Entscheidungsfreiheit lässt uns besser arbeiten
„New Work steckt in der Krise", sagt Andreas Weck. Foto: Ole Witt
Andreas Weck hat acht Jahre lang das Arbeitswelt-Ressort beim t3n-Magazin verantwortet. Im Januar hat er das Unternehmen verlassen und sich eine berufliche Auszeit genommen. In unserer 75-jährigen Jubiläumsausgabe haben wir 75 Ideengeberinnen und Ideengeber nach ihren Gedanken zum Journalismus gefragt. Weck sagt, es sollte mehr Entscheidungsfreiheit im Alltag für Medienschaffende geben.
26.02.2026
Ich erlebe in den Gesprächen mit Medienschaffenden sehr deutlich: New Work steckt in der Krise. Flexible Arbeitsmodelle, vertrauensbasierte Führung, Vereinbarkeit und Wohlbefinden sind nur einige Aspekte, die derzeit dem Glauben untergeordnet werden, dass nur Kontrolle, Strenge, Hierarchien und möglichst viele Überstunden zum Erfolg führen.
Dabei ist wissenschaftlich längst belegt, dass wir alle besser arbeiten, wenn wir Entscheidungsfreiheit haben – nicht zuletzt wann, wo, wie und woran wir arbeiten. Haltung und Verlässlichkeit sind vielen Menschen heute mehr wert als beispielsweise ein hohes Gehalt, was im Journalismus ohnehin immer seltener zu finden ist. Meine Meinung: New Work ist kein Benefit, sondern betriebliche Notwendigkeit. Verlage sollten sich darauf einlassen, weil sie Vorteile verschafft – hinsichtlich der Leistungsbereitschaft als auch der Loyalität unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Andreas Weck hat acht Jahre lang das Arbeitswelt-Ressort beim t3n-Magazin verantwortet. Im Januar hat er das Unternehmen verlassen und sich eine berufliche Auszeit genommen.