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Eltern fordern mehr Qualität beim Schulessen
Studie des Monats: Eine neue, bundesweite Studie unter 1.500 Eltern schulpflichtiger Kinder zeigt: Eltern fordern mehr Qualität und Transparenz bei der Schulverpflegung. Besonders Proteine gelten als ein zentrales Qualitätskriterium.
Die Schulverpflegung ist für viele Eltern ein wesentlicher Aspekt bei der Ernährung ihrer Kinder. Ab August 2026 gilt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Damit wird dieser Bereich in Zukunft noch wichtiger.
Die Elternstudie Schulverpflegung in Deutschland 2026 zeigt nun: Eltern erwarten vor allem gesundes, eiweißreiches Essen, saisonale Produkte und Lebensmittel aus heimischer Erzeugung. Die Ergebnisse stammen aus der bundesweit repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey, die im Februar 2026 im Auftrag des Zentralverbands der Geflügelwirtschaft durchgeführt wurde. Befragt wurden 1.500 Eltern mit schulpflichtigen Kindern in Deutschland. Die Studie liefert damit ein aktuelles Stimmungsbild zur Schulverpflegung aus Sicht der Familien – eine Perspektive, die in der öffentlichen Debatte bislang oft nur am Rande berücksichtigt wird.
Eine der Kernfragen lautete: „Sollte ein Schulmittagessen eine Mindestmenge an Protein enthalten?“ Die Antwort fällt eindeutig aus: 71 Prozent der Eltern befürworten einen Mindest-Proteinwert im Schulessen.
Gesund und eiweißreich
Ein weiteres Ergebnis: 88,8 Prozent der befragten Eltern halten es für wichtig, dass Schulessen gesund und eiweißreich ist. Wolfgang Schleicher, Geschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), sagt dazu: „Eltern sehen Schulverpflegung nicht nur als Sättigung, sondern als wichtigen Baustein für die Entwicklung und Leistungsfähigkeit ihrer Kinder. Hochwertige Proteinquellen sind dabei ein zentraler Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.“Die Studie zeigt, dass Eltern Protein nicht als einseitiges Ernährungskonzept verstehen, sie nennen einen breiten Mix aus pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln, etwa Geflügelfleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Eier und weitere Fleischsorten.
Dabei nennt die Mehrheit der befragten Eltern Geflügelfleisch als beliebteste Proteinquelle (42,8 %). Neben dem Eiweißgehalt definieren Eltern Qualität beim Schulessen über mehrere Kriterien. Besonders wichtig sind:
- guter Geschmack
- Abwechslung im Speiseplan
- gesundes und eiweißreiches Essen
Auch Preis und Herkunft der Lebensmittel spiele eine Rolle. So wollen 74,6 Prozent aller Eltern, dass die Lebensmittel für das Schulessen aus Deutschland kommen. Eltern betrachten das Schulmittagessen damit zunehmend ganzheitlicher – sowohl unter ernährungsphysiologischen als auch unter qualitativen Gesichtspunkten.
Trotz dieser hohen Erwartungen fällt die Bewertung des aktuellen Schulessens eher kritisch aus. Die Studie zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität. Nicht einmal jedes zweite Elternteil ist mit dem Schulessen insgesamt zufrieden. Für Politik, Schulträger und Caterer ergeben sich daraus klare Handlungsfelder.
„Eltern sehen Schulverpflegung nicht nur als Sättigung, sondern als wichtigen Baustein für die Entwicklung und Leistungsfähigkeit ihrer Kinder. Hochwertige Proteinquellen sind dabei ein zentraler Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.“
Wolfgang Schleicher, Geschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG)
Civey ist ein digitales Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin.