Mehr Raum für sachliche Lösungen
„Den Blick auch mal auf positive Entwicklungen richten", sagt Kerstin Andreae. Foto: Thomas Imo Photothek/BDEW
Kerstin Andreae ist Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. In unserer 75-jährigen Jubiläumsausgabe haben wir 75 Ideengeberinnen und Ideengeber nach ihren Gedanken zum Journalismus gefragt. Andrae wünscht sich Journalismus, der Orientierung bietet.
05.02.2026
Als Verbandschefin wünsche ich mir einen Journalismus, der komplexe Fragen von Energie und Mobilität klar, nüchtern und faktenbasiert einordnet. Gerade jetzt wo der Raum anfälliger für Populismus und scheinbar einfache Antworten wird, brauchen wir Berichterstattung, die Orientierung gibt, statt Schlagzeilen zu reproduzieren – damit sachliche Lösungen wieder mehr Raum bekommen. Dieser Journalismus trägt entscheidend dazu bei, dass sich Menschen eine fundierte Meinung bilden können: Er erklärt Hintergründe, stellt Zusammenhänge her, ordnet Informationen ein und wägt unterschiedliche Perspektiven fair ab. Genau dadurch schafft er ein Gegengewicht zu populistischen Verkürzungen und emotionalisierten Debatten. Das ist gerade in polarisierten Zeiten von unschätzbarem Wert. Dazu gehört, den Blick auch mal bewusst auf positive Entwicklungen zu richten. Lösungen, Fortschritte und Positiv-Beispiele wie zum Beispiel der Zubau erneuerbarer Energien und Ladesäulen gehören auch zu einer konstruktiven öffentlichen Debatte.
Kerstin Andreae ist Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.