelfen will – oder ihm lediglich eine Gefälligkeit erwies.

Pierre M. Krause und die Dramatisierungsabteilung von RTL
In seinem Blog auf prisma.de lobt Hans Hoff die Mediensatiren des SWR3-Moderators. "Er zeigt, wie man ein Ereignis, das keines ist, zur ganz großen Nummer aufblasen kann."

"Titten – und nicht Busen"
Antje Hildebrandt beschreibt auf ksta.de, wie Politiker die Bloßstellung von Menschen in Scipted-Reality-Shows bisher weitgehend ignorieren.

01.12.2011

Kein Druck auf Ungarn
Die medienpolitischen Sprecher von SPD und Bündnis 90/Die Grünen bedauern die Ablehnung eines Antrags zur Situation der Pressefreheit in Ungarn. Auch der Deutsche Journalisten-Verband fordert nach wie vor eine Änderung des Mediengesetzes: Hier geht's zur Onlinepetition.

Harte Gesichtszüge sind keine harten Fakten
Michael Angele fragt auf freitag.de angesichts der "Guttenberg-di-Lorenzo-Farce", was Realsatire eigentlich alles darf.

Pulitzerpreis goes online
Laut huffingtonpost.com werden 2012 Bewerbungen für den Pulitzerpreis nur noch auf digitalem Weg entgegengenommen. Damit wird der "wachsenden Bedeutung von Nachrichtenwebsites und sozialen Medien" Rechnung getragen.

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