Wir haben heute gelesen – Archiv

31.05.2012

"Mit mindestens einem Thema dürften wir jeden Geschmack bedienen"
Im Interview auf netzpiloten.de erklärt Jungjournalist und Magazingründer Mark Heywinkel, warum er seine Zeitschrift Spielplatz nur online anbietet – und wie ihn Giovanni di Lorenzo bei der Wahl des Redaktionsstandorts beeinflusst hat.

"Was Journalisten wirklich machen"
US-Autor Jonathan Stray versucht sich auf niemanlab.org an einer Neubewertung der Arbeit von Journalisten. "Journalismus kann inner- und außerhalb von Newsrooms betrieben werden – sowohl von Profis als auch von Amateuren. Es hängt von den Interessen der User ab."

"Dann ist da immer noch das Fernsehen!"
TV-Kritikerin Klaudia Wick berichtet auf vocer.org über die Rolle des Fernsehens. "Bürger werden zu Zuschauern, wenn sie am Feierabend keine Konzentration mehr für die HBO-Serie auf DVD, keine Energie für Facebook, keine Botschaft für Twitter mehr übrig haben."

30.05.2012

"Hauptsache Ruhe"
SZ-Journalist Hans Hoff wundert sich, dass Monika Piel heute als WDR-Intendantin wiedergewählt werden soll. Schließlich ist "die Liste der Dinge, die Piel nicht hinbekommen hat, nicht ganz so kurz".

"Die Einbindung des Lesers ist eine Bereicherung"
Auf flurfunk-dresden.de berichten drei Studentinnen über ihren vierwöchigen Selbstversuch als Leserreporter in Dresden.

Business Punk macht Mode
In einer Kooperation mit dem gleichnamigen Münchner Modelabel wirkt die Redaktion des Gruner+Jahr-Titels Business Punk an einer Kleiderkollektion mit. Mehr auf wuv.de.

29.05.2012

(K)ein Aushängeschild für den Journalismus
Auf migazin.de empört sich Medienpädagogin Sabine Schiffer über die Preisträgerin des Springer-Ehrenpreises, Ayaan Hirsi Ali. Sie habe sich die Argumentation des Massenmörders Breivik zu eigen gemacht.

Antwort auf die Urheberrechtsfrage
In seinem Blog lobt Journalist Dirk von Gehlen die Idee eines Tatort-Autors in der Urheberrechtsdiskussion. "Jochen Greve macht einen sehr klugen Vorschlag, der auf der Einsicht basiert, dass das Kopieren im Netz kein Ausdruck moralischer Verfehlung, sondern grundlegendes Prinzip ist."

Paywalls als Übergangslösung
In seinem Blog auf guardian.co.uk schreibt Roy Greenslade, dass Journalistik-Studenten wenig Geld für Content auszugeben bereit sind – und zeigt, wie das mit Paywalls zusammenhängt.

25.05.2012

Datenjournalismus für Anfänger
Im Blog Datenlokal erklärt der freie Journalist Tobias Gillen den Begriff Open Data. "Im Kern geht es darum, dass der Journalist kostengünstig an Daten kommt und diese dank offener Lizenzen weiterverwenden, vermischen und publizieren darf."

Angriff auf die Pressefreiheit
Wie Teresa Havlicek auf taz.de berichtet, hat der niedersächsische CDU-Fraktionschef Björn Thümler verschnupft auf eine NDR-Wählerumfrage reagiert – und dem Sender Parteilichkeit vorgeworfen.

Erfolg für NRW-Lokalfunker
Nach zwei Verhandlungsrunden für einen neuen Gehaltstarifvertrag steht fest, dass Mitarbeiter der nordrhein-westfälischen Lokalfunkstationen von Juli an linear drei Prozent mehr Gehalt erhalten. Mehr auf djv-tarife.de.

24.05.2012

Undichte Medienprogramme
Medien-Apps, auch die von öffentlich-rechtlichen Sendern, leiten offenbar Nutzerdaten an App-Hersteller und Facebook weiter – ohne Einwilligung der Nutzer. Mehr auf ndr.de.

"Wiedergutmachungsjournalismus"
Auf cjr.org erzählt Curtis Brainard, wie der US-Journalist Gabriel Arana die Studie eines Psychiaters über die Therapie sexueller Orientierung widerlegte.

"Wir haben das Interesse ein bisschen anders eingeschätzt"
Im Interview auf ksta.de erklärt ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber, warum der Eurovision Song Contest auch politisch ist – und warum die Einschaltquote des deutschen Vorentscheids unbefriedigend war.

23.05.2012

Neues Guardian-Tool für Onlinejournalisten
Journalistin Sarah Marshall stellt auf journalism.co.uk ein neues Online-Tool für offene journalistische Projekte vor: Das Guardian-Projekt notice.org bietet Lösungen etwa für Crowdmapping, Liveblogging und Mobile Publishing.

Nachrichtenfaktoren erhöhen Teilnahme
Eine Studie der Universität Zürich zeigt, dass sich journalistische Nachrichtenkriterien auf die Partizipation von Nutzern in Kommentarspalten auswirken. Mehr auf ejo-online.eu.

Scientainment zwischen Wissenschaftlichkeit und Spaß
Medienwissenschaftlerin Edda Humprecht erkärt auf vocer.org, warum Wissenschaftler sich zunehmend vom Elfenbeinturm herab ins Rampenlicht von Bild, Hart aber Fair und Co. begeben.

22.05.2012

Und wann kommt die Paywall?
Die Neue Zürcher Zeitung stellt ihren neuen Online-Auftritt als Beta-Version vor. Heute Abend folgt das Webpaper.

Wie man Namen richtig schreibt ...
Mallary Jean Tenore erklärt auf poynter.org, warum falsch geschriebene Namen für Journalisten peinlich sind. "Unser Name ist Teil unserer Identität, und wir sind gekränkt, wenn Leute sich nicht die Zeit nehmen, ihn korrekt zu schreiben."

Im Fernsehen nichts Neues
Auf handelsblatt.com schreibt Hans-Peter Siebenhaar, warum RTL nach dem Aus von US-Serien wie Dr. House und CSI Miami ein Problem hat.

21.05.2012

Rumänische Journalisten rebellieren
Junge Journalisten in Rumänien gründen eigene Redaktionen, um eine Alternative zu von Oligarchen kontrollierten Medienkonzernen zu schaffen. Mehr von Annett Müller auf dradio.de.

"Ponaders Unbürgerlichkeit"
In seinem Blog schreibt Autor Malte Welding, warum Politiker der Piratenpartei in Talkshows gut aussehen – und warum eine Vielzahl deutscher Journalisten davon genervt ist.

"Auf dem Weg zu Verstand zwei Punkt null"
TV-Kritiker Hans Hoff träumt auf prisma.de von einer Software, die Til Schweiger aus seinen Filmen und "Christine Neubauer aus dem Degeto-Schmus-Schmachtschinken entfernen würde".

18.05.2012

"Anekdoten, Zitate, Absurditäten"
Im Blog Deadline auf bazonline.ch zeigt Constantin Seibt, mit welchen Texteinstiegen man Leser bei der Stange hält – vor allem bei komplexen Themen.

"Wir sind gar nicht schwul"
In seinem Blog regt sich Medienjournalist Stefan Niggemeier darüber auf, dass die Europäische Rundfunkunion (EBU) der Schwulenfeindlichkeit rund um den Eurovision Song Contest nicht entgegentritt.

"Notwendiger Wechsel"
Auf designtagebuch.de findet Autor Achim Schaffrinna den Relaunch von autobild.de gelungen. "Die Navigationsleiste erscheint nun in schwarz mit weißer Typo. Der Aufbau gewinnt dadurch an Klarheit, die Bedeutung der Navigation wird unterstrichen."

16.05.2012

(K)ein Thema für freie Journalisten
Im Freienblog des DJV informiert Michael Hirschler vom Deutschen Journalisten-Verband, inwiefern freie Journalisten von einer neuen Rentenversicherungspflicht für Selbstständige betroffen sind.

"Journalismus braucht Haltung – Mehr Mut zur Meinung"
Auf netzpolitik.org formuliert Internetexperte Markus Beckedahl subjektive Ansprüche zum "neuen Journalismus aus Nutzersicht".

"Gewaltig einen an der Waffel"
Auf mediensalat.info dokumentiert Blogger Ralf Marder, wie Bild Online drei Versuche brauchte, um Personenfotos mit den passenden Namen zu versehen.

15.05.2012

"Ein hochwohllöblicher Versuch"
Focus-Online-Redakteur Andreas Laux sieht in der Rundshow gute Ansätze für die Verbindung von Netz und TV, fragt sich aber, ob es Sinn macht, bei Netzdiskussionen "mit der Kamera draufzuhalten".

"Sinnloser als Qualität"
Im Interview mit Felix Dachsel auf taz.de verrät die Ex-Jurorin des Nannen-Preises Elke Heidenreich, warum sie gegen eine Frauenquote in der Jury ist – und dennoch bedauert, dass keine Frau ausgezeichnet wurde.

"Endlose Nebensätze kommen nicht mehr an"
Das Ende der ZDF-Sendung Das Philosophische Quartett kam zu Recht, wie Dirk Pilz auf berliner-zeitung.de meint. "Philosophen, die zur Versicherung ihrer eigenen Existenz das Umhauen der Gegenspieler brauchen", seien im TV nicht mehr en vogue.

14.05.2012

Zahlen schnell sichtbar machen
Auf datenjournalist.de bewertet Datenjournalist Lorenz Matzat ein Visualisierungs-Tool von Google Fusion Tables. Am Beispiel der Spiegel-Auflagezahlen demonstriert er die neue Liniendiagramm-Funktion.

"Die Institutionen haben niemals die Schwächeren geschützt"
Im Interview mit Sandra Weiss auf tagesspiegel.de erklärt der mexikanische Menschenrechtler Mario Patrón, warum Journalisten in seinem Land staatliche Schutzmaßnahmen nicht annehmen.

"Social TV bleibt vorerst experimentell"
Am heutigen Montag startet im BR das Social-TV-Experiment Rundshow von Journalist und Blogger Richard Gutjahr. Sabine Bürger hat sich das Projekt auf standard.at näher angesehen.

11.05.2012

"Die neuen, alten Herrscher über die Inhalte"
Journalist Michael Stepper erörtert auf philibuster.de die Relevanz von Blogs. Sein Fazit: Selbst beim einstigen Blogaggregator Rivva drängen sich die Onlineableger der Mainstreammedien in den Vordergrund.

Streitpunkt Urheberrecht
Laut faz.net findet die Aktion Wir sind die Urheber immer mehr Zustimmung. Der Koordinator der Aktion, Matthias Landwehr, sagte demnach, dass sich mittlerweile auch Künstler engagierten, die noch nicht von ihrer Arbeit leben können.

Ausgezeichnete Bilder des AP-Bildchefs in Vietnam
Zum Tod des deutschen Kriegsfotografen und zweifachen Pulitzer-Preisträgers Horst Faas zeigt Spiegel Online eine Auswahl seiner berühmtesten Bilder.

10.05.2012

Mehr als auf Papier
Daniel Bröckerhoff analysiert in einem Zapp-Beitrag die Rückständigkeit des Onlinejournalismus in Deutschland. Im selben Beitrag kritisiert Medienberater Thomas Knüwer die Einstellung einiger Journalisten scharf.

Einsame Idealisten

Hans Hoff bricht auf prisma.de eine Lanze für Dokumentarfilmer. "Gäbe es keine Menschen, die als Autor, Cutter und Produzent in einer Person ihr letztes Hemd für Dokus geben, müsste man im Fernsehen wahrscheinlich ausschließlich auf Krokodile-fressen-Gnus-Filme zurückgreifen."

ZDF-Korrespondenten auf Twitter
Auf Youtube zeigt das ZDF, wie Hauptstadtkorrespondenten in der Redaktionskonferenz gleichzeitig zuhören und twittern. Redakteurin Sonja Schünemann: "Ich kann kann ganz schnell live berichten – und kann mit allen, die was zu sagen haben, über eine Sache diskutieren."

09.05.2012

"Wer linke Politik betreibt, wird ignoriert"
Nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland kritisiert Jens Berger auf nachdenkseiten.de die Medien. Eine Berichterstattung, die "die Interessen der Finanzmärkte als Souverän akzeptiert", respektiere nicht das Volk als Souverän.

Verhaltensauffällige willkommen!
Auf nzz.ch kommentiert Kolumnist Rainer Stadler ein Presseratsurteil. "Medien gebärden sich von Zeit zu Zeit auch wie Trolls. Dennoch sollten sie deswegen nicht gleich von der Öffentlichkeit ausgesperrt werden."

Pest oder Cholera?
KStA-Korrespondent Sebastian Moll fragt sich, ob es positiv ist, wenn US-Unternehmer Zeitungen kaufen und Inhalte beeinflussen – anstatt diese Zeitungen sterben zu lassen.

08.05.2012

"Twitter, Hitler und die Transparenz"
Ein FAZ-Artikel bringt einen unangemessenen Hitler-Vergleich. Während die Redaktion den Fehler eingesteht, werden die Leser "vergleichsweise ratlos" zurückgelassen. Mehr auf dirkvongehlen.de.

"Wir verwalten Wiederholungen"
dwdl-Autor Alexander Krei hat ZDF Info unter die Lupe genommen. Sein Fazit: Der Sender ist alles andere als ein Nachrichtenkanal.

Warum Bild den Nannen-Preis wohl nicht gewinnt
Auf fr-online.de zeigt Ulrike Simon, dass die Rechercheleistung des Boulevardblatts wohl keiner Auszeichnung würdig ist.

07.05.2012

Wenn der Messias auf der iPad-Messe zu Apple-Jüngern spricht ...
Auf message-online.com stellt Jonas Wixforth eine Studie vor, die zeigt, wie distanzlos Journalisten zum Kultstatus der Marke Apple beitragen.

"Nette Erzählungen ohne irgendwas Neues"
In seinem Blog rät Journalist Christian Jakubetz dem Spiegel zu mehr starken Geschichten: "Altbekanntes über Facebook, da bin ich mir sicher, wird eure Auflage nicht erhöhen. Nicht mal dann, wenn ihr Spiegel Online auf der Stelle zusperrt.“

Wann ist Autorisierung angemessen?
Medienrechtler Tobias Gostomzyk gibt auf medien-monitor.com Tipps, wie Journalisten mit Autorisierungswünschen von Interviewpartnern umgehen sollten.

04.05.2012

Journalistische Online-Startups haben's schwer
Laut einer Studie der Universität Oxford sind nur zwei von neun untersuchten Websites profitabel. Mehr dazu von Tina Bettels auf ejo-online.eu.

"Ein bemerkenswerter Schritt"
Auf designtagebuch.de rezensiert Achim Schaffrinna das relaunchte Portal zdf.de: Positiv bewertet er die Filterfunktionalität und das Bündeln der zur Senderfamilie gehörenden Marken auf einer Website. Doch es gibt auch Kritikpunkte.

Das Gesicht des Menschen
Das Pressehaus von Gruner+Jahr zeigt ab heute ausgewählte Bilder des Wettbewerbs World Press Photo 2012, darunter das Siegerbild des New-York-Times-Fotografen Samuel Aranda. Mehr auf tagesschau.de.

03.05.2012

Andrack irrte
Laut SZ-Autor Hans Hoff ist Harald Schmidts Wechsel zu Sky die "Beschreitung eines bereits 1992 eingeschlagenen Weges": die "konsequente Abnabelung von jeglicher Rücksicht auf den Publikumsgeschmack".

"Dass es so schlimm ist, hatte ich nicht vermutet"

Zapp-Autorin Sugárka Sielaff, Gewinnerin des Alternativen Medienpreises, äußert sich im Interview auf ndr.de über ihre Recherche zu Rollenklischees in deutschen TV-Sendungen.

Was wäre gewesen, wenn ...
... Gottschalk, Pocher und Kerner bei ihren alten Sendern geblieben wären? Medienjournalist Peer Schader gibt Antwort im Fernsehblog auf faz.de.

02.05.2012

"Macht Arbeiten glücklich?"
Auf spiegel.de schreibt Louisa Thomas über Aussteiger aus der Medienbranche – darunter ein Ex-ZDF-Redakteur, der heute als Politik-Netzwerker glücklich ist.

"Eklig, anonym und feige"
Wie Sandra Dassler auf pnn.de berichtet, wurde das Redaktionsgebäude der Lausitzer Rundschau Ziel von rechtsradikalen Angriffen.

"Reflexe aus den 1960er Jahren"
Laut Heise-Autor Peter Mühlbauer sind ZDF, Spiegel und Co. nicht zwingend glaubwürdiger als Bild. "Einem dieser Medien mehr Glauben zu schenken als dem anderen und deshalb auf Quellenkritik zu verzichten, wäre eine Unterwerfung."

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