Millionengeschäft Fußball: Wer kontrolliert den Sport?

Sport gilt als Spiegel der Gesellschaft. Ist es zu viel verlangt, dass Sportjournalisten diesen Spiegel bis zum Rahmen abbilden? Sind sie tatsächlich Journalisten – oder doch eher Verkäufer der Ware Fußball? Ronny Blaschke geht in der journalist-Titelstory der Frage nach, welch unglückliche Allianz der Lieblingssport der Deutschen und der damit befasste Journalismus eingehen. Außerdem im Titelschwerpunkt: Fußballreporter Philipp Selldorf fragt sich, was es bringt, wenn sich zwei Dutzend Reporter am Spielfeldrand um O-Töne balgen. mehr

Autorenverträge: Ausverkauf der Rechte

G+J Wirtschaftsmedien, Braunschweiger Zeitung, Süddeutsche Zeitung und weitere – die Liste der Zeitungen und Verlage, die Autoren mit Vertragsklauseln die Rechte an ihren Werken abspenstig machen wollen, ist lang. Zwar erklären Gerichte pauschale Rechte-Abtretungen immer wieder für ungültig. Doch von einer Kehrtwende der Verlage ist nichts zu spüren. Was es mit dem Kleingedruckten auf sich hat, erzählt journalist-Autor Jan Söfjer in der Titelgeschichte. mehr

Lokaljournalismus: Nah dran

Seit Jahren reden die Strategen des lokalen Zeitungsgewerbes über Lesernähe, Qualität und neue Wege. In der Praxis ging es dabei vor allem ums Sparen. Inzwischen sind einige Redaktionen einen Schritt weiter. Simon Feldmer beschreibt in der journalist-Titelgeschichte, wie man mit Experimenten jenseits des Terminjournalismus neue Leser an sich binden will. Außerdem im Titelschwerpunkt: Ralph Kotsch (Berliner Zeitung) und Philipp Schwörbel (Prenzlauer Berg Nachrichten) diskutieren im journalist-Doppelinterview darüber, wie moderner Lokaljournalismus aussehen sollte. mehr

Mitteldeutscher Rundfunk: Der Problemsender

Kurz vor der Wahl des neuen Intendanten taumelt der MDR von einem Skandal zum nächsten. Hinter der Fassade des viel gesehenen Schunkelprogramms waren offenbar erstaunliche Auswüchse möglich. Andreas Raabe erstellt in der journalist-Titelgeschichte ein Psychogramm des ostdeutschen Problemsenders. Außerdem im Titelschwerpunkt: Ein Blick auf die Historie zeigt, wie sich die Politik von Anfang an in den Sender gedrängt hat. Und: Der MDR ist nicht der einzige von Eklats gebeutelte ARD-Sender. Simon Feldmer hat für den journalist eine Chronik der Skandale zusammengestellt. mehr

Gewissensfragen: Moral – Was ist Moral?

Heutzutage findet sich kaum jemand, der mit Begriffen wie Sitte und Tugend noch etwas anzufangen weiß. Fragen des Charakters sind nur schwer zu verallgemeinern. Was passiert, wenn sich im Journalismus eine eindeutige moralische Haltung breitmacht, bloß die Wirklichkeit damit nicht übereinstimmt, beschreibt Simon Feldmer in der journalist-Titelgeschichte. Außerdem: Hans Leyendecker erklärt, wie es sich als Katholik verträgt, gegen Ideologie zu argumentieren. Und: Fünf Journalisten erzählen, welches Thema sie zuletzt in einen Gewissenskonflikt gestürzt hat. mehr

PR als Lückenfüller: Die unbequeme Wahrheit

PR und Journalismus arbeiten inzwischen oft partnerschaftlich zusammen. Die pragmatische Kooperation entpuppt sich mitunter als sinnvoll und ertragreich. Jedenfalls solange Journalisten ihre Rolle kennen und mit offenen Karten spielen, so das Fazit der journalist-Titelgeschichte im Juli. Außerdem: Wie geht Jan Spielhagen mit seinem Job zwischen Unternehmens-PR und Lebensgefühl-Journalismus um? Spielhagen verantwortet bei Gruner+Jahr nicht nur Kundenmagazine, sondern auch die Kochzeitschrift Beef! mehr

Guunaaaabend: Das neue ZDF

Jahrzehntelang galt der Mainzer Lerchenberg als Hort des deutschen Bierernstes und des leichtfüßigen Unsinns. Doch im ZDF ist vieles anders, als man denkt. Hans Hoff beschreibt in der Titelgeschichte, wie es den ZDF-Machern gelungen ist, die Postmainzelmännchen-Ära einzuläuten. Außerdem: Tilmann P. Gangloff hält fest, dass das ZDF-Programm immer jünger, das Publikum aber immer älter wird. Das ZDF als Seniorensender abzustempeln, wäre trotzdem nur die halbe Wahrheit. mehr

Generation W-Mut

Noch nie hatten es junge Journalisten in Deutschland so leicht. Noch nie hatten sie es so schwer. Ralf Geißler zieht in unserer Titelgeschichte Bilanz. Außerdem im Titelschwerpunkt: Ausbildungssituation und Arbeitsbedingungen von Journalisten haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Wolfgang Lenders hat Fakten für Berufseinsteiger 2011 zusammengestellt. Und: Der journalist hat bei Ausbildungsleitern nachgefragt, welche Bewerbungen auf ihrem Tisch landen und welche Anforderungen sie an Bewerber stellen. mehr

Heiliger Apfel: Apple und die Medien

Ein blaues Wohnmobil, eine verlorene Kolumne, ein eingelöster Traum. Peter Glaser hat für den journalist aufgeschrieben, wie Apple es geschafft hat, die Medienlandschaft zu revolutionieren. Außerdem im Titelschwerpunkt: Christian Jakubetz hat sich Notizen gemacht rund um das wichtigste Computerunternehmen der Welt. Und: Der journalist hat nachgefragt, welchen Einfluss Apple auf die Arbeit von Journalisten hat – und ob es Alternativen gibt. mehr

Tunesien, Ägypten, Syrien: Berichte aus der arabischen Welt

Alfred Hackensberger ist einer der wenigen Journalisten, die nach Ben Alis Sturz in Tunis geblieben sind. Er berichtet aus dem Land der "Jasmin-Revolution". Außerdem im Titelschwerpunkt: Jürgen Stryjak erlebte den Kampf der Ägypter gegen das Mubarak-Regime hautnah. Wird Ägypten das nächste Land sein, das aus dem medialen Blickfeld verschwindet? Ein arabischer Staat befindet sich auf der Schwelle: Syrien. Dort müssen Journalisten permanent damit rechnen, einen Schritt zu viel gemacht zu haben. Mona Naggar berichtet von Signalen der Veränderung – und Hoffnung. mehr

Onlinejournalisten: Redakteure zweiter Klasse

Demütigungen, Skepsis, Desinteresse. Wie steht es heute um Onlineredakteure? Jan Söfjer machte einen Streifzug durch sechs Redaktionen im Land. Außerdem im Titelschwerpunkt: Thomas Knüwer kritisiert schon lange die Unfähigkeit der Verlage im Internet. Der Medienberater arbeitete zwölf Jahre in der Redaktion des Handelsblatts und etablierte sich als Experte für neue Medien. Im journalist-Interview erklärt er, warum es keinen Sinn macht, zwischen Onlinern und Offlinern zu unterscheiden. mehr 

Deutschlands Verleger: Gute alte Zeit?

Hubert Burda, Dirk Ippen, Dieter von Holtzbrinck, Alfred Neven DuMont: Böse formuliert könnte man sagen, die deutsche Presse wird von einem Rentnertrupp beherrscht. Die Gründungsverleger vieler Zeitungen sind in die Jahre gekommen. Wer folgt ihnen nach? Die jungen Erben à la Yvonne Bauer und Jakob Augstein müssen sich ihr Profil erst erarbeiten. Oder übernimmt am Ende doch die Managergeneration das Kommando, der angeblich Zahlen näher sind als Worte? mehr 

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