Detail-Informationen

Autor

Michael Hirschler

verfasst am

15.12.2011

im Heft

journalist 12/2011

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Tipps für die richtige Krankenversicherung gibt es bei

Krankenversicherung

Gesetzlich oder privat?

Freie Journalisten haben die Wahl: Sie können in die gesetzliche oder in die private Krankenversicherung gehen. Wo welche Vorteile liegen und welche Rolle dabei die Künstlersozialkasse spielt, erklärt Michael Hirschler vom Deutschen Journalisten-Verband.

Gesetzlich versichert

Der Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung: Die Beiträge orientieren sich weitgehend am Einkommen des Versicherten. Wer wenig verdient, muss auch nur wenig einzahlen. Familienmitglieder lassen sich, sofern sie kein eigenes Einkommen in relevanter Höhe haben, kostenfrei mitversichern. Und es gibt im Regelfall auch Anspruch auf Krankengeld – das bedeutet bei langer Krankheit: Die Krankenkasse kommt für 70 Prozent des beitragspflichtigen Honorars auf.

Privat versichert

Wer sich privat versichern will, sollte über ein ausreichendes Einkommen verfügen. Zwar sind die Tarife in jungem Alter oft günstiger als die Beiträge zur Gesetzlichen, allerdings steigen sie mit zunehmen-dem Alter auch deutlich an. Zudem müssen Privatversicherte für ihre Familienmitglieder eigene Verträge abschließen – auch um Krankengeld zu bekommen, muss man eine extra Versicherung abschließen. Private Krankenversicherungen sind daher allenfalls für Freiberufler interessant, die ein hohes Einkommen erzielen, vermögend sind und Partner haben, die selbst (etwa als Beamte) privat krankenversichert sind.

Künstlersozialkasse hilft

Die Künstlersozialkasse zahlt bei gesetzlich versicherten Freien fast die Hälfte der Beiträge. Wer privat krankenversichert ist, bekommt einen einkommensabhängigen "Kassenzuschuss". Heißt: Wer wenig verdient, erhält auch wenig Zuschuss zur privaten Krankenversicherung.

Nur während der ersten drei Jahre kann man seine Entscheidung für die private Krankenversicherung bei der Künstlersozialkasse wieder rückgängig machen. Wer in der privaten Krankenversicherung bleibt, für den gilt: Auch wenn er aufgrund eines Arbeitsverhältnisses zwischenzeitlich wieder gesetzlich krankenversicherungspflichtig wurde, bekommt er bei erneuter Selbstständigkeit von der Künstlersozialkasse nur noch den einkommensabhängigen Zuschuss.

Kosten senken

Die Kosten für die private Krankenversicherung lassen sich durch einen sogenannten Selbstbehalt senken. Der Versicherte muss in diesem Fall bestimmte Krankheitskosten selbst tragen. Auch die Umstufung in einen Basistarif ist möglich. Die Leistungen der privaten Krankenkasse sind dann auf das Maß der gesetzlichen Krankenversicherung beschränkt, die Kosten können aber trotzdem noch bei mehreren hundert Euro liegen.

Auslandsaufenthalt

Wer längere Zeit ins Ausland gehen will, braucht in vielen Fällen eine private Krankenversicherung, wenn es nicht vor Ort eine ausreichende staatliche Krankenversorgung gibt. Manche private Auslandskrankenversicherungen bieten aber nur Notfallschutz und schließen Kriegs- und Krisengebiete aus ihren Leistungen aus.

DJV-Rahmenvertrag

Die DJV-Landesverbände haben mit der Deutschen Krankenversicherung (DKV), einer privaten Versicherung, einen sogenannten Gruppenvertrag abgeschlossen. Er verpflichtet die DKV zur Aufnahme von DJV-Mitgliedern und bietet günstigere Konditionen als bei einem Direktantrag. Um Krankentagegeld zu erhalten, muss allerdings eine extra Versicherung abgeschlossen werden.

Über den Autor

Michael Hirschler ist Jurist und arbeitet in Bonn als Referent für den Bereich freie Journalisten im Deutschen Journalisten-Verband.

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Aktuelle Kommentare zu diesem Text

03.05.2013 16:37

Michael Hirschler

Da es hier im Regelfall nicht um die Einräumung (allein) von Nutzungsrechten am Beitrag geht und ggf. auch der (Eigen-)Werkcharakter fraglich sein könnte, wären 19 Prozent im Regelfall richtiger. Allerdings kommt es hierfür auf den Einzelfall an, sodass diese Frage an dieser Stelle nicht eindeutig beantwortet werden kann; wenden Sie sich daher an die zuständige Rechtsberatung.

02.05.2013 08:26

Kirsten Kühnert

Ich arbeite seit vielen Jahren als freie Autorin für verschiedene Zeitungen und rechne dabei die Mehrwertsteuer mit 7% ab. Ist der ermäßigte Steuersatz auch gültig, wenn ich Aufträge für Privatpersonen erfülle (Chronik, Lebensgeschichte, Portrait)?

 
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