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Autor

Butch Ward

verfasst am

19.11.2014

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Redaktionswerkstatt

Schreibblockade? 14 Journalisten erklären, was sie dagegen tun

Einfach drauflos schreiben, weiter recherchieren oder erst mal ein Bier trinken. Butch Ward vom Poynter-Institut hat Journalisten und Autoren von Mashable bis Los Angeles Times befragt, was sie unternehmen, wenn die Worte nicht fließen wollen. Hier sind ihre Antworten.

Vor ein paar Wochen habe ich über meine Schreibblockade geschrieben und darüber, wie ich sie überwunden habe. Das gab mir zu denken: Wie überwinden andere Journalisten diese Augenblicke (oder Stunden), in denen sie auf den leeren Bildschirm starren? Ich habe einige sehr gute Print-, Rundfunk- und Online-Autoren nach ihren Tipps gefragt.

Die Antworten zeigen, dass sie nicht nur ihre Begabung teilen, sondern auch die Ansicht, dass eine gute Schreibe das Produkt von Disziplin und harter Arbeit ist.

Ich hoffe, dass ihre Tipps Ihnen beim nächsten Mal helfen, wenn die Worte nicht kommen wollen. Vor allem hoffe ich, dass sie Sie zum Schreiben inspirieren.

Steve Hartman, Korrespondent, CBS News

Butch schickte mir eine E-Mail, in der er mich darum bat, meine Gedanken über Schreibblockaden aufzuschreiben. Seine E-Mail lag eine ganze Weile in meinem Posteingang. Ich wusste nicht, was ich dazu sagen sollte. So alltäglich sind Schreibblockaden für mich. Eigentlich nenne ich das nicht einmal Schreibblockade. Ich nenne es einfach schreiben. Die Worte fließen bei mir nie einfach so. Jedes Mal fühle ich mich an der Tastatur wie ein Hochstapler und Schwindler. Jedes Mal frage ich mich: "Wie soll ich sie diesmal hinters Licht führen?"

Mein Ratschlag, wie man diese tägliche Hürde nehmen kann: an die Tastatur setzen und tippen. Ich werfe die Worte einfach hin wie Scrabble-Steine aus einem Becher. Wenn ich das lange genug mache, kommt irgendwann etwas dabei heraus. Sobald ich ein paar Zeilen zusammen habe, überarbeite ich alles. Ich bin ein schrecklicher Autor, aber manchmal entsteht nach dem 13. Entwurf etwas Gutes.

Natürlich gibt es Zeiten, in denen ich nicht einmal die ersten paar Worte finde. Für solche Tage habe ich zwei Ratschläge. Wenn möglich, gehe ich ins Bett und fange am nächsten Morgen noch mal an. Wenn ich aber eine Abgabefrist habe, schreibe ich einfach und zerbreche mir nicht weiter den Kopf darüber. Ironischerweise führt genau das oft zu den besten Ergebnissen.

Carrie Budoff Brown, White-House-Reporter, Politico

So schwer es auch manchmal sein kann, ich versuche, mich ein paar Schritte vom Computer zu entfernen und die Geschichte für eine kurze Weile ruhen zu lassen. Wenn ich so weit bin, tippe ich Notizen, einzelne Gedanken, ganze Absätze und Einstiegsideen in mein iPhone. Aus irgendeinem Grund fühle ich mich am iPhone weniger unter Druck als am Computer. Das Aufschreiben meiner Gedanken in das Telefon hilft mir oft, die Schreibblockade zu überwinden, und wenn ich an meinen Computer zurückkehre, habe ich eine Vorstellung davon, wo ich mit meinem Text hinwill.

Ein weiterer Trick: Suchen Sie sich einen neuen Ort zum Schreiben. Wenn ich Zeit für einen Text habe, setze ich mich statt an meinen Schreibtisch lieber in eines meiner Lieblingscafés. Der Perspektivwechsel und die gute Musik reichen in der Regel aus, um meine Gedanken wieder in Gang zu bringen.

Wenn diese Tricks nicht helfen, habe ich normalerweise nicht gründlich genug recherchiert. Also setze ich mich ans Telefon und treffe mich mit mehr Leuten.

Paula Bock, Schriftstellerin, Redakteurin, Pacific Science Center

1. Schrauben Sie Ihre Ansprüche herunter. Es muss nicht perfekt sein. Ein grober Entwurf genügt.

2. Schalten Sie den Bildschirm aus und tippen Sie einfach, um Ihren Text nicht gleich beim Schreiben zu redigieren. (Aber stellen Sie sicher, dass Ihre Finger auf den richtigen Tasten liegen!)

3. Setzen Sie sich Mini-Fristen.

4. Schreiben Sie in 15 Minuten-Blöcken. Stellen Sie sich einen Wecker, und hören Sie nicht auf zu tippen.

Anna Holmes, Gründerin von Jezebel.com, Kolumnistin für die NYT Sunday Book Review, Redakteurin für Fusion

Lange Spaziergänge helfen. Oder wenn ich mir einrede, dass ich eine E-Mail an einen Freund schreibe. Aber ich muss sagen, je älter ich werde, umso häufiger kämpfe ich mit Schreibblockaden.

Ich will nicht esoterisch klingen, aber als ich vor ein paar Jahren angefangen habe, Yoga zu machen, hat mir das auch geholfen, mit meinen Schreibblockaden umzugehen. Wobei mir das Stretching und das anschließende lange Stillsitzen vor allem dabei geholfen haben, Probleme in Texten zu lösen, die ich schon zur Hälfte geschrieben hatte – und nicht unbedingt dabei, einen neuen Text zu beginnen. Das ist aber das, was ich und die meisten Menschen meinen, wenn sie von einer "Schreibblockade" sprechen.

Ich vermute aber auch, dass das, was wir heute Schreibblockade nennen, eigentlich "vollständige Ablenkung" heißen müsste. Die Schuld daran gebe ich dem Internet. Digitale Medien und Technik haben mein Leben unermesslich viel besser gemacht – sowohl privat als auch beruflich –, aber sie machen es auch sehr schwierig, mich auf den tatsächlichen Akt des Schreibens zu konzentrieren. Man könnte sagen, dass die vielen Stunden, die ich täglich auf Twitter verbringe, auch eine Art des Schreibens sind, und ich könnte dem zustimmen. Doch ich glaube nicht, dass das, was ich auf Twitter sage, irgendeinen bleibenden Wert hat. (Und ich werde auch nicht dafür bezahlt.) Es ist gut, um Dampf abzulassen und Ideen zu finden, aber vor allem ist es sehr, sehr gut, um die Schreibtätigkeit aufzuschieben. Natürlich hat das Aufschieben seinen Platz im Schreibprozess, aber ich wünschte, es hätte mich etwas weniger im Griff. Die einzige Lösung ist natürlich, einfach offline zu gehen. Aber ich kann mir das gerade nicht vorstellen – weder psychisch noch beruflich.

Chris Taylor, stellvertretender Chefredakteur, Mashable

Ich bin nicht so recht davon überzeugt, dass es so etwas wie eine Schreibblockade gibt, und wenn doch, dann ist die Bezeichnung falsch. Was es gibt und was nach meiner Erfahrung unter Autoren so weit verbreitet ist, ist eine Lead-Phobie oder die Angst vor dem ersten Satz. Es gab Zeiten, wo ich bis 5 Uhr morgens wach lag, gefangen in dem Versuch, den richtigen Einstieg zu finden. Danach fließt die Geschichte üblicherweise wie von selbst.

Wie ich darüber hinwegkomme? Ich teste es selbst noch, aber am hilfreichsten finde ich es bislang, irgendwo schnell ein paar Notizen zu machen. Auf einer Einkaufsliste, als Eintrag in ein Tagebuch (ich habe die App Day One für Mac und iOS benutzt und kann sie für schnelle sichere Einträge für unterwegs sehr empfehlen). Je privater, desto besser. So können Sie sich selbst vorgaukeln, dass Sie ja gar nicht wirklich schreiben, und der immer wache innere Kritiker wird eingelullt.

Steve Lopez, Kolumnist, Los Angeles Times

Eine Schreibblockade tritt meistens auf, wenn man seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Zumindest in meinem Fall. Sie befällt mich, wenn ich versuche, mit Autorität zu schreiben, das aber eigentlich gar nicht kann. Die Abhilfe besteht also darin, etwas gründlicher zu recherchieren oder mir mehr Gedanken über das Material zu machen, das ich zusammengetragen habe.

Wenn ich alle Einzelteile habe und mir immer noch nicht das große Ganze vorstellen kann, versuche ich, wie ein Maler zu denken, der eine Grundierung aufs Bild aufträgt. Einige Worte niederzuschreiben hilft mir, die rauen Stellen im zweiten und dritten Durchgang zu glätten. Im Grunde geht es nicht ums Schreiben. Es geht ums Überarbeiten und Redigieren.

Connie Schultz, Kolumnistin bei Creators Syndicate, Parade Magazine

Wir alle kennen diese Zeiten, wenn der Text, den wir schreiben müssen, nur widerwillig seinen Weg zu unserer Tastatur findet. Wenn mir das passiert, bleibe ich sitzen und schreibe ein paar Minuten lang irgendetwas, um überhaupt voranzukommen. Vielleicht einen Post für meine öffentliche Facebook-Seite oder ein paar Absätze für etwas anderes, an dem ich arbeite, das ich aber noch nicht abgeben muss. Alles, was das Gedächtnis des Flows aktiviert. Das klappt bei mir fast immer, es hilft mir, in die richtige Verfassung zu kommen, um die Arbeit fristgerecht zu erledigen.

Ich habe auch visuelle Tricks, die mir den nötigen Anstoß geben. Der Henkelmann meines Vaters und der Arbeitsausweis meiner Mutter liegen auf meinem Schreibtisch, um mich daran zu erinnern, wie hart sie gearbeitet haben, damit ich diesen Job machen kann. An vielen Tagen reicht das, um mich zu motivieren. Das ist mein Job, und das schwerste Stück meiner Ausrüstung ist ein Laptop. Auf dieser Yacht wird nicht gejammert.

Don Wycliff, pensionierter Journalist und Journalismuslehrer

Zum Glück hatte ich noch nie eine lähmende Schreibblockade. Aber es gab Zeiten, in denen ich mit einem Text einfach nicht vorankam. Fast immer lag es daran, dass ich nicht genug recherchiert hatte. Ich versuchte, sozusagen, Ziegel ohne Stroh zu machen, meinen Motor ohne Treibstoff ans Laufen zu bringen.

Die Lösung lag darin, zurückzugehen, tiefer zu graben und in die Geschichte einzutauchen. Ich habe festgestellt, dass ich die Geschichte in einfachem, erzählerischem Ton aufschreiben konnte, wenn ich ausreichend Material gesammelt hatte. Aus der Geschichte ergab sich der Einstieg. Und wenn das nicht klappte, hatte ich genug Material, um darauf herumzukauen und einen fantasievolleren Ansatz für die Geschichte zu finden.

Jacqui Banaszynski, Poynter Fellow, Ritter Stuhl University of Missouri

Wie sagt man so schön? Fernfahrer bekommen keine Fahrblockade und Tageszeitungsredakteure können sich keine Schreibblockade leisten. Aber bei Projekten mit weniger strengen Abgabefristen leide ich manchmal unter schwerer Tastatur-Allergie.

Dann hilft es mir vor allem, jemandem die Geschichte zu erzählen. Ich muss sie aus meinem Kopf und in die Welt bringen. Ich muss die wichtigen Stellen und prickelnden Momente hören und mich bei den unwesentlichen Details langweilen. Dann schreibe ich schnell eine Liste mit den wichtigsten Punkten herunter – eine lockere Gliederung, die mir beim Schreiben die Richtung vorgibt.

Schließlich beginne ich, auf der Tastatur herumzublödeln, aber meist noch im Schneckentempo, oder ich putze oder wasche Wäsche – etwas Geistloses, aber Produktives – bis es stressiger ist, nicht zu schreiben als zu schreiben. Wenn ich zurück an der Tastatur bin, spiele ich mit den verschiedenen Passagen – alles, um die Finger in Bewegung zu halten –, bis ich tief in der Geschichte versunken bin.

Kaffee und Hintergrundgeräusche (Radio, ein Café, eine Redaktion) sind ein Muss. Fernsehen und E-Mails sind der Tod, genauso wie die totale Stille.

Boyd Huppert, Reporter, KARE 11, Minneapolis

Mein Rezept bei Schreibblockaden ist das Schreiben. Für mich geht es vor allem darum, dass meine Zahnräder in Bewegung sind. Selbst wenn ich Müll schreibe, könnte ich über einen Goldkrumen stolpern, der mich auf einen produktiveren Weg führt. Herumzusitzen und über den Text nachzudenken, hat mir noch nie etwas gebracht. Ich muss die Worte sehen.

Ich schreibe häufig nachts, wenn alles still ist. Ich würde nie ins Bett gehen, wenn ich gerade in Fahrt bin, aber auch nie wach bleiben, wenn ich es nicht bin. Wenn nichts klappt, finde ich, dass die Zeit besser genutzt ist, wenn man schläft und sich den Wecker stellt. Ein paar Stunden Schlaf scheinen immer für Klarheit zu sorgen.

Doreen Carvajal, Reporterin, International New York Times

Wenn ich Blockaden habe, dann liegt das meistens an einem Projekt, das mich überfordert – wie eine lange, komplizierte Nachrichtengeschichte oder ein Buchprojekt. Ein Werkzeug, das hilft, ist die goldene Regel der 500. Schreiben Sie mindestens 500 Wörter. Dann machen Sie einen Spaziergang. Die Bewegung macht mir den Kopf frei, und wenn ich wiederkomme, kann ich das Durcheinander besser ordnen. Bei wirklich entmutigenden Projekten, bewege ich mich mit mehr als 200 Meilen pro Stunde. Ich nehme den 5-Stunden-Hochgeschwindigkeitszug von Paris nach Nizza, um es aus mir herauszuschütteln. Kein W-LAN. Ein unterbrochenes Telefonsignal. Keine Ablenkungen. Nur Worte, die mit der Landschaft in Bewegung kommen.

John Aloysius Farrell, Biograf von Tip O'Neill und Clarence Darrow

Ich habe zwei Regeln. Tun Sie etwas, was auch immer es ist. Arbeiten Sie an Ihren Fußnoten. Gehen Sie in die Bibliothek. Ordnen Sie Ihre Unterlagen. Schreiben Sie einen Überblick. Nur keine Panik: La donna è mobile. Die wankelmütige Muse wird schließlich von ihrer anderweitigen Liebelei ablassen und hereintaumeln, verspätet und nachlässig, aber herzerweichend schön. Und hier noch ein Tipp von Ernest Hemingway für das Schreiben: Schreibe an einem Tag nicht alles, was du weißt. Höre nach einem Absatz oder einer Seite oder einem Gedanken auf, damit die Quelle der Inspiration sich über Nacht wieder füllen kann.

Roy Peter Clark, Vize-Präsident und Journalismuslehrer, Poynter

Mittlerweile glaube ich, dass Schreibblockaden von einer sehr guten Eigenschaft eines Autors herrühren: von hohen Ansprüchen. Der Autor macht sich mit einer Idealvorstellung des fertigen Textes im Kopf ans Werk. Dann beginnt die Umsetzung, und die ersten Worte sind so weit vom Ideal entfernt, dass der Zweifel in ihm hochkriecht. Der Zweifel ist überzeugend: "Du brauchst jetzt nicht daran zu arbeiten; geh das Spiel gucken und ein Bier trinken." Es war der produktive Dichter William Stafford, der zu der umstrittenen Lösung kam: "Schraube deine Ansprüche herunter." Doch dieser Ratschlag muss ergänzt werden: "... zu Beginn des Schreibens". Versuchen Sie, Schwung zu erzeugen: Schreiben Sie auf einen Notizblock, denken Sie nicht über die Rechtschreibung nach, schreiben Sie so schnell Sie können. Wenn Sie Ihre Ansprüche herunterschrauben wollen, sollten Sie das Schreiben nicht als hohe Kunst betrachten, sondern als Routinearbeit. "Warum sollte ich eine Schreibblockade haben?", fragte der Kolumnist Roger Simon. "Mein Vater hatte auch nie eine LKW-Fahrblockade."

Lane DeGregory, Redakteurin, Tampa Bay Times

Cola light. Wäsche. Spaziergang mit dem Hund. Dylan. Eine laaange Dusche.
Ich erlaube mir niemals, an meinem Computer eine Schreibblockade zu haben. Bevor ich mit dem Schreiben beginne und sobald ich feststecke, stehe ich auf, laufe herum und versuche, etwas Sinnvolles zu tun – oder zumindest etwas, um Körper und Gehirn außer Reichweite von Stift, Papier und Tastatur in Gang zu setzen.

Ich schreibe immer ohne meine Notizen. Zuerst erzähle ich die Geschichte laut meinem Hund, um zu hören, wo ich Sie beginnen möchte und in welche Richtung sie führt. Dann versuche ich, mich zu zwingen, so lange zu schreiben, bis ich eine Dose Cola light ausgetrunken habe. Wenn die Dose leer ist, stehe ich auf, mache eine Pause, blättere durch meine Notizen und überlege, wo ich als nächstes hinwill.

Es hilft mir, Wäsche zu waschen oder Geschirr zu spülen, wenn ich denke. (Wäre ich Radfahrerin oder Läuferin, wäre das womöglich noch hilfreicher). Und mein Hund liebt es, wenn ich wirklich nicht weiterkomme und einen Spaziergang mit ihm mache, um den Kopf frei zu kriegen und Vorspann und Übergänge laut auf mich wirken zu lassen. Die Leute denken, ich rede mit dem Hund, während ich mir selbst die Geschichte erzähle ;-)

Wenn das nicht funktioniert, hole ich meine Anthologie mit Flannery O'Connors Geschichten hervor oder lege Bob Dylans Album "Desire" auf und versuche, mich von den Meistern inspirieren zu lassen. Ich habe dabei schon viele Einstiegs- und Schlusssätze gefunden und werde dieser Geschichten und Lieder trotzdem nicht müde. Ich habe ein ganzes Regal voller Kurzgeschichten und ein anderes voller CDs, und bei fast allen wichtigen Geschichten, die ich geschrieben habe, tauche ich für eine Weile in die Lieder und Geschichten ein.

Mein letzter Ausweg ist eine lange, heiße Dusche (mit einem Notizblock auf der Toilette). Das ist der beste Weg, um meinen Kopf frei zu bekommen und einen Weg aus meiner/m Schreibblase/-höhle/-sarg ... wie auch immer Sie es nennen wollen ... zu finden. Alle meine besten Einstiegssätze sind mir beim Haarewaschen eingefallen. (Ich habe gelesen, dass Michael Franti seinen größten Hit mit dem Finger an die beschlagene Scheibe seiner Duschkabine schrieb und dann ein Foto davon gemacht hat.)

Ich hoffe, das hilft. Gespräche mit Freunden, Ehemann und Kindern ordnen auch manchmal die Sicht auf die Dinge. Aber in der Regel kämpfe ich mich allein durch die Blockade – oder versuche es zumindest.

Dieser Beitrag stammt im Original von der

Website des Poynter-Instituts.

Poynter ist eine gemeinnützige Journalistenschule und Medienforschungs-Einrichtung aus St. Petersburg in Florida. Dem Institut gehört die Tampa Bay Times, die größte Zeitung in Florida, deren Verleger Nelson Poynter die Journalistenschule 1975 gegründet hat.

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Aktuelle Kommentare zu diesem Text

15.01.2015 19:42

Frank Hasler

Mich überfällt gerne eine Schreibblockade, wenn mir zu viele Themen im Kopf herumschwirren und ich über viele Dinge gleichzeitig schreiben will, weil ja augenscheinlich alles grad wichtig ist. Da bleibt die Konzentration auf ein bestimmtes Thema total auf der Strecke.

Mir hat es geholfen, eine Liste mit den Themen und entsprechenden Stichworten anzulegen, die ich immer wieder ergänze, wenn sich ein "wichtiger" Gedankengang anschleicht. Danach habe ich eine Gewichtung der Themen vorgenommen und somit meine persönliche Prioritäten festglegt.

So habe ich Druck rausgenommen, den Kopf etwas frei bekommen und es ist nichts verloren gegangen. Und mit dem Schreiben klappt es auch schnell wieder...

Kann diesen Beitrag hier empfehlen noch empfehlen der nützliche Tipps enthält: http://www.derneuemann.net/8-tipps-schreibblockade/3729

 
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