Wir haben heute gelesen – Archiv

29.06.2012

Mehr Nachrichten über Social Media
Auf seiner Website veranschaulicht US-Netzberater Roy Morejon den Aufstieg sozialer Medien als Nachrichtenquelle. "Die erste Person, die über den Angriff auf Osama bin Laden twitterte, war ein Nachbar, der sich über den Lärm beschwerte."

Kritik am Geriatrie-TV
Medienkritiker Christof Moser fordert auf medienspiegel.ch mehr junge Gäste in TV-Talks. "Babyboomer zwischen 40 und 50 müssten Platz machen für die Jungen. Es geht darum, im öffentlichen Diskurs Generationengerechtigkeit herzustellen."

"Warum Dokus wichtig sind ..."
Eine Studie des Reuters Institute for the Study of Journalism gibt Tipps zur Rettung des angeblich bedrohten journalistischen Genres Dokumentarfilm. Mehr von Tina Bettels auf ejo-online.eu.

28.06.2012

"Wir erfinden die Regionalzeitung neu"
Im Interview mit Steffen Grimberg auf taz.de verteidigt der Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Paul-Josef Raue, seine Umbaupläne für die Redaktion nach angelsächsischem Vorbild.

Fünf Gründe gegen hyperlokalen Journalismus
Auf niemanlab.org erklärt US-Journalistin Adrienne LaFrance, warum sich die New York Times aus dem hyperlokalen Journalismus zurückzieht – und schreibt, welche Lehren das Blatt daraus offenbar zieht.

"Die New York Times hat mich umgebracht"
Der Cousin des verstorbenen New-York-Times-Reporters und Pulitzer-Preisträgers Anthony Shadid beschuldigt die Zeitung, den Tod des Journalisten verschuldet zu haben. Mehr von Felicitas Kock auf sz.de.

27.06.2012

"Die guten Ideen sind erstaunlich oft das Gegenteil der verbreiteten Ideen"
Im Deadline-Blog auf bazonline.ch erklärt der Journalist Constantin Seibt, warum es sich wohl für jeden Journalisten lohnt, alle Regeln, Praktiken und Tabus seines Standes genau zu studieren.

"Zuckt es bei Ihnen auch nachts?"
Im EM-Blog auf spiegel.de sammelt Peter Ahrens die "drängendsten" Fragen von Journalisten bei DFB-Pressekonferenzen – und überlegt, ob man die selben Fragen auch Angela Merkel stellen könnte.

"Es ist leichter, ein korrupter Journalist zu sein"
Die Salzburger Nachrichten berichten auf ihrer Website, warum die mexikanische Journalistin und Buchautorin Ana Lilia Pérez nach Deutschland flieht.

26.06.2012

"Über das Schreiben zu schreiben, ist ein ganz anderes Schreiben"
Im Interview mit Ronnie Grob auf medienwoche.ch spricht der Schweizer Reporter und Kolumnist Constantin Seibt über fehlende Kreativität bei Journalisten, Medien als Unterhaltungsbusiness und den Unterschied zwischen deutschem und Schweizer Journalismus.

"Das heißt, Sie sind kein Journalist"

Julija Timoschenkos Tochter Jewginija zeigt im Interview mit Zeit-Redakteur Steffen Dobbert wenig Verständnis für kritische Nachfragen: "Sie haben keine Vorrecherche betrieben, Sie haben sich nicht mit den EU-Parlamentariern getroffen, die sich angeschaut haben, was mit meiner Mutter geschieht."

"Es gab gute Gründe, sich zu mokieren"
Auf nzz.ch plädiert der Verleger und Chefredakteur der Schaffhauser Nachrichten, Norbert Neininger-Schwarz, dafür, dass soziale Medien künftig wie Verlage für Inhalte haften.

25.06.2012

"Wenn ich verdiene, muss ich Steuern zahlen, wenn nicht, profitiere ich vom Sozialsystem"
Piraten-Politiker Johannes Ponader erklärt auf piratenpartei.de, warum er als Freiberufler Arbeitslosengeld II bezieht – und kritisiert die Medien für ihre Berichterstattung darüber.

"Schlechteste Schlagzeile des Jahres"
Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch ärgert sich auf scilogs.de über die RP-Headline "Männer ähneln Affen mehr als Frauen": "Es wird so getan, als ließen sich die quantitativen Unterschiede direkt vergleichen, also ohne zu berücksichtigen, dass sie qualitativ völlig unterschiedlich sein können."

"Auf die nächsten 100.000 Follower"

ZDF-Twitterer Michael Umlandt verrät in seinem Blog neue Details über seinen Aufstieg vom Betreiber eines Fake-ZDF-Twitter-Accounts zum Social-Media-Redakteur beim Mainzer Sender.

22.06.2012

"Von nichts kommt nichts"
Nachdem Dradio Wissen seinen Abschied von Google+ verkündet hat, kritisiert Blogger Philipp Steuer die Aktivitäten des Senders im sozialen Netzwerk. "DRadio Wissen ist nie nochmal aktiv geworden, falls Fragen seitens der User aufkamen. Ebenso wurden weder +1 verteilt oder auf eine andere Art mit den Lesern interagiert."

Automatisch, dynamisch, schnell
Computerprogramme können neuerdings vollautomatisch innerhalb weniger Sekunden Artikel verfassen, wie Christoph Behrens auf süddeutsche.de schreibt. Werden Journalisten künftig überflüssig?

"Infoschlacht an der Seine"
Auf stuttgarter-zeitung.de beschreibt Axel Veiel die Expansion der Nachrichtenagentur dapd. Nach dem Abwerben mehrerer AFP- und dpa-Mitarbeiter plant dapd nun die Einführung eines neuen Nachrichtendiensts in Frankreich.

21.06.2012

"Inhalte suchen sich ihre Zuschauer – nicht umgekehrt"
Carta-Autor Holm Friebe analysiert die Mediennutzung im "Long-Tail"-Zeitalter: "Wo das Fernsehen Push-Medium war und das Internet Pull-Medium verändert sich durch Facebook und Co. der Mediencharakter zu etwas Drittem: sozial kuratiertem Medienkonsum."

Alles Dummköpfe?
Der österreichische Journalist Robert Misik regt sich in seinem Blog über parteiliche Berichterstattung im ZDF auf. Kommentare in Berichten seien "nichts anderes als Propaganda. Und die hat in einem Nachrichtenbericht eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks nichts verloren."

"Regelmäßig veröffentlichen und Mehrwert bieten"
Auf deutsche-startups.de verrät der Unternehmer Thomas Klußmann, welche Fehler man im Umgang mit sozialen Medien vermeiden sollte.

20.06.2012

"Der Journalist-Programmierer-Statistiker-Designer ist ein Wunschtraum"
Im Interview mit Florian Gossy auf derstandard.at erklärt der Datenjournalist Nicolas Kayser-Bril, warum die Datenjournalismus-Projekte von New York Times und Guardian nicht unbedingt vorbildlich sind – und warum Programmier-Basics Journalisten helfen können.

Social-Media-Tipps für Wirtschaftsjournalisten
US-Journalistin Katherine Lewis erläutert auf businessjournalism.org Probleme, die Wirtschaftsjournalisten im Umgang mit Social Media begegnen – und gibt Tipps für ethisch einwandfreie Tweets und Posts.

Sind Tweet-Korrekturen sinnvoll?
Poynter-Autor Craig Silverman wünscht sich, dass Twitter eine Korrekturfunktion einführt, "weil das die Qualität der Informationen im Netzwerk erhöhen würde. Damit wäre dem Unternehmen und den Usern geholfen."

19.06.2012

Förderung von Journalismus in Krisenzeiten
Wenngleich spendenfinanzierter Journalismus relevante Geschichten ermöglicht, sind Verlage oft nicht an einer Zusammenarbeit mit Stiftungen interessiert. Mehr dazu von Miriam Bunjes auf tagesspiegel.de.

"Der Gesetzgeber muss Monopole verhindern"

Im Interview mit Hans-Peter Siebenhaar auf handelsblatt.com erzählt ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling, mit welcher Strategie er junge Zuschauer an den Fernseher locken will – und verrät, was er von Smart TV hält.

"Das finde ich auch unnötig verkomplizierend"

Designer und Redakteur Sebastian Waters macht sich einen Spaß daraus, die "besten Zitate" von ZDF-Sportreporter Béla Réthy auf bestofbelarethy.tumblr.com zusammenzutragen.

18.06.2012

Ohne Autoren keine spannenden Geschichten?
Radiojournalist Sascha Baron beklagt auf radioszene.de das Fehlen von Autoren und Regisseuren bei Hörfunksendern. "Ein Redakteur plant die Sendung, ein Moderator präsentiert sie. Das ist ihr Job. Warum sollen sie auch kreative Autoren sein?"

Was passiert jetzt?

In seinem Blog Wortfeld entwirft der Journalist Alexander Svensson vier Szenarien, die mit Inkrafttreten des geplanten Leistungsschutzrechts eintreten könnten.

Zeit
-Autorin gewinnt Reportagepreis

Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung hat zum sechsten Mal den n-ost-Reportagepreis verliehen. Zum preisgekrönten Artikel in der Kategorie "Textreportage" von Anita Blasberg geht es hier.

15.06.2012

Geht’s noch, Mainzelleutchen?
Der freie Journalist René Martens hat sich entschlossen in seinem taz-Text über ZDF Neo keine wörtlichen Zitate zu verwenden – aus Protest gegen die Unsitte der Zitatautorisierung: "Man erwartet solche Maßnahmen der bürokratisierten Kommunikationskontrolle nicht von einem gebührenfinanzierten 0,5-Prozent-Sender."

"Wer mit streikt, wird nicht übernommen"
Bastian Berbner schreibt im ZAPP-Blog über die Reaktionen auf seinen Beitrag zur Nordwest-Zeitung in Oldenburg – und schildert, warum der Verlag mit seinen Einschüchterungen das Streikrecht quasi aushebele.

Thema geklaut?
Peter Viebig, Redakteur bei der Nürnberger Zeitung, regt sich in seinem Blog über den Bayerischen Rundfunk auf: "Es gehört nicht nur im Internet zum guten Ton, dass man seine Quellen nennt."

14.06.2012

"Ich habe mich jedes Mal gegen das Geld entschieden"
heute-journal-Moderator Claus Kleber hat 70 Nachwuchsjournalisten erzählt, wie er an seinen Job kam und was er am Hörfunk so vermisst. Ein Volontariat habe er übrigens nie gemacht, schreibt das Journal Frankfurt.

5 Tage, 7 Euro
Sophie Sieber war auf dem Lumix-Fotofestival in Hannover. Auf Spiegel Online kann man nachlesen, welche Schwierigkeiten Bildjournalisten auf dem Arbeitsmarkt haben und wie sich der Fotojournalismus gerade verändert: "Inszenierung und Journalismus, das passt eigentlich nicht zusammen. Bei Lumix 2012 schon."

Wir benötigen unbedingt noch mehr Informationen!
Der Stern will Kontakt mit der Fleischmafia aufnehmen – und ruft in seinem Investigativ-Blog Mitwissende auf, den digitalen Stern-Briefkasten zu benutzen. 

13.06.2012

"Reif für die Rente"
Im Digitalblog auf sz.de fragt sich Johannes Kuhn, ob der TV-Reporter ein Auslaufmodell ist. "Wieso soll ein Reportertalent nicht abseits der etablierten Kanäle bekannt werden, weil er eine neue Art der Berichterstattung erfindet?"

Große Aufregung wegen nichts?
Ralf Mielke kritisiert auf fr-online.de die mediale Aufregung rund um den TV-Fußballexperten Mehmet Scholl. "Ein ARD-Experte hat seinen Job gemacht. Er hat die Spielqualität der deutschen Mannschaft analysiert. Er hat seine Kritik in einen lustigen Spruch verpackt, was für einen Fernsehexperten ein großes Plus ist."

"Bedingt onlinebereit"
Journalist und Blogger Christian Jakubetz sieht Zeitungsredaktionen schlecht für die Zukunft vorbereitet. "Dass man sich in den richtig guten digitalen Redaktionen ernsthaft über den richtigen Einsatz von Twitter und Facebook unterhalten würde, kann man vergessen. Zeitungsredaktionen hingegen feiern das als erfreuliche Erkenntnis."

12.06.2012

Journalistin im Élysée-Palast
In Deutschland unmöglich, in Frankreich Realität: Die Partnerin des Präsidenten darf als First Lady weiterhin als Journalistin arbeiten. Ob das der Branche schadet, erörtert Jürg Altwegg auf faz.net.

"Wir können mit dem Taxi nach Karlsruhe fahren"
Ein Blogger, der wegen der Verlinkung eines ZDF-Beitrags verklagt wurde, wehrt sich mit einer Crowdfunding-Aktion gegen die Prozesskosten. Mehr dazu von Markus Dichmann auf dradio.de.

Einfache Videos zu komplexer Thematik
NZZ-Autor Andres Wysling zeigt, wie Grafik-Studenten mit Internetvideos zum Thema Waffenhandel schwierige Themen einfach erklären – und mit neuen journalistischen Formen experimentieren.

11.06.2012

Gedanken zur Fußball-WM
Die Fans im Stadion von Lemberg haben tagesthemen-Redakteur Daniel Asche ins Grübeln gebracht. "Das hat gesessen. Während des ganzen Spiels ging mir das nicht mehr aus dem Kopf. Haben wir Medien etwas falsch gemacht?", fragt er sich im tagesschau-Blog.

Gedanken zur Zeitung
Redakteur David Bauer setzt sich im TagesWoche-Blog mit der Frage auseinander, warum Journalisten dem gedruckten Wort weiterhin mehr Bedeutung zuschreiben als dem digitalen: "Mit dem Papier an sich hat das herzlich wenig zu tun."

Gedanken zum Crowdsourcing
Süddeutsche.de-Redakteur Johannes Kuhn erklärt in seinem Blog, warum Onlinemedien Schwierigkeiten haben, kollaborative Projekte mit ihren Lesern zu realisieren: "Mangelhaftes Community-Management, Einbahnstraßen-Journalismus ohne Rückkanal oder generell schlechter Service haben dazu geführt, dass man zwar Kunden gewann, nicht aber Sympathisanten."

08.06.2012

"Es kommt teuer, ein Blinder zu sein"
Constantin Seibt erzählt im Blog Deadline vom grausamsten Fehler, den er als Journalist beging – und wie er heute vorbeugt, dass ihm so etwas nicht noch mal passiert.

"Alles ist gut – oder zumindest fast"
Der ehemalige Sat.1-Chef Roger Schawinski singt auf blog.persoenlich.com ein Loblied auf bloggende Journalisten: "Es entstehen erstaunliche Dinge, an die früher niemand auch nur zu denken wagte."

"Abgewiesen"
In zwei Verfahren wies das Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg die Klagen eines Journalisten ab, der wissen wollte, welche Abgeordnete auf Staatskosten mit Montblanc-Füllern schreiben. Der Schutz mandatsbezogener Informationen sei in diesem Fall wichtiger als das Informationsbegehren der Presse, berichtet dpa.

06.06.2012

Der Faktor Zeit
Constantin Seibt hat sich für kontextwochenzeitung.de Gedanken über seine Zukunft als Journalist gemacht: "Die Ware im Journalismus ist im Kern nicht die Nachricht, die Unterhaltung oder der Kommentar, sondern die Ware jedes professionellen Schreibers: komprimierte Zeit."

Der Faktor Geld
Die freien Journalisten des ORF fordern, dass der Sender ihre Honorare aufs Doppelte anhebt. "Eine Erhöhung um 100 Prozent klingt verrückt", sagt Ö1-Journalistin Isabelle Engels im Gespräch mit standard.at. "Aber wir sind einfach so wahnsinnig unterbezahlt."

Der Faktor Kipp
Medienjournalist Peer Schader hat sich fürs FAZ-Fernsehblog das neue Sat.1-Magazin Push angeschaut. Herausgekommen ist eine Abschrift des Tagebuchs von Moderatorin Annika Kipp.

05.06.2012

"Sie wurden lange übersehen"
Im Interview mit medien-monitor.com spricht Psychologin Anke Weidmann über Traumatisierung im Beruf. Journalisten seien im Vergleich zur Normalbevölkerung einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

"Das ist die Grenze der Toleranz bei der taz"
Stefan Niggemeier geht in seinem Blog der Frage nach, warum die taz-Kolumne von Elmar Kraushaar heute nicht erscheint.

"Ziemlich chic. Anders. Mutig. Richtig."
Diplom-Designer Achim Schaffrinna hat sich für designtagebuch.de den neuen Onlineauftritt der NZZ noch mal genauer angeschaut.

01.06.2012

"Über Medienwächter"
Achgut-Autor Wolfgang Röhl hält den Bildblog auch nach Stefan Niggemeiers Gang zum Spiegel für eine "digitale Wärmestube für Korinthenkacker, die nichts Gescheiteres anzufangen wissen, als einem deutschen Krawallblatt nachzuweisen, dass es nicht die New York Times ist."

Über das Eintauchen
Im Interview auf journalistenpreise.de verrät der Chefredakteur der Berliner Morgenpost, Carsten Erdmann, was ihm Auszeichnungen bedeuten – und was einen guten Text ausmacht.

Über Print
Von wegen Zeitungssterben: Für 42 Millionen Euro hat der Verlag der Rhein-Zeitung ein neues Druckhaus in Koblenz eröffnet. Mehr auf rhein-zeitung.de.

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