In eigener Sache

Detail-Informationen

Autor

Marcel Roth

verfasst am

18.12.2013

im Heft

journalist 12/2013

Beim Radiosender MDR Sachsen-Anhalt muss es auch ohne Heino gehen. (Bild: ddp/dapd/Deniz Calagan)

MDR Sachsen-Anhalt

Vom Schlager zum Hit

Nicht nur den Zeitungen laufen die Leser weg – auch so mancher Radiosender kämpft gegen Hörerschwund. Und formatiert um. Sprich: neue Zielgruppe, neue Musik, andere Wortbeiträge. Marcel Roth ist Redakteur bei MDR Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Sein Sender hat sich gerade vom Schlager verabschiedet – zum Ärger einer 73-Jährigen aus dem Harz. Ein Erfahrungsbericht aus Umbruchzeiten.

Mit der Musik im Radio ist es wie mit einem Bekannten: Über manch einen freut man sich, andere nerven. Der nervige Bekannte des Radios ist der deutsche Schlager. Ist er nicht da, vermissen ihn nur wenige.

"Ihr habt heute Morgen viel bessere Musik gehabt als wir jetzt am Vormittag." Nicht ganz ernst gemeint ruft die Kollegin uns das zu, als wir nach der Frühsendung auf dem Weg zu unserer kleinen Konferenz sind. Die Primetime am Morgen ist für uns Radiomacher die entscheidende Tageszeit: Hier hören die meisten Leute zu. Da müssen die richtigen Themen richtig umgesetzt werden, und die Musik muss die beste sein.

Bei MDR Sachsen-Anhalt haben wir seit Juli 2012 eine Menge verändert. Zuallererst den Namen, dann das Sound-Design, jetzt die Musik. Aus dem Claim Klasse Schlager, Super Oldies wurde Oldies, Pop und deutsche Hits. Musik ist beim Radio der Einschaltgrund Nummer eins. Auch unsere Musikredaktion ist bei den Konferenzen dabei. Die haben eine Sitzecke, manche nennen sie Lounge, auf der es sich recht entspannt diskutieren lässt. Deutlich netter hier als im Großraumbüro. Sabine Küster und Stephan Michme, die beiden Frühmoderatoren, stellen dann Fragen wie: "War das der richtige Titel nach dem Opener um halb acht?" Oder: "Sollten wir nicht doch mal einen Titel aus dem neuen Album von Heino spielen?"

Zwischen Kastelruther Spatzen und Soft-Pop der 80er

Aber gerade beim Volksbarden Heino bleibt unsere Musikredaktion eisern: Heino findet nicht statt. Der Weg weg von volkstümlichen Schlagern war schwierig, und wir gehen ihn seit zwölf Jahren – trotz der Kritik älterer Hörer. Würden wir Heino spielen, würden wir das Image, das uns immer noch anhaftet, bestätigen und wieder in die Schlager-Ecke rutschen – selbst wenn Heino auf seinem neuen Album Rammstein und die Fantastischen Vier covert.

Die Schlager-Ecke ist nicht einfach eine Ecke, sondern eine einzige große Sackgasse. Alle Radiomacher wissen: Niemand, der 50 wird, fängt plötzlich damit an, Schlager zu hören. "Wir Senioren werden bekanntlich immer mehr und immer älter", schreibt eine Hörerin. Klar. Nur vermehren sich die Senioren ja nicht aus sich heraus, sondern es werden mehr, weil jüngere Menschen älter werden.

Deswegen ist der Spagat für uns so schwierig: Menschen, die uns seit Jahren hören – vielleicht sogar schon, seitdem 2001 zum letzten Mal die Kastelruther Spatzen liefen – wollen wir nicht verlieren. Aber die immer größer werdende Zahl der Menschen ab 50 ist nicht mit Schlager groß geworden und wird mit ihm auch nicht mehr warm. Diese Menschen mögen die Oldies der 60er und 70er Jahre, elektronischen Soft-Pop der 80er. All diese Titel bewertet unsere jüngere Kernzielgruppe in unseren Musiktests besonders gut. Und unsere älteren Hörer gehen zumindest mit.

Solch Grundsätzliches zur Musik diskutieren wir gern. Hin und wieder auch mit Kopfschütteln. Aber in unserer Sitzung geht es natürlich auch um das Wortprogramm: Wie erzählen wir die Geschichte, dass die Oper Halle einen Henker sucht? Als gruselige Stellenanzeige? Wie kommen die Menschen im Elb-Havel-Winkel ein halbes Jahr nach dem Hochwasser zurecht? Die stellen Wohncontainer auf, weil ihre Häuser noch immer nicht bewohnbar sind, und unsere Reporterin ist dabei. Wie thematisieren wir die warmen Tage im Oktober? Mit einer Umfrage? Einem Interview? Oder sollen wir auch das einfach mal musikalisch abbilden? Unter dem Motto: Sommer für einen Tag – das sind die Sommerhits 2013? Jawohl, alle nicken, und für den nächsten Morgen plant die Musikredaktion dann mit Avicii und seinem Wake Me Up. Vor zwei Jahren wäre diese Art Musik undenkbar gewesen. Damals hieß der Sender auch noch MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt – der längste Name eines Radiosenders in Europa.

Seitdem hat sich viel verändert: Der Name ist einprägsamer geworden, der Klang zwar Oldie-basiert, aber moderner, und die Sendungen sind reicher an Formaten. Ein neues Jingle-Paket, eine neue Station Voice und auch ein detailliertes Stylebook kamen hinzu. Als Wortredakteure arbeiten wir für die Frühsendung jetzt weniger mit klassisch gebauten Beiträgen, sondern häufiger mit Gesprächen, O-Tönen und Collagen. Und wir berichten über ein Thema auf mehreren Sendeplätzen, können es dabei von verschiedenen Seiten beleuchten und in unterschiedlichen Formen umsetzen.

Unser Sender-Coach hat den Gedanken dahinter schön auf den Punkt gebracht: Kein Hörer hört eine Frühsendung von Anfang bis Ende. Aber die meisten hören jeden Tag zur gleichen Zeit. Und das sind in den allermeisten Fällen etwa 20 Minuten. Das lässt für uns nur einen Schluss zu: In diesen 20 Minuten müssen wir unsere Kompetenz und das Besondere an unserer Musik und den Inhalten so oft und gut wie möglich herausstellen. All das ist natürlich nichts Neues. Aber im Alltag hilft es, sich hin und wieder solche Erkenntnisse ins Gedächtnis zu rufen.

Beschweren ist leicht, loben eher nicht

Was uns Radiomachern klar ist, müssen die Kollegen aus unserer Serviceredaktion derzeit vielen Hörern erklären: vor allem erzürnten Hörern, die sich darüber beschweren, dass wir weniger deutschsprachige Musik spielen. Eine 73-Jährige aus Ilsenburg im Harz schreibt per E-Mail, sie sei oft mit der "supermodernen Musik" nicht einverstanden und würde sich sehr freuen, "wenn mal ab und zu ein Wander-, Volks- oder Seemannslied gespielt würde". Schließlich sei bei Veranstaltungen der Kastelruther Spatzen die Halle in Ilsenburg regelmäßig ausverkauft. Puh.

Andere bezeichnen unseren Sender schon mal als "Außenstelle der BBC" mit "unerträglicher anglo-amerikanischer Pop-Musik" und "englischer Dudelei". Beschweren ist leicht, Loben eher nicht. Wer ruft bei einem Radiosender an, nur um zu sagen, wie toll die Musik ist? Per E-Mail oder Brief lässt sich diese Kritik freundlich beantworten. Verärgerten Hörern erklärt Wellenchef Winfried Bettecken in einem ausführlichen Brief die Gründe dafür, warum wir uns musikalisch weiterentwickeln. Aber wer wütende Hörer am Telefon hat, muss schon manchmal schlucken.

Da möchte keiner mit den Kollegen aus der Serviceredaktion tauschen, die charmant erklären müssen, warum wir die Musik verändert haben. Und auch die Kollegen aus der Musikredaktion müssen hin und wieder schwierige Gespräche führen: mit Promotern und Agenten aus der Musikbranche. Die sind – ähnlich wie so manche Hörer – wenig erbaut, dass der klassische Schlager bei uns nicht mehr läuft. Auch wenn Künstler mit solchen Schlagern noch Hallen füllen können – in den deutschen Radiosendern schmilzt die Gefolgschaft. Manche sagen böse, der Schlager sterbe aus. Zumindest wandelt sich gerade der musikalische Zeitgeist. Und musikalisch anspruchsvoll waren diese Schlager wohl nie. Das war vielleicht früher weniger wichtig, aber welcher Künstler nennt sich heute noch ernsthaft Schlagersänger? Stars wie Veronika Fischer waren nie richtige Schlagersängerinnen, und zu Andrea Berg kann man weniger schunkeln, sondern eher mittanzen.

Aber Schlager scheint schon immer ein Missverständnis gewesen zu sein: Beim englischen hit schwingt nichts Volkstümliches mit – beim deutschen Schlager hat jeder gleich den Musikantenstadl und Trachten vor Augen, vor allem die Jüngeren unserer Zielgruppe. Die neuen deutschen Hits kommen für MDR Sachsen-Anhalt von Helene Fischer, Linda Hesse und natürlich auch von Tim Bendzko und Clueso, Nena und Udo Lindenberg. Als internationale Pophits spielen wir neben Abba, Beatles und CCR – quasi den Hausheiligen – auch Titel von Madonna, Erasure und Santana – frühere Hits, mit denen viele Menschen Erinnerungen verbinden. Und auch wir Macher hören die Musik aus unserem Radio wieder lieber.

Selbst in der einzigen Sendung von MDR Sachsen-Anhalt, die den Namen Schlager noch trägt, der Schlagerparade am Montagabend, macht sich der klischeehafte Schlager rar. Die Hörer stimmen ab – über Titel von Silly, Puhdys, Nik P., Heinz Rudolf Kunze und Ina Müller. Niemand davon singt Schnulzen.

Roland Kaiser halten wir dennoch die Treue

Und die Abkehr vom Schlager wirkt sich noch weiter aus: Können wir Konzerte von Schlagerstars off air präsentieren und darüber berichten? Müssen wir darauf im Radio hinweisen und einen Titel der Künstler spielen?

Viele Fragen, auf die wir täglich Antworten finden müssen. Aber wir sind sicher, richtigzuliegen, und deshalb gehen wir mit einer Frage auch entspannt um: mit der nach der Quote. Nach der Umbenennung und dem Claim-Wechsel, weg vom bekannten Heimatsender, haben wir einen Rückgang der "Hörer gestern" hinter uns gelassen. Es geht bergauf, wir kommen weg vom ergrauten, staubigen Schlager-Image. Die Treue halten wir Künstlern wie Roland Kaiser, Udo Jürgens und Howard Carpendale. Die haben eingängige, gleichzeitig moderne Hits im Repertoire, auch wenn sie so manchen Schunkel-Schlager eingespielt haben. Ihre Titel bestehen regelmäßig unsere Musiktests, allerdings weiß niemand, wie lange noch.

Mit der Musikredaktion sprechen wir an diesem Tag noch darüber, wie wir die Eintrittskarten für das Konzert der Band City in Halle verlosen wollen. Die haben ihr Album Danke Engel neulich live bei uns vorgestellt. Wir teasern mit einem O-Ton auf die Verlosung, bei der wir die Hörer fragen, mit welchem Titel City 1977 durchgestartet sind. Und am nächsten Morgen klingt es wie bestellt, was der Gewinner aus Köthen am Ende im Radio sagt: "Sabine. Äh, Frau Küster, ich wollte noch sagen, ich höre den Sender erst seit einem Jahr. Bitte machen Sie weiter so. Daumen hoch."

Der Autor

Marcel Roth ist seit fast vier Jahren Wortredakteur bei MDR Sachsen-Anhalt.


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Aktuelle Kommentare zu diesem Text

12.01.2016 01:21

Andy Werner

Totale Ohrenfolter.
mdr Thüringen hat mit dem Mist angefangen, die anderen beiden haben sofort nachgezogen. Jetzt leiern alle 3 MDR1-Sender seit 3 Jahren jeden Tag denselben, einfallslosen, englischen Oldie-Einheitsbrei in Dauerrotation. Ich empfehle HR4 für alle Schlagerfreunde.

04.11.2015 21:13

Manuel Dennerlein

Die Privaten und Öffentlich-Rechtlichen sollen sich mal ein Beispiel an Radio 2000 Südtirol nehmen. Die senden seit 1988 unverändert ihr Format und das erfolgreich. Das ist ein Sender. 100 Prozent deutscher Schlager, 80 Prozent Volksmusik und nur 10 Prozent Oldies – und Popgejaule kommt gar nicht. Das schteibt übrigens ein 36-Jähriger.

17.10.2015 11:03

Claus-Dieter Henke

Mein Lieblingssender verabschiedet sich immer mehr durch die Musikauswahl (keine deutschen Schlager). Wozu zahle ich GEZ-Gebühren? Man kann auch über Satelit oder Internet englische Musik hören, falls man sie mag - wir jedenfalls nicht!

06.03.2015 18:50

gerhard rohmann

Nach mehreren Beschwerden beim Sender "MDR SachsenAnhalt das Radio wie wir" bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass dort Leute sitzen, die absolut nicht verstehen, was der Begriff "das Radio wie wir" bedeutet.

Wenn ich den oben stehenden Artikel lese, so muß ich feststellen , dass er an Borniertheit nicht zu übertreffen ist, leider. Betrachtet man die ganze Sache einmal psychoanalytisch, dann stellt man fest, dass im Hintergrund jemand die Fäden zieht, der absolut nicht will oder nicht darf, das hatten wir schon einmal. Wenn das so weitergeht werden viele Hörer abspringen und ich tue alles, um die verfehlte Programmpolitik des Senders anzuprangern.

So spreche ich mit meinen Bikern, in Arztpraxen, im Sportverein, im Gartenverein und wo ich Leute treffe, die mir ihre Meinung mitteilen und genau so enttäuscht und wütend sind wie ich und sich derartig verarscht fühlen.

Ich wende mich jetzt an den Rundfunkrat und an die regierenden Parteien, mal sehen was passiert, wenn Hörer ihre GEZ Gebühren mit der Begründung nicht zahlen, wo keine entsprechende Leistung, da auch keine Bezahlung. In der Hoffnung, es kann sich noch was ändern, möchte ich mit Luther enden: der Sender "MDR Sachsen Anhalt das Radio wie wir" ist wie alles nur ein Furz in der Geschichte.

05.03.2015 14:56

Sieghard Springer

Ich bekam, wie jetzt öfter im Radio vorinformiert einen Marketinganruf mit der Frage über mein Hörverhalten. Die Befragung wurde nach der Altersangabe 74 mit den Worten "aus dieser Altersgruppe haben wir schon zu viele" abgebrochen.
Ergebnismanipulation?

28.02.2015 13:28

Andreas Schüßler

Leider sind alle Radiosender bei ihren Umfragen dem "Modern Talking-Effekt" auf dem Leim gegangen. Niemand hat damals in den 80er öffentlich zugegeben, dass er Modern Talking gerne hört. Trotzdem war die Gruppe ständig auf Platz Eins der Charts.

Ähnlich verhält sich dies mit dem Schlager. Die meisten geben einfach nicht zu, dass sie mehr Schlager im Radio hören möchten. Dies verfälscht nicht nur jede Umfrage, sondern führt auch zu massenweise Hörerabwanderungen, wenn plötzlich Musik gespielt wird, die auf Umfrageergebnisse beruht. Traurig aber wahr.

Mit dem Umstieg auf DAB+ , wo es zum Glück noch Sender gibt, die Schlager spielen, müssen sich die regionalen Radiosender wie MDR 1 warm anziehen. Sehr schade, denn mit einem guten Mischungsverhältnis, so wie es eigentlich vor 2 Jahren noch war, wäre ein Treubleiben seinem Heimatsender kein Problem.

18.02.2015 16:15

Horst Brauer

Guten Tag,
bitte senden Sie ein kleines bisschen mehr Deutsche Schlager, die englische Musik nimmt jetzt doch Überhand. Danke.
Horst Brauer, 69 Jahre

29.01.2015 13:17

Fabian Magerhans

Der MDR will seine Hörerschaft verjüngen und spielt deshalb nur noch Oldies! Logisch, oder?

02.01.2015 14:20

Ulrich Richter

Ja hat den einer schon mal die Texte, der englischen Titel übersetzt, die jetzt so in sein sollen? Sind sie wirklich so überwältigend?

Ist die englischsprachige Musik nur so gut weil, kaum jemand die Texte versteht. Ein Obladi, Oblada von den Beatels finde ich auch nicht so wahnsinnig anspruchsvoll. Zwischem deutschem Schlager und deutschem Schlager liegen mitunter Welten. "Ein knallrotes Gummiboot" gesungen von Wenke Myhre kann
man überhaupt nicht vergleichen mit "Lieder an die Liebe" von Bernhard Brink. In der Sendung Schlager des Jahres 2014 vom MDR wurden sehr schöne Schlager interprediert , die ich nie im Rundfunk gehört habe.

Dafür läuft das Gejaule von einem, der erst seine EMails checken und dann die Welt retten will, rauf und runter. Welch ein sinniger Text!!!

29.08.2014 18:22

frank grune

z zt. super tolle musik

24.07.2014 16:42

Angelika Pirvu

Was erwarte ich von einem Radiosender......? Aktuelle Informationen national und international. Musik, diese nicht nur für die junge Generation, sondern gemischt. Ich bin fast 66, aber ich höre auch sehr gern Shakira, aber auch Sven Jenssen, Nicole Felix, Lutz Jahoda u.v.a. Leider sind die meisten Radioprogramme sehr einseitig und stellt man eine Frage nach bestimmten Sängern....verläuft im Sand...keine Raktionen.

Es gab auch vor vielen Jahren eine Sendung mit Seemansliedern und Shantys...in der Versenkung verschwunden, wie vieles...

Wo haben wir die Möglichkeiten alte oder ältere Schlager zu hören??? Viele meiner Freunde und Bekannten, auch viele junge Hörer sind dabei freuen uns über eine Sendung, die man leider fast nur über das Internet hören kann. Dort sind Schlager und Interpreten nicht vergessen worden. Es ist die Sendung: http://www.siggitrzoss.de/moderator_rundfunk_kofferradio.php, Ja Siegfried Trzoß macht mit seiner Sendung, die leider nur eine Stunde in der Woche läuft, viele Zuschauer glücklich und gewinnt auch neue Interéssenten für den Schlager. Der Schlager ist wie das Chanson, ein Stück aus unserem Leben, welcher uns begleitet hat oder noch begleitet.

Natürlich kann man nie alle Hörer zufrieden stellen, aber man sollte versuchen, nicht nur eine Richtung an zu bieten. Am Morgen möchte ich Nachrichten und eine leichte Musik und sie muss nicht immer in Englisch sein...

Wenn sich in dieser Richtung etwas zum Positiven ändert, werde ich wieder mehr Radio hören.

24.07.2014 12:12

Michael Schuster

Ich komme aus einem Land vor unserer Zeit. Was ich damit sagen will, ich höre auch gern einen Oldie, ich höre gern mal einen guten Schlager, ich höre gern guten Rock und esse nicht jeden Tag Schnitzel mit Kartoffeln und Gemüse.

Leider ist die einstmals von einem Musikredakteur handgemachte musikalische Unterhaltung bei Radio Sachsen-Anhalt einem konfektionierten Einerlei gewichen, das man inzwischen fast schon nicht mehr ertragen kann.

Wenn man mir partout jeden Tag Oldies der neunzehnhundertsiebziger und neunzehnhundertachtziger Jahre servieren möchte, dann bitte auch die, mit denen wir auf dieser Seite der Elbe großgeworden sind. Also dann bitte auch Omega, Illes, Signal und Lift, Elektra, Stern Meissen und natürlich Renft. Wo bitte sind die denn geblieben?

Oder ist es vielleicht nicht gewollt, dass wir uns auch daran erinnern?
Das könnte nämlich heißen, dass man Lied und Text plötzlich wieder miteinander verbindet, auf Aussagen achtet und Musik nicht nur zum "Party, Party" machen taugt.

Und weil wir gerade bei gut gemachter Musik sind, die durchaus auch aus dem deutschsprachigen Raum kommt, auch in der aktuellen Schlagerwelt gibt es viel Gutes zu hören. Schlager ist übrigens ein Begriff, der in Wien vor über 150 Jahren für ein besonders schönes Musikstück egal welcher Art geprägt wurde und mit der Strauß-Dynastie begann.

Erst durch die Radio- und Fernsehmacher der neunzehnhundertneunziger Jahre wurde der Begriff regelrecht "versaut" und mit einer "Bacherl und Brückerl" Aura versehen. Dabei gibt es schon unter den Moderatoren von Radio Sachsen-Anhalt gute Musikanten, deren Titel ebenfalls das Zeug zu Schlagern hätten. Michme oder Jones zum Beispiel. Gespielt werden sie auf ihrem eigenen Sender nicht.

Oder wie wäre es mit gut gemachter deutscher Rock-Lyrik in der Nachfolge von Lift durch Norbert Radig und Band aus Weimar? Genug davon. Natürlich gibt es auch noch den melodiösen Schlager, das Lied, das Chanson von Leuten wie Udo Jürgens, Reinhard Mey und anderen. Auch die finden nicht mehr statt.

Letztlich: Radio Sachsen-Anhalt erhielt Mitte der neunzehnhundertneunziger Jahre vom Deutschen Textdichterverband die "Goldene Feder", eine Auszeichnung für die Verdienste um deutschsprachige Musik. Was geben die vielen Produzenten aus englischen und amerikanischen Studios dem Sender für die GEMA-Tantiemen, die über die GEZ und den Sender jedes Jahr auf ihre Banken überwiesen werden? Lasst die Feder am besten wieder fliegen, weit weg, in Länder die mit ihrer eigenen Musik vernünftig umgehen können.

Heimat klingt für mich anders. Aber wie gesagt, ich stamme ja aus einem Land vor unserer Zeit.

15.04.2014 15:20

Manuela Eder

Seit dem Jahr 2000 war ich Stammhörer von MDR Radio Sachsen-Anhalt und schaltete täglich ca. 5 Stunden den Sender ein. Mir gefiel die gute Mischung zwischen Oldies und Schlagern - besonders mag ich deutsche Musik/Schlager. Jetzt schalte ich höchstens noch 20 Minuten ein, denn die aktuelle Musikauswahl ist einseitig und langweilig. Schockierend finde ich, dass der Sender sowieso nur noch 20 Minuten-Hörer ansprechen möchte und keinen Wert mehr auf Stammhörer legt.

Fazit: MDR Radio Sachsen-Anhalt ist nichts Besonderes mehr und hebt sich nicht ab von dem Einheitsprogramm vieler Sender... Austauschbar und die Qualität sinkt... Das neue Ziel heißt "Dudelradio"... Schade!

16.03.2014 14:20

Christian Drehmer

Anfang des Jahres habe ich mir von Peter Albert das Lied "Dreh dich nicht mehr um" aus dem Jahr 1975 gewünscht (falls jemand dieses Lied noch kennt).

Ich warte noch heute auf die Erfüllung des Wunsches.

Als ich dann im Studio angerufen habe und mich deshalb beschwert habe, wusste die junge Frau noch nicht mal, wer Peter Albert überhaupt ist. Und diese Frau ist mit Sicherheit älter als ich, denn ich bin erst 23!

05.03.2014 18:48

Christian Drehmer

Seit Sommer 2005 bin ich ein treuer Stammhoerer bei MDR Sachsen-Anhalt. Leider werde ich seit der Programmumstellung im Juli 2012 immer wieder und immer mehr enttäuscht. Wie Frank es schon gesagt hat; die Musikredaktion macht einen großen Fehler mit der Musikauswahl. Da fragt man sich wirklich, wie stark die Nerven von manchen Omas und Opas sind, dass sie diesen englischen Quark ertragen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute in der Altersklasse 40+ lieber Manfred Mann mit Quinn Eskimo hören, den die Milch ausgegangen ist, als einen flotten Schlager von Franziska. Nur mal so nebenbei: Franziska kommt aus Sachsen-Anhalt und deshalb ist meiner Meinung nach diese Frau Pflicht für den Heimatsender. Sehr traurig, dass das tolle Musikprogramm so kaputt gemacht wurde!

03.03.2014 17:03

Silvio Paul

Ich höre im Prinzip seit Anfang an den MDR Sachsen-Anhalt. Um es vorweg zu nehmen, ich bin Mitte 40 und stehe noch auf die klassischen Schlager. Die Musik des MDR hat sich meines Erachtens zu sehr auf die jugendliche Zielgruppe orientiert, obwohl es mit MDR Jump oder ähnlichen Sendern bereits genügend Möglichkeiten gibt, für Rock und Popfans ihre Musik genießen zu können.

Ich vermisse immer mehr die klassischen Schlager. Interpreten wie Roland Kaiser oder Andrea Berg werden nur sporadisch gespielt. Dagegen hört man andere bekannte Interpreten des Schlagers (nicht Volksmusik) gar nicht mehr. Genannt sind das Interpreten wie Uwe Busse, Die Flippers, Roger Whittaker, G.G.Anderson, Andrea Jürgens, Brunner & Brunner u.v.a. Leider wid auch der moderne neue Schlager nicht berücksichtigt. Dazu zähle ich Sänger wie z.B. Jörg Bausch, Michael Wendler, Fantasy, Frank Lars u. v.a.

In letzter Zeit bin ich dazu übergegangen, immer öfter Musiksender über Satellit zu hören. Da ist für mich Radio Paloma allererste Wahl. Da wird man als Schlagerfan bestens bedient und unterhalten. Leider vermisse ich dort die Regionalbeiträge des MDR, die nachwievor sehr gut und informativ sind. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal ein Umdenken beim MDR . Denn nicht jeder der Schlager mag , ist schon im Rentenalter.

05.01.2014 23:07

frank schuster

Es ist wirklich beschämend, wie der MDR, aber auch der NDR, seine Hörer bevormundet. Der nervige Bekannte, den angeblich niemand vermisst, wie der Schlager hier verunglimpft wird, trägt seltsamerweise immer wieder zu großen Diskussionen und Frust über derart ignorante Radioprogramme bei. Von den gut besuchten Konzerten einer Helene Fischer, eines Andreas Gabalier, eines Roland Kaiser, eines Semino Rossi oder einer Andrea Berg einmal zu schweigen. Und dort sehe ich vermehrt junge Leute im Publikum zwischen 20 und 40 Jahren. Also wer lebt hier in einer Traumwelt, die von Marketingleuten erschaffen wurde? Wer sendet an einer großen Masse der Bevölkerung vorbei?

Wenn ihr meint, keine Schlager mehr senden zu müssen, lieber MDR, dann solltet ihr auch offen damit umgehen und auf die Gebührengelder dieser Menschen, die die Musik, die ihr gern unter den Tisch fallen lässt, verzichten. Das gilt für die Kollegen vom NDR übrigens in gleicher Weise. Der Name MDR SACHSEN-ANHALT ist mehr als dämlich. So heißt nämlich das TV-Programm. Dazu der dumme Spruch und das ätzende, ewig depressive Gejaule von Unheilig, Humpe, Lindenberg, Poisel, Tawil, Silbermond und Co. Für wen wird diese Musik gesendet? Die gibt es auch schon auf MDR JUMP, MDR SPUTNIK, NDR 2 und N-JOY zu hören! Weshalb muss dieser ohrenbetäubende Lärm dann auch noch auf den Einser-Wellen laufen? Damit man die Omis und Opis verjagt, die jahrelang eure treue Kundschaft waren? Schämt euch! Dann schaltet diese Wellen lieber ab und gebt den Privaten die Frequenzen. Initiativen gibt es genug wie Schlagerparadies und Paloma zeigen.

Sehr lustig auch, dass immer wieder unisono von einer Programmverjüngung die Rede ist, man dann aber temporeichen deutschen Schlager von 1990 bis heute durch Uralt-Softpop und Oldies ersetzt! Im Übrigen scheint der Autor nicht einmal sein Fach zu verstehen, wenn er hier vom Sounddesign spricht, aber eigentlich die Jingles, das On-Air-Design meint. Mit Sounddesign ist das Klangprozessing gemeint.

03.01.2014 23:44

Maik Stobbe

Hallo, seit 1992 also quasi vom ersten Tag an, habe ich MDR 1 Radio Sachsen Anhalt gehört, und bin dem Sender immer treu gewesen, aber dieses Jahr haben sie es geschafft mich zu vergraulen, und ich bin nicht etwa Ü50, sondern 33.

Ja richtig, ich bin mit MDR 1 RSA aufgewachsen, aber was die da in Magdeburg zur Zeit abziehen ist unmöglich, Quasi eine Mischung aus Radio SAW und Radio Brocken, genau die beiden Sender die ich nie gemocht habe und so gut wie nie eingeschaltet hatte. Der 60/40 Mix auf MDR1 war schon okay, aber ein Mix aus Oldies und POP für mich ein No Go...

Von mir aus können die Marktzahlen dann für MDR Sachsen Anhalt schlecht ausfallen, schließlich haben sie ja ihre Stammhörer damit vergrault. Somit kann ich nur sagen, wir brauchen mehr Sender wie Radio Paloma, oder solche die einen 50/50 Mix aus Oldies und Schlagern anbieten, und auch NDR1 NDS ist auf den Weg wie es in Magdeburg zur Zeit ist. Schämt euch, euer Entäuschter Stammhörer Maik Stobbe aus Hohenseeden :-(

23.12.2013 03:17

jos ef

@John Doe: "Und @Arno Nühm: Die deutsche Musik wird nicht "intelligenter", sie wird immer dümmer mit Idiotenmusik von Geistesgrößen wie Cro, Kasper, Bendzko und wie sie alle heißen, mit ihrem schwachmatischen Idiotengedudel. Von Leuten wie Sido, Bushido gar nicht zu reden.
[...]
Beatles, Roland Kaiser, Amy McDonald, Heinz Rudolf Kunze ... das klingt erst mal schon wesentlich anspruchsvoller und hochwertiger, als ich das von manchem, gerade erfolgreichen weil modernen, Radiosender so gewohnt bin."

Ach Gottchen. Für meine Großmutter waren die Beatles keine Musik. So wie für dich nun Sido nicht. Ist doch schön, dass es noch Unterschiede zwischen den Generationen gibt. Und dass die Geschmäcker verschieden sind.

Ich würde voll den Föhn kriegen, wenn mein Musikgeschmack plötzlich zum Mainstream würde (wenngleich der recht generationenübergreifend ist). Ich kriege schon immer Bammel, wenn da mal was von in den (Album-)Charts auftaucht. Mainstream zerstört jede Szene.

20.12.2013 15:51

Daniel Schneider

In Sachsen-Anhalt hat der Schlagerfan das Schlagerparadies via DAB+ als Alternative, sollen sie also mal bei MDR ihr totgedudelten 80er spielen und den Schlager aus dem Programm nehmen bzw. noch weniger spielen. Ich kenne schon einige die lieber das Schlagerparadies via 11c hören und kaum noch MDR 1 ...

20.12.2013 14:51

John Doe

Die Idee, ein sich durchsetzendes Streaming würde das Radio verdrängen, ist doch ein Trugschluss. Beim Fernsehen passiert das. Denn hier haben wir ein starres, formatives Programm, das man leicht gegen eine eigene Auswahl von Sendungen ganz nach Belieben tauschen kann.

Radio ist aber nicht nur Playlist, auf die man keinen Einfluss hat, Radio liefert noch Nachrichten, Lokalnews, Moderationen, bisweilen sogar gute Comedy. Wirklich erfolgreiche Sender, wie in NRW 1live vom WDR, vermarkten sich längst als Lifestyle-Produkt, als Plattform für Hörer und mit Eventangeboten. Das lässt sich nicht einfach durch Streaming-Dienste ersetzen.

Das "Gedudel" ist ja nicht die Schuld der Radiosender, sondern des katastrophalen Zustands der "Mainstream"-Musik-Szene. Es ist die von einer großen Hörermasse gewollte, aktuelle Musik, weil Musik längst nur noch reizfreier Pop ist, den man jederzeit auch in den Hintergrund schalten kann.

Und @Arno Nühm: Die deutsche Musik wird nicht "intelligenter", sie wird immer dümmer mit Idiotenmusik von Geistesgrößen wie Cro, Kasper, Bendzko und wie sie alle heißen, mit ihrem schwachmatischen Idiotengedudel. Von Leuten wie Sido, Bushido gar nicht zu reden.

Wenn man sich moderner aufstellen und Hörergelüste befriedigen will, muss man offenbar den Pop-Mist spielen, den die Masse will.

Deshalb kann man aber doch trotzdem nicht ernsthaft fordern, dass die Heile-Welt-für-geistig-arme-Rumtata-Marschmusik zurückkommt, bloß weil Oppa und Omma sie so toll finden und ihre Dosis Heimatideologie wollen. Also bitte.

Beatles, Roland Kaiser, Amy McDonald, Heinz Rudolf Kunze ... das klingt erst mal schon wesentlich anspruchsvoller und hochwertiger, als ich das von manchem, gerade erfolgreichen weil modernen, Radiosender so gewohnt bin.

20.12.2013 11:49

Lutz Ki

MDR 1 – Radio Sachsen ist genauso derselbe Sender. Ich höre definitiv keinen Schlager oder Volksmusik. Aber es gibt Leute, die das hören wollen (meine Eltern z.B.), und denen einfach dieselbe Sauce wie die privaten Radiosender mit nervigem Reingequatsche zu servieren (okay, ohne Werbung, aber das ist zwischendurch schon manchmal erholsam), ist einfach eine Frechheit, vor allem weil die Gebühren es ja ermöglichen SOLLEN, dass jeder bekommt was er will! (Genau so ein Quatsch macht es mir schwer, die Gebühren gegenüber meinen Bekannten zu rechtfertigen, weil ichs eigentlich gut finde.)

Achso: Gibts den Satz "Ein neues Jingle-Paket, eine neue Station Voice und auch ein detailliertes Stylebook kamen hinzu." auch auf Deutsch?

20.12.2013 09:54

Franz Müller

"In diesen 20 Minuten müssen wir unsere Kompetenz und das Besondere an unserer Musik und den Inhalten so oft und gut wie möglich herausstellen."

Und genau das ist der Grund, warum alle, die länger hören, nach 25 Minuten genervt den Sender wechseln und auch nicht wieder zurückkommen.

Selbst wenn jemand täglich nur 20 Minuten hört: Niemand möchte jeden Tag 20 Minuten lang dieselbe Musik und ständige Eigenwerbung hören.

19.12.2013 21:26

Jan-Olaf Stiller

Mittlerweile spielen praktisch alle Radiosender dieselbe Musik.
Im Grunde gibt es überall dieselbe, kurze Playlist. Unterschiede gibt es eigentlich nur in der Mischung aktueller und vergangener Hits - für den Hörer kaum zu bemerken.

Wenn ich mir aber beispielsweise die deutschen Albumcharts anschaue, dann sehe ich da auf den vorderen Plätzen Musiker/Bands wie Sido, Helene Fischer oder Nightwish. Nichts davon kommt im deutschen Radio vor, außer vielleicht in irgendwelchen Sendungen spät in der Nacht.

Kann man machen, dann braucht man sich aber auch nicht zu wundern, wenn Radio nicht mehr gehört wird oder zur belanglosen Hintergrunddudelei verkommt.

19.12.2013 17:48

Hans B.

Ist doch 1:1 das gleiche, was in Erfurt passiert oder bei MDR1 Radio Sachsen, schön den Schlager entsorgen und dafür Caro Emerald, Amy McDonald oder Lena spielen. Nee danke, ihr seit mal mein Heimatsender gewesen – mehr kann man seine Stammhörer einfach nicht verärgen ... man war immer erfolgreich mit Schlagern und Oldies und nun? Seht euch doch eure Hörerzahlen und Rückmeldungen dazu an!!!

19.12.2013 14:03

Donald Kruyper

Es stimmt schon – das Jammern ist einfacher als das Loben. Aber vielleicht gibt es auch mehr Grund zum Meckern als zum Schulterklopfen?

Ich muss Peter Herren recht geben: Wenn man tatsächlich versucht, seine Hörer innerhalb von 20 Minuten davon zu überzeugen, dass man der beste Sender ist, kann es nur darauf hinaus laufen, eben zu einem der Sender zu werden, der genauso ist wie alle anderen: ein Dudelsender.

Ich möchte mal darum bitten, dass Sie als Radiomacher mal den DLF einschalten. Nachmittags in der Woche zum Beispiel:

- Interessante Berichte auf hohem Niveau
- Interviews mit Künstlern, die man auch einfach mal nicht kennt, sondern dort erst kennenlernt
- Filmempfehlungen abseits von Spider-Man und Till Schweiger
- Ordentliches Ansagen einzelner Künstler mit Hintergrundinfos

und und und ...

auf diese Weise hebt man sich vom Mainstream ab. So was, ergänzt durch lokales Interessantes – ein Traumsender!

19.12.2013 13:18

David Suhrlau

Es gibt genau zwei Gründe, warum ich Radio höre. Grund 1: Nachrichten. Grund 2: Mein Wecker ist nicht internetfähig.

Hätte ich die Möglichkeit, dass mich mein Wecker mit Nachrichten weckt und anschließend eine von mir vorgegebene Playlist – von Spotify o.ä. – abspielt, würde ich gar kein Radio mehr hören. Wozu auch? Die Lieder, die dort gespielt werden, sind längst keine Geheimtipps mehr, wenn sie im Radio ankommen, sprich: Ich kenne sie und habe mich sattgehört oder ich mag sie nicht.

Warten wir mal 10, 15 Jahre ab, bis Streaming wirklich massentauglich ist und sich streamingtaugliche Musikanlagen langsam durchsetzen. Dann wird der Kampf um den Hörer wirklich ernst.

19.12.2013 12:43

Arno Nühm

Dass ihnen langsam der Markt zusammenbricht, merken diese Schlageraffen aber scheinbar auch. Heino versucht mit Covern in der jüngeren Zielgruppe zu häschern und die Bässe werden in den Schlagersendungen stärker hochgedreht, um vielleicht noch zwei oder drei 50-Jährige zum Kauf zu animieren.

Peinlich, naives Gejaule und aufgesetzte, dümmliche Heiterkeit – das hab ich immer schon mit Schlager verbunden. Dieses Zeug hört meine Oma, mit 80, auch nicht mehr gerne. Das hat sich zum Glück in der Gesellschaft gewandelt.

Deutsche Songs gibt es immer noch genug. Sie werden langsam etwas intelligenter. Wenn ich grauenhaftes Gejaule hören möchte, greife ich lieber zu englischen Songs. dort versteht man den Inhalt wenigstens nur, wenn man richtig hinhört ...

19.12.2013 11:52

Hans Moser

Wenn man das liest, wundert man sich nicht mehr über "Hörerschwund".

19.12.2013 11:49

Robert Wallmacher

Mithin ein Dudelfunker wie alle anderen Dudelfunker auch.

19.12.2013 11:33

P.I. Staker

Ich gebe Herrn Herren Recht. Auch diese "Innovation" des Programms wird bald aussterben.

Die meisten Leute hören Radio nicht, weil da so interessante Musik läuft, sondern weil sie irgendein Gedudel im Hintergrund haben wollen. Dabei geben sie sich mit dem belanglosen Geseier der großen Mainstream-Sender zufrieden, weil sie nichts anderes kennen. Das ändert sich aber in der Generation der unter 30-jährigen. Die sind es nämlich aus dem Internet gewohnt, nicht nur Dudel-Schrott vorgesetzt zu bekommen, sondern eine unendliche Fülle frischer, kreativer Musik zur Auswahl zu haben. Ich bin mal gespannt, wann die großen Sender darauf reagieren.

Bis dahin höre ich Lokalradio. Da traut man sich wenigstens noch etwas.

19.12.2013 11:19

Klaus Mueller

Wir fahren jedes Jahr um Weihnachten in den Harz. Wenn wir essen gehen, ist da immer (IMMER!) der gleiche Dudelsender im Hintergrund (auch mal im Vordergrund) zu hören. Schlager und dazu aufgeregte Stimmen von Ansagern und natürlich auch noch Reklame. Es ist schrecklich. Spricht man die Bedienung darauf an, weiß die oft gar nicht, wovon man redet und halten einen für deppert. Ich hab' mal drauf geachtet, welcher Sender das ist, den da "alle" im Harz hören: irgendein NDR-Sender wars. ("NDR" und 'ne Nummer dahinter).

19.12.2013 09:28

Peter Herren

"Oldies der 60er und 70er Jahre, elektronischen Soft-Pop der 80er."

Mit anderen Worten: Die besten Hits der 60er, 70er und von heute. Der gleiche Mist also, der auch auf anderen Sendern läuft. In der Tat, wahnsinnig innovativ, das ...

 
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