Detail-Informationen

Autor

Svenja Siegert

Der Journalist

verfasst am

31.01.2010

im Heft

02/2010

Schlagworte

twitter, social media, journalisten

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8. Juli 2010: "Unvereinbar mit den ethischen Standards": Die CNN hat eine Redakteurin wegen eines Tweets gefeuert. Der Guardian zeigt auf warum. 

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Ausgewogenes Twitter-Verhalten: Dürfen Journalisten zum Beispiel einseitig SPD-Accounts folgen, oder sollte dann auch ein CDU-Kandidat dabei sein?

Twitter und Co.

Wenn Berufliches und Privates verschwimmen

Brauchen Medienunternehmen einen Kodex, der regelt, wie sich Redakteure in sozialen Netzwerken verhalten sollen? BBC und New York Times haben bereits Twitter- und Facebook-Richtlinien, in Deutschland ist das eher die Ausnahme. Beim BR und NDR könnte sich das bald ändern.

Frank Schmiechen ist HSV-Fan. Bremen hält er zwar für ein „hübsches Städtchen“, aber die Werder-Spieler stellt er bisweilen als „städtische Müllabfuhr“ dar. Schmiechen ist Fan von Philipp Lahm und Quentin Tarantino, er findet einen Online-Uhrenshop und das Bildblog gut. Über seine Fußballleidenschaft twittert er regelmäßig. Bei Facebook bekennt er öffentlich seine Liebe zum HSV und dass er Fan von rund 60 anderen Facebook-Seiten ist.

 Frank Schmiechen ist als stellvertretender Chefredakteur verantwortlich für Welt kompakt – der Tabloidzeitung aus dem Axel Springer Verlag. Er twittert seit fast zwei Jahren unter dem Namen „Weltkompakt“ und gehört damit zu den ersten deutschen Journalisten, die den Kurznachrichtendienst ausprobiert haben. „Ich habe schon Rückmeldungen bekommen, ich müsste als Zeitung auch Werder Bremen mal gut finden. Das mache ich aber nicht, und meine Follower haben sich daran gewöhnt“, sagt Schmiechen. Richtlinien, wie sich Redakteure in sozialen Netzwerken bewegen sollen, gebe es bei Springer nicht.

Doch kann man als Journalist bei Twitter, Facebook, Xing und StudiVZ unterwegs sein, wie es Privatpersonen tun? Verschwimmt vor allem auf Facebook nicht die Grenze zwischen Beruf und Privatsphäre? Fallen einseitige Meinungsbeiträge auf die Glaubwürdigkeit des Mediums zurück, für das ein Journalist arbeitet? In den USA und Großbritannien hat man Antworten auf diese Fragen gefunden: Nahezu alle großen Medienhäuser verabschiedeten Social-Media-Richtlinien, die vorgeben, wie sich Redakteure dort bewegen sollen und was sie preisgeben dürfen.

Persönliches habe auf Twitter "nichts zu suchen"

Besonders strikt schreibt Marcus Brauchli, Chefredakteur der Washington Post, seinen Angestellten vor, was sie lassen sollen. Er legt Wert auf Neutralität und Objektivität der Inhalte. Persönliche Ansichten hätten bei Facebook und Twitter nichts zu suchen – auch nicht im privaten Account der Redakteure. Die Washington-Post-Ethikrichtlinien verbieten, „etwas zu schreiben, das Voreingenommenheiten und Vorlieben widerspiegelt, die an der Glaubwürdigkeit der Post kratzen könnten“. Ähnlich sehen es die Richtlinien von New York Times und BBC vor: Keine Meinungen in Kommentaren und Tweets.

Für einen leitenden Redakteur der Washington Post wurde das zum Problem. Raju Narisetti löschte im Herbst seinen Twitter-Account. Seinem Arbeitgeber missfiel, dass er dort liberal-politische Ansichten verbreitete. Narisettis Entschluss löste im Internet eine Debatte darüber aus, ob das Thema Pressefreiheit – auch wenn es nur um 140 Zeichen geht – nicht neu überdacht werden müsse.

Aus Redaktionen in Deutschland ist zu hören, dass sie mit Meinungsäußerungen deutlich gelassener umgehen. „Man muss hier nicht so ausgewogen sein wie in der gedruckten Zeitung“, findet Welt-kompakt-Chef Schmiechen. Das mag für seine Fußballansichten sicherlich zutreffen. Doch was für Fußball, Mode, Literatur und Technik gilt, sieht bei politischen Themen anders aus.

Sich als Journalist auf Facebook als SPD-Fan zu outen, könnte bei Lesern voreingenommen ankommen – wenngleich es naiv wäre anzunehmen, Journalisten hätten keine politische Einstellung. tagesschau.de-Redaktionsleiter Jörg Sadrozinski rät jedenfalls, sich zurückzuhalten. „Wir sind alle politische Menschen mit Überzeugungen – genau zwischen dem Privaten und dem Dienstlichen zu unterscheiden, ist deshalb schwer.“ Und auch Schmiechen räumt ein: Der Grat, auf dem er geht, sei schmal.

Bild: SWR

Heidi Schmidt: „Man muss deutlich machen, in welcher Rolle man sich befindet."

Bild: Springer

Heidi Schmidt: „Man muss deutlich machen, in welcher Rolle man sich befindet."

Zurückhaltung sehen auch die Social-Media-Richtlinien von New York Times und BBC vor und empfehlen, Freundes-, Fan- und Followerlisten inhaltlich ausgewogen zu halten. Wer Barack Obama zu seinen Freunden zählt, muss Gleiches mit John McCain tun. Dow Jones schreibt sogar vor, dass ein Redakteur mit dem Chefredakteur abklären muss, gewisse Personen in die Listen mit aufzunehmen – es könnte sich um Informanten von Kollegen aus der Redaktion handeln.

Die proklamierte Meinungsfreiheit in Deutschland hört allerdings an der eigenen Redaktionstür auf. So sind sich die Chefredakteure über eine ungeschriebene Regel einig: nichts veröffentlichen, das dem eigenen Haus schadet. Wer dabei aus Angst so weit wie Dow Jones geht, übertreibt allerdings. Der Konzern verbietet prinzipiell, noch nicht veröffentlichte Geschichten zu thematisieren – kein Plaudern von der Recherche, keine Anmerkungen zu Interviewterminen, geschweige denn verraten, was in der nächsten Ausgabe steht. So werden die Wall-Street-Journal-Redakteure mir nichts, dir nichts der Möglichkeit des Crowdsourcings beraubt – Nutzer für die Recherche einzuspannen.

Ob man als Privatmensch oder in seiner Funktion als Journalist in sozialen Netzwerken unterwegs ist, lässt sich immer schwerer voneinander trennen. In einer Social-Media-Welt, die nicht mehr nur aus Xing und StudiVZ besteht, sondern in der Twitter und Facebook wichtiger geworden sind, verwischt die Grenze zwischen Business-Kontakten und Ex-Kommilitonen. Auf dem Facebook-Profil eines Welt-kompakt-Redakteurs kommen nicht nur Studien- und Schulfreunde, sondern auch Leser und Informanten zusammen – und Frank Schmiechen. Er wolle mitbekommen, wie sich die Kollegen dort geben, was die Privatsphäre selbstverständlich einschränke. „Meine Mitarbeiter werden ihre Partyfotos sicherlich nicht hochladen.“

Auch für den Rollenkonflikt Partygänger/Welt-kompakt-Redakteur haben amerikanische Richtlinien eine Lösung parat: Washington Post und Dow Jones verbieten ihren Mitarbeitern schlicht, private Dinge zu posten – etwas, das in Deutschland nicht ohne weiteres geht. Zumindest findet das Rechstanwältin Cordula Proescher, die in Hamburg Journalisten berät. „Das deutsche Recht sieht vor, dass der Arbeitgeber die freie Entfaltung der Persönlichkeit seiner Angestellten schützen und fördern muss. Diese dürfen sich daher im Privaten frei äußern, und zwar grundsätzlich auch im Hinblick auf Berichte aus ihrem Arbeitsalltag.“ Das heißt, auch ohne Richtlinien in Redaktionen gebe es selbstverständlich die allgemeine Rechtsprechung, die gewisse Inhalte untersagt.

Problematisch wird es etwa, wenn das private Plaudern mit Treuepflichten aus dem Arbeitsverhältnis und vertraglich vereinbarten Geheimhaltungspflichten kollidiert. „Deshalb darf ein Journalist im Social-Media-Bereich nicht einfach über Exklusivgeschichten plaudern. Problematisch sind auch die Fälle, in denen eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts von Kollegen im Raum steht“, sagt Proescher. Dass dieser Punkt nicht selbstverständlich ist, zeigt die Debatte von vor gut einem Jahr. Damals griff Handelsblatt-Redakteur Sönke Iwersen in seinem Blog seinen Kollegen Thomas Knüwer an: „Vielleicht könntest du die permanente Selbstbeweihräucherung mal kurz unterbrechen und erklären, warum deine fantastische Verdrahtung über Xing, Facebook, Twitter und Co. so wenig journalistischen Mehrwert bringt.“ Das Handelsblatt verbot damals ihren Redakteuren, den Streit weiter öffentlich auszutragen.

Wie privat dürfen Journalisten sein?

Was seine Redakteure im Internet treiben, ignoriert Chefredakteur Jochen Wegner, soweit es geht. „Es ist entscheidend, dass sie sich auch privat im Netz bewegen und dort eigene Projekte starten.“ Vorzuschreiben, auf private Meinungsäußerungen zu verzichten, hält Wegner für unsinnig, solange diese nicht im Namen der Redaktion verfasst würden. Zwar sieht er den Rollenkonflikt zwischen Journalist und Privatperson, „aber wir haben doch einen gesunden Menschenverstand“. Bevor Wegner eingreifen würde, müsste die Glaubwürdigkeit von Focus Online in Gefahr sein. „Die Redakteure haben ein gutes Gefühl dafür, wie weit sie gehen können – auch wenn mir aus den vergangenen Jahren manche Gegenbeispiele einfallen.“ Das gehöre zum Lernprozess. „Ich kann nicht mit denselben journalistischen Richtlinien agieren, die sonst gelten.“

Diese liberale Haltung teilen nicht alle. Für Heidi Schmidt gibt es keine Grenzfälle. Die ARD-Onlinekoordinatorin unterscheidet danach, ob ARD-Redakteure im Auftrag ihres Senders unterwegs sind oder privat. Für sie stellt sich dann auch nicht die Frage nach einem Kodex: „Wir haben Gesetze und Regeln, die sagen, wie sich ein Journalist zu verhalten hat. Die gelten auch in sozialen Netzwerken.“ Dennoch arbeiten der Bayerische Rundfunk und der Norddeutsche Rundfunk derzeit an „Hilfestellungen für Redakteure in sozialen Netzwerken“, wie Schmidt im Anschluss an das Gespräch mit dem journalist erfuhr.

Die Frage ist doch, woran orientiert sich ein Redakteur, der Social Media zwar privat nutzt, in seinem Profil steht jedoch, er arbeite als Journalist? Auch wenn sich Schmidt diesen Fall nur schwer vorstellen kann, stehe die Transparenz über allem: „Man muss deutlich machen, in welcher Rolle man sich befindet. Wie beim Fotografieren. Beabsichtige ich, ein Bild zu veröffentlichen, frage ich mein Motiv, ob ich es ablichten darf und gebe mich als Journalist zu erkennen.“ Also ist es nur fair, etwa den Mitgliedern der Facebook-Gruppe „Wege aus der Essstörung“ von den eigenen Recherchezwecken zu erzählen – statt sich anonym unter sie zu mischen.

Transparenz als journalistische Tugend

Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, verbietet der SWR inzwischen seinen Redakteuren, Wikipedia-Einträge von ihren Arbeitsplätzen aus zu ändern. Außenstehende könnten den Rückschluss ziehen, der SWR – nicht der Redakteur – stehe hinter dem Eintrag. Heidi Schmidt betont allerdings, dass es nicht darum gehe, den Mitarbeitern zu verbieten, Social Media während der Arbeitszeit zu nutzen, sondern dass die Karten offen auf dem Tisch liegen.

Zwar erlauben die meisten Chefredakteure ihren Journalisten, soziale Netzwerke während der Arbeitszeit aufzusuchen, tatsächlich widerspricht dies gängigen Bestimmungen in Arbeitsverträgen. Diese verbieten häufig, privat über den Internetanschluss in der Redaktion zu surfen. „Natürlich können unsere Redakteure während der Arbeitszeit auch ihre privaten Accounts nutzen. Onlineredaktionen arbeiten ohnehin deutlich mehr als in der Branche üblich. Alles andere wäre der Tod für den kreativen Umgang mit dem Netz“, sagt etwa Jochen Wegner.

Dennoch: Wenn im Vertrag steht, der Redakteur darf keinerlei Interna ausplaudern und das Internet nicht privat nutzen, „kann man abgemahnt werden. Das gilt unter Umständen auch dann, wenn der Chefredakteur das anders sieht“ – denn selten sei der Chefredakteur auch der Arbeitgeber, sagt Rechtsanwältin Proescher. „Wenn in diesem Zusammenhang Unklarheiten bestehen, wäre es an sich Sache der Chefredaktion, hier für Klarheit zu sorgen.“

Auch ein Retweet ist eine Nachricht

Für Journalisten in sozialen Netzwerken ist es wichtig geworden, meinungsstark und transparent aufzutreten. Doch haben sich auch andere Tugenden verändert? Etwa Sorgfaltspflicht und Mehrquellenprinzip. Müssen Tatsachen genauso akribisch hinterfragt werden, bevor sie verbreitet werden? Sollten sich Journalisten darauf verlassen, dass Follower und Freunde das Verbreitete weniger streng beurteilen? Schließlich wird hier lediglich gepostet. Oder nehmen sie einen gerade ernst, weil man sich im Profil als Journalist outet? „Unbedingt zurückhalten muss man sich bei Sachen in der Schwebe. Es gelten die gleichen journalistischen Standards wie sonst auch“, sagt Welt-kompakt-Mann Frank Schmiechen. „Bei Retweets sind wir vorsichtig. Gerade wenn es um Fakten und Nachrichten geht, zitieren wir nicht einfach andere Nutzer.“

Mercedes Bunz, ehemalige Redaktionsleiterin von tagesspiegel.de, schreibt heute über Social Media beim britischen Guardian. „Ein Retweet ist keine Sache des Journalisten“, sagt sie. Weder beim Guardian noch bei vielen anderen journalistischen Twitter-Accounts sei das üblich. Trotzdem ist der Redakteurin die Diskussion um Social-Media-Regeln zuwider. Zwar habe auch der Guardian welche, aber darin gehe es eher darum, die Möglichkeiten, die soziale Netzwerke bieten, anzunehmen – nicht darum, Verbote auszusprechen. „Journalisten stehen immer in der Öffentlichkeit“, sagt Bunz.

Zu Fehltritten von Journalisten kommt es immer wieder – obwohl deutsche Redaktionen auf Social-Media-Richtlinien bislang verzichten. Auch Frank Schmiechen räumt ein, dass er sich davon nicht ausnehmen könne. „Was für eine Drecks-Obama-Geschichte. Morgen bestellen wir AP ab. Diese hirnlosen Affen! Bringen den ganzen Abend durcheinander. Mit nichts.“ Diese Sätze flogen Schmiechen im Herbst 2008 um die Ohren – nachdem er bereits ein halbes Jahr quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit „Weltkompakt“ twitterte. Sein Tweet war wahrscheinlich inhaltlich korrekt, meinungsstark, transparent – aber gewiss im Ton vergriffen. —

 

Dieser Text erschien ebenfalls in der Februar-Ausgabe des journalists.

 

Aktuelle Kommentare zu dieser Meldung

06.02.2010 12:00

Flo Gerhartz

Einflussnahme auf die Aktivitäten von Journalisten im Web als Privatpersonen, halte ich für absolut bedenklich. (Medien-)Unternehmen, die nicht verstanden haben, dass interne Kommunikation im Web2.0 = externe Kommunikation, sollten ihre kommunikative Strategie grundlegend überdenken. Der Mensch ist gläsern geworden, sorry: das Unternehmen leider auch! Wer Journalisten als Späher im Netz nach anschlussfähigen, mglst. konfliktgeladenen Themen schickt und ihnen dann vorschreibt, wie sie sich selbst im Netz zu verhalten haben, wirkt unglaubwürdig.

06.02.2010 09:02

Max Marke

Ich - persönlich - würde es dankend begrüssen, wenn deutsche Journalisten (und sei es über den Umweg Twitter, Facebook & Co.) wieder mit ihrem Namen für das einstehen, was sie schreiben. Nicht umsonst haben Medien wie Mashable, Huffington Post u.a. eine solche Akzeptanz erreicht: dort schreiben Köpfe, keine PR-Agentur-kontrollierten Textsöldner.

02.02.2010 17:00

Su Franke

das mit der persönlichen Meinung vom Firmen oder Medien-Account versteh ich nicht. Wenn man twittert, dann a) als Person oder b) als Firma oder c) beides, aber dann muss der Name im Vordergrund stehen nicht das Unternehmen. Ist das nicht logisch?
Noch ein Gedanke: Was ist wenn der Journi den Job wechselt, einfach den Account-Namen ändern wiederspricht meinem Verständnis von ethischen Grundregeln im Social Media. Bei diesen würde ich auch als Medium ansetzen, hier sollte eine Basis sein und nicht erst durch Reglemente grade gebogen werden müssen.

02.02.2010 11:27

W.D. Roth

Web 1.0 oder 2.0 und Journalismus - ein Minenfeld.

Ich bezweifle, daß es bei Springer keine Richtlinien dazu gibt - vor 10 Jahren gab es definitiv welche.

Und es ist ein merkwürdiges Phänomen, daß bekannte Blogger, Buchautoren, Webaktive etc. durchaus gerne eingestellt werden, dann aber plötzlich nicht mehr aktiv sein sollen, gar jahrealte Domains löschen sollen. Teils überhaupt privat keine E-Mail mehr nutzen sollen - also entgegen der Logik, wie ich sie verstehe, Privates stets über private E-Mail-Adressen abzuwickeln (und auch nur in der Mittagspause), sogar Privates über den Firmenaccount abwickeln sollen.

Dann aber wieder wird gesagt, man solle sich bei Facebook anmelden, und sich als "Fan" eintragen.

Wenn ich Facebook nutzen würde, dann eben gerade nicht im Namen meines Arbeitgebers.

Eigentlich sollte klar sein, daß Journalisten ein Privatleben haben dürfen. Aber da die Leser ihnen das schon lange nicht mehr zugestehen, ist es nur konsequent, wenn die Arbeitgeber nun ebenso handeln. Vielleicht doch besser eine Currywurstbude aufmachen.

02.02.2010 10:52

Jane Doe

"Weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit" ist ein Blödsinn, der sich mittels Recherche leicht hätte vermeiden lassen.

01.02.2010 19:16

Martin Schleinhege

Kann ein Redaktionsstatut die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheut aushebeln? Es muss nur klar sein, in welcher Rolle ein Redakteur im Netz agiert - privat oder als Repräsentant des Mediums. Es ist außerdem doch gerade zu begrüßen, wenn man etwas über seine private Meinung erfährt. Denn seinen Kopf gibt er wohl nicht am Verlags- oder Studioeingang ab.

01.02.2010 15:52

Sebastian Cario

Nach der Aktion im letzten Frühjahr kann ich den Schmiedchen einfach nicht mehr lesen. Ich mochte @weltkompakt, aber nach der Geschichte war Schluss. Zum Nachlesen: http://blog.worum.org/?p=623

01.02.2010 11:34

Peter Pan

Dass ein Journalist, bei Facebook seine Parteimitgliedschaft ausplaudert, in diesem Zusammenhang überhaupt zu thematisieren ist - Entschuldigung - albern.
Zumindest, wenn seit Jahrzehnten in diesem Staat - völlig offiziell und bekannt - die Chefs öffentlich-rechtlicher Sender nach Pateiproporz besetzt werden.

Einzig kritisch ist wohl nur, wenn private Meinungen mit einem Account verkündet werden, der den Namen des Arbeitgebers trägt, wie im Fall weltkompakt

01.02.2010 10:00

Michael Simm

Guter Beitrag.
Auch Journalisten haben ein Recht auf die eigene Meinung - auf Facebook oder sonstwo. Aber es sollte klar sein, ob man z.B. als Redakteur pro domo spricht oder als Privatmann. Wer im Net recherchiert, sollte dies klar kennzeichnen müssen.

 
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