Detail-Informationen

Autor

Bernd Fabritius

verfasst am

08.06.2012

im Heft

journalist 6/2012

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Die nächste Spex-Ausgabe soll am 15. Juni erscheinen. Aber mit welchen Leuten?

Spex

"Mit mir hatte das nichts zu tun"

Als Torsten Groß im April seinen Job als neuer Chefredakteur des Musikmagazins Spex antrat, war niemand mehr da. Die Redaktion der Zeitschrift hatte geschlossen gekündigt. Der journalist hat nachgefragt, wie man ein Heft ohne Redaktion macht.

Bild: Erik Weiß

Torsten Groß: "Es wird Zuwachs in der Redaktion geben."

journalist: Wie haben Sie reagiert, als Sie noch vor Ihrem Jobantritt bei Spex erfuhren, dass Sie leere Redaktionsräume auffinden würden?

Torsten Groß: Zunächst war ich etwas überrascht, aber wenn einer Chefredaktion vom Verlag das Vertrauen entzogen wird, sind Personalumbrüche ja nicht ungewöhnlich. Am Anfang saß ich tatsächlich oft allein im Büro, abgesehen von unseren Layoutern und dem Onlineredakteur. Mittlerweile arbeitet außer mir noch ein weiterer Redakteur hier. Wir sind also schon zu zweit.

Dass eine Redaktion kollektiv kündigt, ist eher ungewöhnlich. Inwiefern hatte das mit Ihnen zu tun?

Ich glaube nicht, dass das mit mir persönlich zu tun hatte. Man darf sich das Weggehen der Mitarbeiter nicht als kollektiven Akt der Kündigung vorstellen. Es hat da individuelle Gründe gegeben. Genaueres müssen Sie den Verlag fragen.

Ihr Online-Impressum listete Ende Mai unter Printredaktion eine Praktikantin und einen Lektor auf. Wie wollen Sie die nächste Spex-Ausgabe pünktlich am 15. Juni auf den Markt bringen?

Da machen Sie sich mal keine Sorgen, wir sind auf einem guten Weg. Ich habe neben einem Redakteur noch Hilfe von Autoren, und es wird in den nächsten Wochen bis zum Erscheinen des Hefts Zuwachs in der Redaktion geben. Alles Weitere entnehmen Sie bitte dem Impressum der nächsten Ausgabe.

Sie waren zuvor Redakteur beim Konkurrenzheft Rolling Stone. Wie viele Ihrer ehemaligen Springer-Kollegen aus dem Mainstream-Magazin werden in Kürze in der alten Subkultur-Zeitschrift Spex auftauchen?

Nach aktuellem Stand kein einziger. Es gibt im Umfeld der Spex genug gute Leute, dazu kommen einige aus anderen Bereichen. Eine Tätigkeit für beide Magazine schließe ich ganz aus. Personelle Überschneidungen sollte man auf dem überschaubaren deutschen Markt möglichst vermeiden. Mit Kategorien wie Mainstream oder Subkultur kann ich übrigens wenig anfangen.

Haben Sie den Autorenstamm gehalten, der unter Ihren Vorgängern Wibke Wetzker und Jan Kedves für Spex gearbeitet hat?

Ich habe mich mit nahezu allen Autoren und Fotografen unterhalten, und die meisten sind bereit, auch in Zukunft hier mitzuwirken.

 

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