Detail-Informationen

Autor

Svenja Siegert

verfasst am

06.10.2015

im Heft

journalist 10/2015

ZDF-Moderatorin Dunja Hayali: "Diese Menschen müssen offenbar irgendwo ihren Frust abladen. Dann besser bei mir auf Facebook als vor einem Flüchtlingsheim." (Bild: Jannis Chavakis)

Dunja Hayali

"Das geht nicht spurlos an einem vorbei"

Dunja Hayali zeigt Gesicht. Die Moderatorin des ZDF-Morgenmagazins besucht Flüchtlingsheime, diskutiert in Schulen über Nazis und versucht, in sozialen Netzwerken rechten Hassparolen etwas entgegenzusetzen. Das bietet Angriffsfläche. Ein Gespräch über Emotionen, Engagement und die Zukunft eines ZDF-Experiments namens Donnerstalk.

journalist: Woher kommt diese Emotionalität unter Journalisten beim Thema Flüchtlingskrise?

Dunja Hayali: Ist das so? Nehmen Sie das so wahr?

An vielen Stellen schon. Da gibt es Journalisten, die nach Budapest gefahren sind und sehr persönlich wurden, von ihren Tränen geschrieben haben und ...

... haben Sie es gemacht? Sind Sie nach Budapest gefahren? Haben Sie gesehen, was dort los ist? Wie sich eine humanitäre Katastrophe anfühlt?

Nein.

Waren Sie in einem Flüchtlingscamp? In irgendeinem Erstaufnahmelager?

Nein.

Ich hätte auch nicht gedacht, dass es so einen Unterschied macht, aber die Dinge mit eigenen Augen zu sehen, die Geschichten mit eigenen Ohren zu hören, die Menschen zu spüren, das verändert. Das geht nicht spurlos an einem vorbei. Wären Sie also dort gewesen, dann könnten Sie besser verstehen, warum man mitunter emotional werden kann. Aber das muss man als Journalist in den Griff bekommen. Es geht nicht um mich und meine Befindlichkeiten, sondern um die Geschichte. Wir müssen das abbilden, was passiert.

Es gibt Journalisten, die sagen, dass Emotionalität bei dem Thema nichts zu suchen hat.

Erstens sollten wir nicht Emotionalität mit Empathie verwechseln. Und zweitens muss man differenzieren. Ich führe ein Interview mit einer Flüchtlingsfamilie anders als ein Interview mit dem Innenminister oder dem Präsidenten der Europäischen Kommission.

tagessschau-Chefredakteur Kai Gniffke hat gesagt, die Gefahr sei, dass wir uns selbst als Beschützer der Flüchtlinge inszenieren. Das wäre unjournalistisch. Ist das, was Sie machen, unjournalistisch?

Ich habe mich dazu entschlossen, Menschen zu helfen. Im Grunde folge ich damit nur dem Gedanken des Grundgesetzes und der Genfer Konventionen. Oder ganz einfach dem normalen Menschenverstand. Aber ich spiele mich weder als Schützer, Beschützer oder Retter auf, noch inszeniere ich irgendwas. Unsere Aufgabe als Journalisten ist es, bei aller Betroffenheit, Situationen und Aktualitäten zu schildern, einzuordnen und die Distanz zu wahren. Aber Roboter sind wir nun mal auch nicht.

Wie man den Spagat zwischen Emotionalität und Distanz schafft, haben Sie im Donnerstalk gezeigt, ein Talkmagazin auf dem Sendeplatz von Maybritt Illner zur Sommerpause. Sie haben zum Beispiel Flüchtlingskinder getroffen, die ohne Eltern zu Fuß nach Deutschland gekommen sind, haben mit ihnen gekocht, Tischtennis gespielt. Jugendliche, die ihre Reise nur knapp überlebt haben. Ihre Reportagen waren nahbar, auch emotional – aber weder kitschig noch anbiedernd. Das gelingt nicht jedem beim Thema.

Das sind Nuancen, die einem so ein Kompliment bescheren können. Wenn Sie finden, dass mir das gelungen ist, freut mich das. Der Donnerstalk ist eine Sendung, in der ich Haltung zeigen konnte und sollte. Vor allem bei den Themen, bei denen ich als Reporterin draußen war. Das war zunächst ungewöhnlich für mich, da es den Grundsätzen des Morgenmagazins widerspricht, das ich ja sonst moderiere.

Sie sind engagiert und involviert, was die Flüchtlingskrise angeht. Wie viel lassen Sie an die Privatperson Hayali ran?

Stellen Sie sich vor, jemand kommt zu Ihnen und sagt: "Sie haben eine Minute, packen Sie Ihre Sachen und dann rennen Sie. Und wenn Sie nicht rennen, bringen wir Sie um." Solche Geschichten über Flucht, Folter, Vergewaltigung und Tod habe ich dutzendfach gehört. Wenn ich sie mir wirklich vorstellen könnte, würde ich wohl durchdrehen. Wie soll das ein Mensch auch ertragen? Also sperrt mein Körper diese Funktion und schützt mich so vor dem Zusammenbruch. Aber diese Geschichten sind nun mal auch wichtig für mich als Journalistin. Sie gehören allerdings nicht hier hin (klopft auf ihr Herz), sondern hier hin (zeigt auf ihren Kopf). Und da bin ich dann ganz bei Kai Gniffke: Zu viel Emotionalität ist nicht gut. Genau so wenig hilft Naivität.

Vermissen Sie den Donnerstalk?

Das war ein tolles Experiment. Ich konnte mich von einer ganz anderen Seite zeigen. Wir waren ein super Team und hatten gute Themen. Das Flüchtlingsthema etwa haben wir früh und intensiv aufgegriffen. Ende Juli war das Ausmaß und die ganze Bandbreite ja noch gar nicht abzusehen, und dennoch hatten wir Flüchtlinge in vier von fünf Sendungen zum Thema.

Hört das Thema wieder auf?

Nein. Das bleibt.

Journalisten könnten das Interesse verlieren.

Wir stehen doch gerade erst am Anfang. Die echten Herausforderungen kommen erst noch auf uns zu. Die Menschen, die kommen und bleiben, müssen in Ausbildung und Arbeit gebracht werden, die Kinder in die Kita und Schule, wir brauchen Wohnraum, unser Gesundheitssystem steht vor neuen Herausforderungen, so wie unsere gesamte Gesellschaft. Denn auch die, die schon lange hier leben, müssen vorbereitet und mitgenommen werden. Wir müssen Ungerechtigkeiten vermeiden. Sorgen ernstnehmen. Wir müssen zeigen, wo die Grenzen sind, wo die Probleme, wo die Chancen liegen. Auch das ist die Aufgabe von uns Journalisten.

Da wirkt ein Boxspringbetten-Test im Moma schon irgendwie fehl am Platz.

Irgendwann muss man ja auch mal durchatmen. Sie können dem Zuschauer am Morgen nicht 3,5 Stunden Probleme, Kriege und Elend präsentieren. Es gibt auch noch andere Dinge auf der Welt. Die miteinander zu verbinden, ist eine der Herausforderungen im Moma. Heute ging es nach den Flüchtlingen um Deutschlands besten Bäcker. Da fasst man sich schon mal an den Kopf und denkt, wie soll das denn jetzt gehen? Aber so ist das nun mal.

Sie fahren heute wieder nach Ellwangen, berichten wie schon Ende Juli aus der Erstaufnahme-Einrichtung. War es schwierig, an die Drehgenehmigung zu kommen?

Ja, sehr. Es liegt wahrscheinlich daran, dass zum einen die Privatsphäre der Flüchtlinge geschützt werden soll, aber zum anderen auch versucht wird, die Überforderung nicht nach außen dringen zu lassen.

Der stellvertretende Leiter der Einrichtung war damals noch sehr entspannt.

Herr Herzog war toll. Und er war herzlich, realistisch. Und genau das brauchen wir in dieser ganzen Diskussion. Wir dürfen den Sinn für die Realität nicht verlieren. Dazu gehört aber auch, den Finger in die Wunde zu legen. Es fehlt wirklich an vielem. Wenn das so ist, dann müssen Menschen die Möglichkeit haben zu improvisieren. Ganz pragmatisch Lösungen finden. Und genau das tun Herr Herzog und sein Team. Sie machen aus wenig viel. Und ohne ihren enormen persönlichen Einsatz würde Ellwangen untergehen.

Finden Sie, Journalisten malen zu viel schwarz-weiß? Zu viel München, zu viel Heidenau und nichts dazwischen?

Mir fehlt in der gesamten Diskussion einfach die Balance, das Maß, die Mitte. Ideologien haben überhandgenommen. Entweder gehört man zu den Nazis oder zu den Gutmenschen. Man ist links oder rechts. Mir missfällt dieses Schubladendenken. Klar ist, es gibt Menschen, die Sorgen haben, ohne rechtes Gedankengut, und es gibt Menschen, die einfach helfen wollen, ohne sich damit hervortun zu wollen. Ich bleibe dabei: Wir müssen, wenn wir die Menschen in Deutschland mitnehmen wollen, alle Aspekte aufzeigen, die schönen wie die unschönen. Und noch was: Wir alle müssen wirklich aufpassen, dass sich die Gesellschaft nicht spaltet. Von Freunden höre ich jetzt immer wieder, wie entsetzt sie darüber sind, wie manche ihrer Freunde sich zu dem Thema positionieren und kündigen die Freundschaft. Das mag auf Facebook nur ein Klick sein, aber im wahren Leben hat das doch andere Ausmaße.

Wie viel Verantwortung haben Journalisten, wenn es darum geht, eine Lösung zu finden?

Unsere Aufgabe ist es, das abzubilden, was gerade passiert. Und Fragen zu stellen: Was bedeutet das? Wohin führt uns das? Wie verändert das unser Land? Hat es Einfluss auf unsere Werte? Und unsere Gäste im Morgenmagazin müssen dann diese Fragen beantworten. Nicht wir Journalisten. Jedenfalls nicht, wenn ich für mein Medium arbeite. Also das ZDF. Wir sind nicht da, um Lösungen anzubieten, sondern um den Zuschauern Antworten zu liefern. Aber ein bisschen Druck von den Medien kann ja nicht schaden, um Dinge zu beschleunigen oder aufzudecken. Und Missstände gibt es politisch wie gesellschaftlich ja gerade reichlich. Was ich persönlich denke oder mache, steht auf einem anderen Blatt. Zum Beispiel bei Facebook oder Twitter. Aber auch hier gilt, als Journalist ist man auf diesen Plattformen nie ganz Privatperson.

Wie viel hilft es Ihnen im Job, dass Sie Arabisch sprechen?

Viel. Dabei ist mein Arabisch gar nicht so gut. Aber für warme Worte und einfache Fragen reicht es. Es öffnet mir Tor und Tür – und vor allem Herzen. Ich habe letztens einen Jugendlichen aus Syrien getroffen. Er ist Tausende Kilometer gelaufen, saß im Schlauchboot, lag in einem Kofferraum, und nun ist er hier. Ohne Familie, ohne alles. Er ist eingeschüchtert, traumatisiert und was weiß ich nicht noch. Aber wenn dann jemand kommt, der lustiges Arabisch mit deutschem Akzent spricht, dann fassen sie eben relativ schnell Vertrauen. Das hilft. Enorm.

Bild und BZ haben gerade eine Beilage auf Arabisch gedruckt.

Schöne Aktion, schönes Zeichen. Wir alle wissen um den Einfluss der Springer-Presse. Ich hoffe nur, dass die Bild bei ihrer neu gefundenen Haltung gegenüber Flüchtlingen und Ausländern bleibt.

Aber es bleibt eine Kampagne, was Bild gerade macht.

Kampagnen in Medien gehören sich nicht. Aber in diesem Fall bin ich froh, wenn es denn schon eine Kampagne sein muss, dass sie so ist, wie sie ist. Positiv.

Auch Ihre Familie hat eine Flüchtlingsgeschichte.

Meine Eltern nicht, aber Teile meiner Familie sind nach dem Sturz von Saddam Hussein aus dem Irak geflohen. Viele nach Amerika, nach Schweden, Jordanien – auch nach Syrien.

Berührt Sie das Thema mehr als andere Journalisten?

Ich kann die Frage nicht beantworten, weil ich nicht weiß, wie ich fühlen und denken würde, wenn ich diese Geschichte nicht hätte. Aber ich kann nicht ausschließen, dass mich das Thema auf eine andere Art und Weise bewegt. Vielleicht habe ich deshalb sogar ein anderes Verständnis, einen anderen Blick auf die Dinge, kann auf andere Erfahrungen zurückgreifen. Aber das heißt für mich auch, dass ich in meinem Job doppelt vorsichtig bin und mich und meine Worte immer wieder hinterfrage. Angefangen bei der Anmoderation bis hin zu meinen Fragen. Mir ist bewusst, dass ich mit meinem Migrationsvordergrund und meinem persönlichen Engagement für hilfesuchende Menschen unter besonderer Beobachtung stehe.

Wann beginnt ein Journalist, Teil der Geschichte zu werden?

Wenn er nicht differenziert und wenn er sich gemein mit einer Sache macht. Ich finde übrigens, man darf sich durchaus mit einer guten Sache gemein machen. Im Privaten.

Ein taz-Journalist hat in Berlin eine Familie bei sich übernachten lassen und dann darüber geschrieben. War er Teil der Geschichte?

Er wird natürlich zum Teil der Geschichte. Wenn der Leser versteht, was da mit dem Reporter passiert ist und wenn der nicht anfängt, einseitig zu berichten, dann ist das legitim. Für mich gehört einfach die Wahrheit dazu. Konstruiere ich die Geschichte nur oder passiert sie mir gerade?

Auch Ihnen schlägt man bei Facebook gerne mal vor, nicht zu viel zu posten, sondern vielleicht einfach mal eine Flüchtlingsfamilie bei sich aufzunehmen. Haben Sie?

Bitte lasst die Leute, die helfen wollen, einfach helfen. Es ist doch egal, wie, wo und auf welche Weise sie das tun. Ob sie nun Menschen bei sich aufnehmen, ob sie Deutsch unterrichten wollen oder ob sie, wie ich jetzt, versuchen, die Vormundschaft für einen unbegleiteten Jugendlichen zu übernehmen. Wir alle sind dafür verantwortlich, wie es in Deutschland weitergeht. Uns wäre viel geholfen, wenn diejenigen, die sich über die Hilfe für Flüchtlinge beschweren und die angeblich unterlassene für Obdachlose kritisieren, einfach mal weniger reden, sondern handeln würden.

Was war das Schlimmste, das man Ihnen diese Woche bei Facebook an den Kopf geworfen hat?

Jetzt ist es gerade ruhig. Die Hasszuschriften kommen wirklich nur vereinzelt. Der Großteil ist sehr herzerwärmend, bestärkend und aufmunternd. Das macht Mut.

Halten Sie deshalb die Hasszuschriften aus?

Schön ist das nicht. Es gab auch ein oder zwei, wo ich dachte, was passiert eigentlich, wenn die jetzt mal wirklich vor deiner Haustür stehen. Aber da muss man durch. Ich versuche, es nicht zu persönlich zu nehmen, auch wenn mir das nicht immer gelingt. Diese Menschen, die eindeutig Rassistisches von sich geben, müssen offenbar irgendwo ihren Frust abladen, sie brauchen einen Stromableiter. Dann besser bei mir auf Facebook als vor einem Flüchtlingsheim.

Ende August haben Sie auf Facebook Stimmung gemacht. Stimmung gegen die Ja-aber-Sager "Ich hab’ ja nichts gegen Flüchtlinge, aber…". Den Beitrag Fick dich Flüchtling haben fast 80.000 Menschen geteilt, mehr als 6.500 Kommentare sind aufgelaufen. Haben Sie alles gelesen?

Ich habe keine Stimmung gemacht, ich habe meine Stimmung wiedergegeben. Und ja, ich habe alles gelesen. Zwischendurch ist mir auch der Kragen geplatzt. Aber was mir dann durch den Kopf geht, bringe ich besser nicht zu Papier. Es würde ja nichts bringen. Zudem fordere ich Balance, Respekt und Gelassenheit von anderen, dann gilt das ja auch für mich. Das heißt nicht, dass ich mich mundtot machen oder mir alles gefallen lasse. Die Worte eines Freundes helfen mir dabei: Kopf hoch und nicht die Hände.

Mit der Organisation Gesicht zeigen sind Sie nach Heidenau in eine Schule gefahren, um über die Übergriffe auf Flüchtlinge zu sprechen. Außerdem sind Sie Botschafterin von Respekt! Kein Platz für Rassismus. Warum machen Sie das?

Ich trage für meine kleine Welt Verantwortung. Und wenn ich die kritisiere, dann muss ich auch was tun, damit sie besser wird. Es reicht nicht, wenn ich einen netten Artikel oder eine nette Anmoderation formuliere. Mit Gesicht zeigen gehe ich in Schulen und rede über Rechtsradikalismus, Linksradikalismus, Homophobie – wenn ich am Ende nur zwei, drei Schüler dazu bekomme, darüber nachzudenken, habe ich viel gewonnen.

Mussten Sie sich das vom ZDF genehmigen lassen?

Ja.

War das schwierig?

Nein. Und ich mache ja noch mehr, Aber ich muss nicht rumlaufen und das jedem auf die Nase binden.

Können Sie überhaupt zwischen der Privatperson Dunja Hayali und der Journalistin Dunja Hayali trennen?

Journalist und Mensch? Das kann man nicht trennen – und bei Gesicht zeigen muss ich das ja auch gar nicht. Da gehe ich als Journalistin Dunja Hayali hin. Und das soll den Jugendlichen mit Migrationsvordergrund zeigen, dass es Chancen für jeden von uns gibt. Diese Vorbild-Aufgabe habe ich, als ich beim ZDF anfing, fast zwangsläufig übernommen. Denn wer will schon aufgrund seiner Wurzeln Vorbild sein. Vorbild kann für mich nur jemand sein, der etwas geleistet oder bewegt hat. So wie meine Eltern. Aber egal, wenn es hilft ... Wer weiß, vielleicht bewege ich ja auch noch etwas.

Stand Ihr Name Ihnen mal im Weg?

Nein, ich glaube nicht. Ich hatte viel Glück, weil ich an die richtigen Menschen geraten bin, die auf Herkunft, auf Hautfarbe keinen Wert gelegt haben oder darin sogar einen Mehrwert gesehen haben. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich Deutsch rede wie jeder andere. Oder sogar besser ...

Was wird denn jetzt aus dem Donnerstalk?

Ich weiß es nicht. Der Sender ist zufrieden, wir sind zufrieden, die Zuschauer sind zufrieden. Das ist doch erst mal ne Menge wert.

Aber Sie würden schon noch mal gern?

Klar. Allerdings habe ich mit dem Moma eine tolle Heimat. Wenn das mit der Uhrzeit nur nicht wäre ...

Und Sie hatten ziemlich gute Quoten.

Mir war das Feedback wichtiger. Aber ich gebe zu, auch ich habe am Freitagmorgen als Erstes auf die Quote geguckt. Da ich mich davor aber nie um sie gekümmert habe, war es etwas befremdlich. Befremdlich, weil ich meine Arbeit nicht nach Quoten ausrichten will. Ich wüsste gar nicht, wie das gehen soll. Außerdem: Wenn ich am Abend mit der Sendung zufrieden oder unzufrieden war, kann die Quote daran auch nichts ändern.

Über die Autorin

Svenja Siegert ist journalist-Redakteurin, Twitter: @ssvenjaa.

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Aktuelle Kommentare zu diesem Interview

06.10.2015 12:24

Dirk Boehme

Ich bin der Meinung, dass Frau Hayali für ihr Engagement ein großes Lob gezollt werden sollte! Journalisten wie Frau Hayali sollte es mehr geben. Für ihren Einsatz sollte Frau Hayali mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden!

07.10.2015 10:35

Stefan Koschwitz

Ich bin für weniger Hayali und mehr Sachlichkeit.

Durch einseitige Berichterstattung wird die Gesellschaft gespalten. Insbesondere die Moderatoren und Journalisten mit Migrationshintergrund neigen dazu, sich Ihre Wahrheit zurechtzubiegen. Da der Bezug zur deutschen Identität und die Verbundenheit mit dem deutschem kulturellen Erbe gänzlich fehlt, ist es einfacher Menschen in die braune Ecke zu stellen und einseitig Partei für die Masseneinwanderung zu beziehen.

Empathie sollte nicht nur den Flüchtlingen sondern auch der Mehrheit der Deutschen im Land entgegengebracht werden. Die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes wurden von Frau Hayali und Ihresgleichen bisher nicht dannach gefragt, ob Sie sich eine Veränderung durch Masseneinwanderung wünschen. Ich fühle mich als Europäer und möchte es wie unsere Freunde, die Franzosen und Engländer halten. Die Mehrheit der Europäer wünscht sich kein verfremdetes Europa.

07.10.2015 16:51

Katrin Radatz

Frau Hayali ist ein Vorbild für mich. Ich möchte friedlich zusammenleben, egal woher die Menschen kommen.

Wir leben hier wie die Made im Speck, die meisten haben nur Angst etwas mehr zu tun oder etwas von unserem Reichtum abzugeben.

Über viele Meinungen kann ich nur den Kopf schütteln und fremdschämen. Frau Hayali hat oft die dummen Sprüche veröffentlicht, die Sie tagtäglich bekommt. Ich bin entsetzt darüber, was für ein Hass in manchen Menschen steckt.

Ich äußere mich auch klar wie Frau Hayali und zeige Gesicht, weil ich diesen Scheiß von Hass nicht akzeptiere und toleriere.

WIR SIND ALLE MENSCHEN! Die Würde DES MENSCHEN ist unantastbar!

PS ich bin Unternehmer und habe massiven Arbeitskraftmangel!

Ich freue mich auf neue Mitmenschen.

13.10.2015 11:43

Lou van Burg

Was Frau Hayali tut, ist gut.

Aber bitte kein Bundesverdienstkreuz! Ich denke nicht, dass sie die schlechte Gesellschaft derer, die dieses Kreuz schon haben, verdient hat.

 
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