Wir haben heute gelesen – Archiv

21.12.2012

+++ Was bisher geschah: Nichts. +++
Thorsten Dörting und Stefan Kuzmany berichten für Spiegel Online live vom Weltuntergang: "Offenbar einer Keine-Panik-Strategie folgend verbreiten die Nachrichtenagenturen nur absolut einschläfernde Meldungen, allen voran die dpa unter der Überschrift Wurzelgemüse sind schnell zubereitet."

Wir müssen raus aus der Betroffenheitsnische!
Gudrun Fertig, Journalistin und Verlegerin schwul-lesbischer Magazine, erzählt auf queer.de worauf es ankommt: "Mir fehlt ein Aspekt in der Debatte um Medien für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans. Nämlich, dass es Medien sind. Es fehlt der Blick über den Tellerrand und die Beschäftigung mit der Medienwelt da draußen."

Ein Feuerwerk der Sonderangebote
Warum Smartphone- oder Tablet-Besitzer in diesen Tagen mal im App-Store ihres Vertrauens vorbeischauen sollten, weiß WDR-Journalist Jörg Schieb.

20.12.2012

Platsch! Da war der Mango Lassi hin ...
Im Welt-Newsroom ist ein Jogurt-Getränk explodiert. Es hinterließ einen sonnengelben Fleck an der Decke (zwei Meter über dem Explosionsort) sowie Spitzer auf Bildschirmen, Tastaturen, Drehstühlen und Kleidung. Die Geschichte zum Knall haben Rebecca Winkels und Fanny Jiménez aus der Welt-Wissenschaftsredaktion aufgeschrieben.

"Ich betreibe keine Ferndiagnostik, sondern Recherche"
Spiegel-Redakteurin Beate Lakotta wehrt sich gegen den Vorwurf, ihre Berichte zum Fall Gustl Mollath basieren auf "Journalismus, der es per Ferndiagnose besser wissen will".

Der Weg, er ist ein steiniger
Videopunk Markus Hündgen hat getestet, ob sich YouTube-Video-Abrufzahlen immer noch manipulieren lassen.

19.12.2012

Redakteure gesucht
Unternehmen suchen händeringend nach guten Leuten, die Inhalte erzeugen können. Inhalte für Facebook, Inhalte für die eigene Website und Inhalte für die Medien. Woher dieser Sinneswandel kommt, hat Frank Puscher für absatzwirtschaft.de aufgeschrieben.

Kurzsichtig! Kontraproduktiv! Kulturgeschichtsvergessen!
Warum der Begriff "Gratismentalität" Unsinn ist, steht in der neuesten Sascha-Lobo-Kolumne auf Spiegel Online.

Die unendliche Geschichte
Autorin Vera Bunse macht sich auf carta.info Gedanken um den Prozessjournalismus im Netz. Sie fordert, "dass nicht nachträglich an einem Artikel herumredigiert wird, bis die ursprüngliche Aussage verwässert ist oder dem Publikum besser gefällt".

17.12.2012

"Selten so entsetzt über einen Artikel"
Eine Journalistin hat einen offenen Brief an die Spiegel-Chefredaktion verfasst: Auch sie hält einen Online-Beitrag über das Asperger-Syndrom im Zusammenhang mit dem Newtown-Amoklauf für "unsauber bis komplett falsch recherchiert" und fordert die Redaktion auf: "Wenn Sie ein Interesse haben am Leben von Asperger-Autisten, dann kramen Sie nicht in irgendwelchen alten Artikeln – fragen Sie uns."

"Verhängnisvolle Affäre"
Kai Rüsberg berichtet in der WDR-Sendung Töne, Texte, Bilder über die Kritik an der angekündigten Presseförderung der NRW-Landesregierung. Nicht nur die Opposition ist dagegen. Auch die Verleger gehen auf Distanz.

Der Schneehase hat allen gefallen
Quatsch oder Qualität? Der freie Journalist Christopher Weckwerth geht auf tagesspiegel.de der Frage nach, was Qualitätsmedien eigentlich auf Facebook machen.

14.12.2012

"Guter Stil ist die Vermeidung von schlechtem"
Der Schweizer Journalist Constantin Seibt macht sich auf dem Deadline-Blog des Tages Anzeigers Gedanken über guten Stil. Mist zu schreiben, sei keine Schande, meint er. "Solange man ihn wieder streicht."

"Beihilfe zum Selbstbetrug"
Schriftsteller Holger Siemann lebt auf dem Land und wundert sich über die Vorstellung vom Landleben in Landlust und Co. "Die Hochglanzfotos zeigen Traktoren mit Oldtimerstatus, aber niemals die GPS-gesteuerten Riesenmaschinen, die in Wirklichkeit über unsere Äcker kriechen", bemerkt er auf Deutschlandradio Kultur.

Systemrelevante Zeitungen
Ein Gedankenspiel auf dem Freienblog des Deutschen Journalisten-Verbands: Was wäre eigentlich passiert, wenn die Financial Times Deutschland eine Bank gewesen wäre? 

13.12.2012

"Have a life beyond the stress"
Poynter.org gibt fünf Tipps, wie Journalisten besser mit Stress umgehen können.

Frieden mit Google
In Deutschland streiten sie noch, in Belgien konnten sie sich gerade einigen: Google und die Zeitungsverlage. Wie Google dabei helfen will, dass die Verlage wieder mehr Geld einnehmen, steht in einem dpa-Bericht auf handelsblatt.com.

Mit der Blondine auf dem Titel
Was sich WAZ-Geschäftsführer Manfred Braun für seine Zeitungen ausgedacht hat, hat Medienjournalistin Ulrike Simon für fr-online.de aufgeschrieben.

12.12.2012

"Ich habe nur meine journalistische Arbeit gemacht"
Ein Videojournalist stellt die Aufnahme einer öffentlichen Podiumsdiskussion online – und wird von einem der Teilnehmer verklagt. Der Journalist hätte ihn um Erlaubnis fragen müssen. Hätte er? Maria Stumpf berichtet in der Rhein-Neckar-Zeitung über diesen Rechtsstreit.

"Hier geht es um Politik, nicht um Journalismus"
Aktham Suliman ist Al Dschazira-Korrespondent in Deutschland. Oder war es zumindest bis Ende Oktober. Er macht sich Sorgen um die Unabhängigkeit des Senders. "Gehen ist das Einzige, was einem bleibt, wenn die Fehler zum Programm werden", schreibt er auf faz.net.

Cowbird, Storify & Co
14 Werkzeuge, um Geschichten optisch mal ganz anders aufzubereiten, hat Rachel McAthy auf journalism.co.uk zusammengestellt.

11.12.2012

Die Welt, die Paywall und die Leser
Bei der Welt kann man ab morgen digitale Abos für welt.de abschließen. Die Leserkommentare dazu sind durchwachsen und reichen von "Ein vernünftiger Weg!" bis "Dafür seid ihr mir nicht unabhängig genug." Mehr dazu auf welt.de.

"Wer so geht, darf immer gerne wiederkommen!"
Bei der FTD füllen sich seit der letzten Ausgabe die Postfächer, die Anteilnahme von Lesern und Kollegen ist groß. Eine Auswahl davon hat die Redaktion online gestellt.

Spitzenjahr für Twitter
Welche Relevanz haben soziale Medien in den Agenturmeldungen? Twitter schlägt sie alle, wie Blogger und heute.de-Redakteur Martin Giesler in Wort und Infografik darstellt.

10.12.2012

"Niemand kann Google daran hindern, eine Online-Zeitung zu gründen"
Don Dahlmann überlegt, wer journalistische Leistungen künftig bezahlen soll. Wenn es die Leser nicht tun, dann eben finanzstarke Konzerne, schreibt er auf seinem Blog.

Brücke statt Paywall
Der Streit zwischen den beiden Spiegel-Chefredakteuren scheint ein Ende zu haben. Spiegel Online bleibt weiterhin kostenlos - dafür "soll es Ausschnitte aus dem Heft und eigens produzierte Digitalangebote" nur gegen ein paar Euros geben. Der Zeit-Text von Ende November steht jetzt auch online.

Twitternde Politiker
Politisches oder Persönliches oder eine Mischung aus beidem: Politiker streiten sich über Twitter in Echtzeit. Matthias Finger berichtet auf Dradio Wissen über Erfolge und Fettnäpfchen.

07.12.2012

Lässt das Handelsblatt heute die Sektkorken knallen?
Gabor Steingart, Chefredakteur des Handelsblatts, verliert mit der FTD den einzigen Konkurrenten. Im Interview mit dem Deutschlandfunk kündigt er an, einige FTD-Kommentatoren und Kolumnisten bei sich aufnehmen zu wollen – von einer angeblichen Krise der Wirtschaftsmedien will er nichts wissen.

"Wo bleibt der Aufschrei ob der öffentlichen Lügen?"
Blogger Marcel Weiss ist besorgt: Auf neunetz.de wirft er Verlagslobbyist Christoph Keese vor, Lügen zu verbreiten. Seine Befürchtung: Dass auf dieser Basis das Leistungsschutzrecht zustande kommt.

"Das ist eine Generationenfrage"
Die taz-Redakteure Annika Stenzel (jung) und Sven-Michael Veit (nicht mehr ganz so jung) im Streitgespräch über die Frage, ob die gedruckte Tageszeitung eine Zukunft hat. 

06.12.2012

Abdrücken oder Eingreifen?
Die New York Post hat ein Titelbild abgedruckt, das für Diskussionen sorgt: Es zeigt einen Mann, kurz bevor er von einem herannahenden Zug überfahren wird. Über die Empörung der New Yorker und die Rechtfertigung des Fotografen schreibt Fabian Nitschmann auf faz.net.

Besser nicht zeigen
Fotojournalist Felix Koltermann findet, dass Fotografen in manchen Fällen besser gar keine Bilder mit nach Hause bringen sollten. Beispiele dazu hat er auf seinem Blog Fotografie und Konflikt zusammengestellt.

Foto: Feuerwehr
Am Unfallort begegnen sie sich als Konkurrenten um die besten Bilder: Fotografen und Feuerwehrleute. Das Medienmagazin Zapp sprach mit Fotografen, der Berufsfeuerwehr München, dem Deutschen Roten Kreuz und der Abendzeitung über diesen Konflikt.

05.12.2012

Die Fakten zum Fall
Vergangene Woche ließ die Staatsanwaltschaft Büro und Privatwohnung des Chefreporters der Berliner Morgenpost durchsuchen. Etliche Unterlagen und Datenträger wurden beschlagnahmt. Die Zeitung legt nun die Hintergründe offen und wehrt sich gegen den Eingriff.

"Ich würde dem journalistischen Nachwuchs erstmal Größenwahn raten"
Das Reporter Forum hat auch in diesem Jahr wieder die beste Webreportage ausgezeichnet. Doch worauf kommt es dabei an? Mehr zum Thema gibt es im Blog von jetzt.de-Redaktionsleiter Dirk von Gehlen.

Hätten Sie’s gewusst?
Die Schweizer Journalistenschule stellt Bewerbern jedes Jahr 50 Allgemeinwissen-Fragen. Hier geht’s zum Aufnahmetest 2012.

04.12.2012

"Gegen den Goliath anzutreten, macht sich immer gut"
Die Idee eines Leistungsschutzrechts ist in der Schweiz angekommen. Medienwoche-Autor Nick Lüthi schaut sich die Argumente genauer an. In seinen Augen handeln viele Verleger nach dem Motto: "Zahlt Google nicht, investieren wir auch nicht in Qualität."

"Liebe Freunde von Beef, liebe Veganer und Veganerinnen"
Ist ein Special-Interest-Magazin ein Ort für Grundsatzfragen? Auf der Beef-Fanpage gab es erneut erbitterte Diskussionen zwischen Fleischessern und Veganern. Nun hat die Redaktion sich fürs Einschreiten entschieden.

Storytelling im Wortsinn
Harte Themen, bunte Bilder. Die freie Journalistin Jessica Weisberg stellt auf Columbia Journalism Review das iPad-Magazin Symbolia vor: Es verwandelt journalistische Inhalte ausschließlich in Comicformate.

03.12.2012

Alles digital
Bei der Badischen Zeitung nimmt man die Zeitungskrise zum Anlass, eine Serie für die Leser zu starten. Thema: Warum die Badische Zeitung auch in einer digitalen Welt eine Rolle spielen wird – und zwar gedruckt und elektronisch.

Der Test
Was die Suchmaschine Wolfram Alpha Google voraus hat, weiß Hyperland-Autor Matthias Fichtner.

30 Tabu-Wörter für Journalisten
Der britische Onlinejournalist David Higgerson wollte wissen: Welche Wörter haben in Überschriften nichts zu suchen?

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