Austausch macht zufriedener
„Wenn wir resilient bleiben wollen, müssen wir darauf achten, dass wir Menschlichkeit und Empathie nicht aus den Augen verlieren“, sagt Ute Korinth. Foto: Frank Sonnenberg
Ute Korinth ist Journalistin, Resilienz-Coach und Mitglied im DJV-Bundesvorstand. In unserer 75-jährigen Jubiläumsausgabe haben wir 75 Ideengeberinnen und Ideengeber nach ihren Gedanken zum Journalismus gefragt. Sie wünscht sich wieder mehr Empathie und Menschlichkeit im Journalismus.
11.02.2026
Von Journalistinnen und Journalisten wird im Zeitalter von KI erwartet, dass wir immer schneller arbeiten. Unsere Arbeit verdichtet sich mehr und mehr. Wenn wir resilient bleiben wollen, müssen wir darauf achten, dass wir Menschlichkeit und Empathie nicht aus den Augen verlieren. Der Austausch mit anderen ist es, der uns langfristig widerstandsfähiger und letztlich auch zufriedener macht. Es ist erfüllender, mit jemandem zu reden, als die xte Meldung zu veröffentlichen und Menschen in den Nachrichten-Overload zu stürzen. Ich glaube, die Leute wünschen sich wieder mehr handgemachte Geschichten, die von Menschen erzählen und ihre Perspektiven einfangen – eben das, was die KI nicht kann und was wahren, menschlichen Journalismus ausmacht.
Ute Korinth ist Journalistin, Resilienz-Coach und Mitglied im DJV-Bundesvorstand.