Dranbleiben!
„In Zukunft braucht es dringender denn je Journalist:innen, die dranbleiben", sagt Leoni Bender. Foto: privat
Leoni Bender arbeitet als freie Umweltjournalistin in Hamburg, unter anderem für das Online-Magazin Flip. Sie gehört außerdem zum Kernteam des Netzwerk Klimajournalismus. In unserer 75-jährigen Jubiläumsausgabe haben wir 75 Ideengeberinnen und Ideengeber nach ihren Gedanken zum Journalismus gefragt. Bender sagt, Journalistinnen müssen bei den wichtigen Themen genau hinschauen.
27.02.2026
Die Klimakrise spitzt sich jedes Jahr weiter zu – trotzdem fällt sie in der Berichterstattung oft hinten runter. In Zukunft braucht es dringender denn je Journalist:innen, die dranbleiben. Neben der Quantität kommt es aber natürlich auch auf die Qualität an: Beispielsweise müssen Klimafolgen wie Überschwemmungen oder Hitzewellen klar als solche benannt werden, damit Menschen verstehen, wie sehr die Krise ihren Alltag bereits beeinflusst – und welche Lösungen es gibt.
Gleichzeitig wird die öffentliche Debatte immer aufgeheizter. Schlagworte, Zuspitzungen und falsche Narrative überlagern oft die Diskussion über notwendige Maßnahmen. Das konnte man beim „Heizungsgesetz“ beobachten, vor kurzem aber auch wieder bei der Debatte um das sogenannte „Verbrenner-Aus“. Gerade jetzt, wo auf politischer Ebene versucht wird, wichtige Regeln wie etwa das Lieferkettengesetz oder die Entwaldungsverordnung wieder aufzuweichen, ist es unsere Aufgabe als Journalist:innen, genau hinzuschauen und uns nicht von verkürzten oder irreführenden Erzählungen treiben zu lassen.
Leoni Bender arbeitet als freie Umweltjournalistin in Hamburg, unter anderem für das Online-Magazin Flip. Sie gehört außerdem zum Kernteam des Netzwerk Klimajournalismus.