Detail-Informationen

Autor

Monika Lungmus

verfasst am

15.06.2011

im Heft

journalist 6/11

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Kontakt und weitere Informationen

Karin Leidenberger
Telefon: 089/5141-242
E-Mail: avw(at)vgwort.de.

Bisher haben nur wenige Journalisten die Chance genutzt, ihre Altersvorsorge aufzubessern.

Freie Journalisten

Zuschuss für die Rente

Freie Journalisten haben die Möglichkeit, einen Zuschuss zu ihrer privaten Altersvorsorge zu bekommen. Sie müssen nur einige Bedingungen erfüllen und sich bei der VG Wort melden.

Ein Geldgeschenk für 55-Jährige. Das gibt’s beim Autorenversorgungswerk, einer Sozialeinrichtung der VG Wort: Journalisten, die mit der Verwertungsgesellschaft einen Wahrnehmungsvertrag abgeschlossen haben, können einen einmaligen Zuschuss zu ihrer privaten Alterssicherung erhalten.

Allerdings müssen sie einige Bedingungen erfüllen. Die Journalisten müssen in den vergangenen fünf Jahren vor Vollendung ihres 55. Lebensjahrs freiberuflich gearbeitet haben und über die Künstlersozialkasse (KSK) rentenpflichtversichert sein. Zudem müssen sie eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung besitzen, die frühestens mit 60 Jahren fällig wird und zum Ende der Laufzeit mindestens 5.000 Euro ausschüttet. Das Autorenversorgungswerk gibt in diesem Fall einen Zuschuss von maximal 2.500 Euro, der direkt an den Journalisten ausgezahlt wird. Der Versicherungs- oder Sparvertrag kann auch kurz vor der Antragstellung noch abgeschlossen werden.

Wichtig ist, dass der Journalist seinen Antrag in dem Jahr stellt, in dem er das 55. Lebensjahr vollendet. Anspruchsberechtigt sind über eine Sonderregelung auch die Jahrgänge 1945 bis 1947 (2011), 1958 bis 1951 (2012) und 1952 bis 1954 (2013). Wer die Antragsfristen versäumt, hat Pech gehabt.

Das Verfahren ist relativ unbürokratisch. Laut Karin Leidenberger, der zuständigen Abteilungsleiterin, haben bislang aber nur wenige Journalisten die Chance genutzt, ihre private Altersvorsorge über das Autorenversorgungswerk aufzubessern.

Das Autorenversorgungswerk ist 2010 als Autorenversorgungswerk II neu geöffnet worden. Das Autorenversorgungswerk I wurde 1996 geschlossen, weil die finanziellen Mittel nicht mehr ausgereicht hatten, um noch weitere Autoren in den Kreis der zu Spitzenzeiten 4.200 Unterstützten aufzunehmen. Das Autorenversorgungswerk I zahlt derzeit noch rund 3.000 Autoren einen jährlichen Zuschuss aus. Sie sind von der neuen Förderungsmöglichkeit ausgeschlossen.

Ursprünglich gegründet wurde das Autorenversorgungswerk im Jahr 1976. Die Idee war, Freien den fehlenden Arbeitgeberanteil zu ersetzen, den Festangestellte automatisch erhalten. Das Künstlersozialversicherungsgesetz schuf dann eine gesetzliche Basis für die soziale Absicherung freier Journalisten und Künstler; seit 1983 übernimmt die KSK für alle Versicherten den Arbeitgeberanteil in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

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