Wir haben heute gelesen – Archiv

30.03.2012

Ein unbequemer Bericht
In Österreich soll ein Pfarrer einen Journalisten aufgesucht und bedroht haben. Der Geistliche soll sich etwa darüber geärgert haben, den Text des Redakteurs nicht vorab zum Lesen bekommen zu haben, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

In der ersten Reihe
Was Journalisten, die in die PR wechseln, nicht unterschätzen sollten: "Man verkauft kein Produkt, sondern vertritt eine Lebenseinstellung", sagt CDU-Hessen-Sprecher Christoph Weirich – einst Fernsehdirektor beim HR – im Interview mit prmagazin.de.

"Wir glauben, es hackt"
51 Hacker haben auf den offenen Brief der 51 Tatort-Autoren reagiert: "Wir sollten mal mit unseren Kulturpolitikern reden, meint Ihr. Was für eine tolle Idee, als laberten wir denen nicht schon Blumenkohl ans Ohr seit einem Jahrzehnt", heißt es auf der Website des Chaos Computer Clubs.

29.03.2012

"Wir schrumpfen uns im Grunde wieder zurück"
Alfred Neven DuMont, seit fast 60 Jahren Verleger, wird heute 85. Zum Geburtstag räumt ihm seine Express-Redaktion Platz für ein Interview ein.

Kategorie Höllenkreis
Filmstar Juliette Binoche erklärt einer Gruppe Berliner Journalisten, wie das so sei mit den Parallelen zwischen Prostitution und Schauspielerei und Journalismus. Welt-Autorin Cosima Lutz war dabei.

Wohin steuert der Beruf des Journalisten?
Das wollten Leif Kramp und Stephan Weichert von 1.115 Experten wissen. In zwei Wochen stellen sie den Innovationsreport Journalismus der Presse vor. Wir haben vorab in die Digitalausgabe geschaut, die es hier (PDF) zum Download gibt.

28.03.2012

"Wir brauchen Journalisten mit unternehmerischer Ader"
Paul-Josef Raue, Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, macht auf journalismus-handbuch.de Vorschläge, wie man die Journalistenausbildung verändern sollte.

"Dramatische Änderungen in weniger als zwei Jahren"
US-Journalist Lewis Dvorkin benennt auf forbes.com neun Maßnahmen, mit denen das amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes das traditionelle Nachrichtengeschäft umgekrempelt hat.

"Zu Forschungszwecken gehackt"
News Corporation soll den Chipkarten-Code eines rivalisierenden Bezahlfernsehsenders geknackt, verbreitet und den Konkurrenten in den Bankrott getrieben haben, schreibt Ralf Sotscheck auf taz.de.

27.03.2012

"Beschreibung der Kabel und Laptops"
Vera Bunse kritisiert in ihrem Blog die TV-Berichterstattung über die Piratenpartei: "Die hilflosen Fragen und die schlechte Vorbereitung der Reportagen decken sich weitgehend mit der Herangehensweise der politisch Alteingesessenen."

Wichtigste Ausstellung zu Kunst und Medien?
Die Bild-Zeitung präsentiert in Berlin die Kunstschau "Art and Press. Kunst.Wahrheit.Wirklichkeit". Inwiefern darin der Hang der Presse zu Sensationen und zum Reißerischen hinterfragt wird, schreibt Ingeborg Wiensowski auf spiegel.de.

"Wachsende kritische Einstellung als Fortschritt"

NZZ-Kolumnist Rainer Stadler würde die Abschaffung von Presserabatten begrüßen. Medienorganisationen sollten "alte Zöpfe abschneiden, die nur die Glaubwürdigkeit beeinträchtigen. Ein Journalist müsste bessere Gründe haben, einer Berufsorganisation beizutreten, als Rabatte zu ergattern".

26.03.2012

"Man kann sich auch hochbloggen"
Im Interview mit Carmen Calvani auf magda.de spricht Journalist Wolfgang Michal über Wechselwirkungen zwischen den klassischen Medien und der Netzöffentlichkeit.

Wasserdicht
Leseranwalt Anton Sahlender von der Main-Post erklärt, warum investigativer Journalismus mehr ist als nur "sich einmischen".

"Politisch zurückhaltendes Sonnenblatt"
Ronnie Grob portraitiert auf medienwoche.ch ein Ehepaar, das in Thailand ein deutschsprachiges Magazin für Touristen herausgibt.

23.03.2012

Rollentausch
Michael Angele auf freitag.de über die neue Arbeitsteilung in Talkshows: "Schlecht verdienende Politiker fühlen gut verdienenden Journalisten auf den Zahn. Umgekehrt sehen sich authentische Journalisten verpflichtet, verlogene Politiker zu identifizieren."

"Mit weniger fäkalem Stil"
Journalist Dirk von Gehlen antwortet Sven Regener nach dessen Wutanfall: "Ist Ihnen in den Sinn gekommen, dass diejenigen, die Sie beschimpfen genauso moralisch verkommen sind wie Sie damals beim Kassettenkopieren?"

Mehr als Schöner Wohnen

Ob Wohn- und Dekozeitschriften die neuen Modemagazine sind, untersucht Kathrin Hollmer auf jetzt.de. "Sie geben Einblicke in Wohnungen, die nicht medizinisch aufgeräumt aussehen, sondern echt."

22.03.2012

Plebejer unerwünscht
Großbürgerliches Elternhaus, habilitierter Vater, viel Geld: Rudolf Stumberger stellt auf heise.de eine Studie vor, die Eliten im Journalismus untersucht.

Nachruf auf eine Abmahnung
Auf rechtambild.de erklärt Medienrechtler Arno Lampmann, warum die Forderung der dapd an den Journalisten Jens Weinreich möglicherweise berechtigt war.

Kontext:Wochenzeitung sieht schwarz ...
... wenn bis zum 25. April die Zahl der Abos nicht auf 1000 steigt. Auf ihrer Website bittet die Redaktion deshalb um Unterstützung.

21.03.2012

Schmutzkampagne im Eurovision-Gastgeberland
Wie sich die aserbaidschanische Journalistin Khadija Ismayilova gegen Erpressungsversuche mit intimen Fotos und einem Sex-Video wehrt, beschreibt Friederike Grasshoff auf süddeutsche.de.

Bedroht Pinterest die Rechte von Urhebern?
Im Freienblog auf djv-online.de erklärt Michael Hirschler, warum das soziale Netzwerk Pinterest aus Sicht von Fotografen die Rechtsdoktrin Fair Use missbraucht.

"Innovativ ist das nicht"
Trotz erweiterter Funktionen kann Peter Stawowy auf flurfunk-dresden.de nicht nachvollziehen, dass die Sächsische Zeitung den Preis ihrer E-Paper-Ausgabe im April mehr als verdoppelt.

20.03.2012

"Die türkischen Medien sind in einem grauenhaften Zustand"
Im Interview mit Kal Strittmatter auf bazonline.ch spricht der aus dem Gefängnis entlassene türkische Journalist Ahmet Sik über die Pressefreiheit in seinem Land – und sagt, warum er im Knast Talkshows gesehen hat.

"Unser Team hat sich absolut nichts vorzuwerfen"
medienwoche.ch veröffentlicht ein Interview mit Ralph Grosse-Bley, Chefredakteur der Boulevardzeitung Blick. Darin nimmt er Stellung zur Veröffentlichung von Bildern toter Kinder.

"Er veröffentlicht nichts, was die Verzweiflung fördern könnte"
FAZ-Feuilletonist Jürg Altwegg berichtet über einen verlorengegangenen Leitartikel von Albert Camus, in dem er die Verantwortung und Freiheit von Journalisten reflektiert.

19.03.2012

"Gilt auch für Radio online first?"
Jürg Bachmann, Präsident des Verbands Schweizer Privatradios, meint auf radioszene.de, dass sich durch Social Media nicht das Radiogeschäft ändert, sondern das Marketing, das andere Schwerpunkte setzen muss.

"Zuerst gefühlig, dann losbrettern"
SZ-Journalist Michael Grill meint, dass die Chefjournalisten Deutschlands bei der Wahl des Bundespräsidenten nicht immer Chefniveau zeigten – und erklärt, warum Günther Jauch einen guten Job machte.

"Flirt mit dem Desaster"
Wie viel Ertrag werden Zeitungen im Jahr 2012 einbringen? Eine Prognose von Rick Edmonds auf poynter.org.

16.03.2012

"Twitter funktioniert nun mal umgangssprachlich"
Aus Sicht von RZ-Journalistin Rena Lehmann konnte Regierungssprecher und EX-ZDF-Mann Steffen Seibert mit seiner Twitter-Konferenz nicht überzeugen. Grund dafür sei sein zu strenger "sachlicher Duktus".

Warum Journalisten sich näher mit Comedy-Podcasts beschäftigen sollten ...
... schreibt Julia Barton auf niemanstoryboard.org: "Komiker sind sprachbegabt, beherrschen Storytelling und können unglaublich intensive Geschichten über Depression und Wiedergenesung erzählen."

"Nicht Propheten, aber Wegweiser"
TV-Produzent Stephan Lamby kritisiert auf vocer.org den Mangel an guten Dokus im öffentlich-rechtlichen TV. "Die Bedeutung des dokumentarischen Journalismus wird immer schwächer. Und somit das Argument, Dokumentationen auf den Bühnen zu zeigen, auf denen sich Sport und Unterhaltung immer breiter machen."

15.03.2012

Mitten ins Inferno
Zapp berichtet über Journalisten, die auch jenseits der Pressekonferenzen und Pressetouren der Atomindustrie zur Fukushima-Katastrophe recherchieren – und dafür viel riskieren.

Was darf man kopieren?
Pressearbeiter und Pirat Enno Lenze bloggt übers Leistungsschutzrecht. "Ein zusammenkopierter Blogpost eines SEO-Copywriters ist etwas anderes als eine sechs Monate recherchierte Story mit Fotos aus einem Kriegsgebiet."

Kalkofes Erbe

Im Interview auf dwdl.de gibt sich Grimme-Sieger Philipp Walulis gelassen: "Jetzt wo man den Grimme-Preis hat, kann man den größten kommerziellen Mist machen. Gäb es 9Live noch, ich könnt sogar da anfangen."

14.03.2012

Rollenwechsel
Nachwuchsjournalist Marcus Jänecke macht sich auf medien-mittweida.de Gedanken über die Zukunft des Kulturjournalismus. "Galt der Feuilletonist früher als Richter über das, was gute Kultur ausmachte, steht er heute als Gleicher unter Gleichen da."

Keinen Bock auf alte Marken
Rainer Stadler beschreibt auf nzz.ch, wie das Schweizer Fernsehen (SF) daran scheitert, junge Leute am frühen Abend vor den Fernseher zu locken.

Lokalfunker wollen mehr Gehalt
Vertreter der Journalisten-Gewerkschaften DJV und dju im Münsterland fordern 5,8 Prozent mehr Gehalt für Lokalfunker, die seit Jahren den Gehaltssteigerungen hinterherhinken. Mehr auf presseverein-muenster-muensterland.de.

13.03.2012

"Besonders frech und absurd"
Sportjournalist Jens Weinreich beschreibt in seinem Blog, wie dapd ihm mit einer Klage droht – mit Bezug auf Vergütungsregeln, die die Agentur wohl selbst nicht einhält.

Lesertäuschung
Warum man Anlagetipps von Zeitungen offenbar nicht trauen kann, zeigt Peter Mühlbauer anhand einiger Beispiele auf heise.de.

Der Lerchenberg der Zukunft
Welche Baustellen der scheidende ZDF-Intendant Markus Schächter seinem Nachfolger Thomas Bellut überlässt, schreibt Bernd Gäbler auf tagesspiegel.de.

12.03.2012

"Die Logik war noch im Wochenend-Kurzurlaub"
Medienblogger Lukas Heinser empfielt in seinem Blog der Bundeswehr, "bei einem Einsatz im eigenen Land die Stilblütenwiesen" von SZ-Redakteur Christopher Keil umzupflügen.

Verleumdung oder Tatsache?
Der Vorsitzende der gemäßigten linken Partei Griechenlands, Alexis Tsipras, verklagt die Bild-Zeitung auf eine Million Euro Schadenersatz. Mehr dazu auf taz.de.

"Ein bisschen Blut und Verwischtes"
TV-Kritiker Hans Hoff lobt auf prisma.de die neue Vox-Krimiserie Rizzoli & Iles, meint jedoch, die "schwerfällige" Entwicklung der Geschichten strapaziere die Geduld des Zuschauers.

09.03.2012

Daddelfunk?
Alan Posener geht das Deutschlandradio auf den Wecker. Er hält das Programm für Journalismus der 50er Jahre. "Man muss sich nur anhören, was die Kollegen vom BBC World Service liefern, um zu begreifen, was der Unterschied ist zwischen Qualitätsrundfunk und Daddelradio", schreibt Posener auf Welt Online.

Nase voll?
Kein Lust mehr auf Journalismus? Trübe Aussichten in der eigenen Redaktion? Im Livechat auf poynter.org diskutierten Journalisten heute Nacht Alternativen – die nicht immer in der PR liegen müssen.

Laie oder Journalist?
Der Blogger Mike Frison hat Informationen aus einem Zeitungsartikel übernommen – und wurde wie auch die Zeitung zu einer Unterlassungserklärung verdonnert. Zu Unrecht? Nur wer berufsmäßig publiziert, muss nämlich selbst gegenprüfen. Der Fall liegt jetzt beim Bundesverfassungsgericht, wie Florian Zerfaß für Spiegel Online aufgeschrieben hat.

08.03.2012

"651 Kilometer um den Teppich"
Vor rund einem Jahr wurde der BamS-Reporter Marcus Hellwig aus iranischer Haft entlassen. Ulrike Simon schreibt auf fr-online.de über die Strapazen seiner Zeit im Gefängnis.

"Alles kann irgendwie nützen, aber nichts ist unbedingt notwendig"
Am Beispiel von Polen stellt der italienische Journalist Francesco Conte auf ejc.net die Frage, was Journalismus heute eigentlich darstellt: "Aktivismus, Gewerbe oder Unterhaltung?"

"Wir wollen spüren, wo die Frauen fehlen"

bild.de gibt Einblick in die Arbeit der eigenen Redaktion, in der am heutigen Weltfrauentag keine Frauen arbeiten.

07.03.2012

"ZDF Neo als dankbarer Abnehmer"
Auf der Programmmesse Showcase verkauft die BBC ihre Produkte in die ganze Welt. Der Charme der Veranstaltung zeigt sich dabei "in ihrer Übersichtlichkeit". Mehr auf faz.net.

"Eigentum ist eine gesellschaftliche Übereinkunft"
Wolfgang Michal kritisiert auf carta.info die Kritiker des geistigen Eigentums. Sie hätten nicht begriffen, "dass es um das Wesen des geistigen Eigentums überhaupt nicht geht."

"Prominente Moderatoren machen noch kein eigenes Format"
Warum Leute wie Pocher und Gottschalk "zurecht" mit ihren Sendungen gescheitert sind, steht auf wuv.de.

06.03.2012

Grundeinkommen für Verleger?
Eine Art FAQ-Katalog rund um das Urheberschutz-Leistungsschutzrecht für Verlage haben Mirjam Hauck und Bastian Brinkmann im Digitalblog auf süddeutsche.de erstellt.

Verlustgeschäft
Warum Zeitungen in Amerika für jeden Dollar, den sie mit Online verdienen, sieben Dollar im Printbereich verlieren, steht auf poynter.org.

Bild ohne Frau
Laut focus.de diskutiert die Bild-Redaktion, am Weltfrauentag alle Redakteurinnen und Sekretärinnen freizustellen.

05.03.2012

Wo sind die Artikel?
Berliner Morgenpost und Welt berichteten über einen Kalender der Gewerkschaft der Polizei, der angeblich rassistische Bilder enthielt. Nun sind die Artikel gelöscht. Patrick Gensing macht sich auf publikative.org auf die Suche.

"Gebrochenes Sprecher-Monopol"
Gunnar Sohn behauptet auf theeuropean.de, dass soziale Medien den Einfluss klassischer Netzwerke – wie sie in elitären Kreisen existieren – mindern.

Gegen die Unzufriedenheit
Das Onlinemagazin Paroli, das heute startet, will sich mit innovativen Themen gegen schlechte Arbeitsbedingungen von Journalisten stellen. Mehr auf derstandard.at.

01.03.2012

"Das überlassen wir lieber dem Boulevard"
Andreas Weck kritisiert auf netzpiloten.de einen Artikel von Medienberater Thomas Knüwer. Man solle "mit Headlines wie Das Internet höhlt die Verfassung aus, glaubt Joachim Gauck nicht auf Dummfang gehen."

"Wenn mit der Todesanzeige die Abokündigung kommt"
Stefan Kuzmany verfasst auf spiegel.de ein Requiem für die Deister-Leine-Zeitung, die nach 126 Jahren den Betrieb eingestellt hat.

Weiterhin erfolgreich

Warum RTL aktuell und Co. der "Mutter" aller Nachrichtensendungen, der Tagesschau, auch langfristig nicht den Erfolg abgraben werden, erklärt Jan Freitag auf ksta.de.

Viavision
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