Über Zahlen lässt sich nicht streiten. Oder doch?
„Wenn eine drastische Zahl erst mal medial breit gelaufen ist, wird sie geglaubt und selten hinterfragt. Das erzeugt eine wirkmächtige mediale Wahrheit, die nicht immer stichhaltig ist“, sagt Thomas Knollmann, Leiter Presse und Kommunikation der Automatenwirtschaft.
In einer Welt, in der Zahlen Macht haben, ist es wichtig zu verstehen, wie sie zustande kommen. Welche Interessen haben die Auftraggeber? Wie gehen Journalist:innen mit Auftragsstudien um, und welche Verantwortung tragen sie bei der Berichterstattung über deren Ergebnisse?
Text: Kathi Preppner
06.10.2025
An einem Montag im November vor bald zwei Jahren machte eine Zahl die Runde, über die noch viel gestritten werden sollte. Sie stand im Glücksspielatlas Deutschland 2024, der an diesem Tag vom Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD Hamburg), der Hauptstelle für Suchtfragen Hamm und der Universität Bremen veröffentlicht wurde. Die Neuigkeit: Statt von bisher rund 200.000 Betroffenen war nun von 1,3 Millionen Menschen die Rede, die hierzulande ein krankhaftes Glücksspielverhalten zeigen.
Die Zahl sorgte für Unruhe – in den Medien, aber auch in Berlin-Mitte. Hier sitzt der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW), für den diese neue Zahl Konsequenzen haben kann. Bisher waren Politik und Öffentlichkeit von der deutlich geringeren Zahl von 200.000 Betroffenen ausgegangen. Diese Zahl stammt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die bis 2019 für die Erhebung zuständig war. Bis dahin wurden andere Fragebögen verwendet und die Daten ausschließlich per Telefon erhoben. Für den Glücksspielatlas und auch für den vorausgehenden Glücksspiel-Survey 2021 fand die Befragung hingegen telefonisch und online statt.
Wirkmächtige mediale Wahrheit
„Wenn eine drastische Zahl oder eine pointierte Wertung erst mal medial breit gelaufen ist und wiederholt wird, wird sie geglaubt und selten hinterfragt. Das erzeugt eine wirkmächtige mediale Wahrheit, die nicht immer stichhaltig ist“, sagt Thomas Knollmann, Leiter Presse und Kommunikation des Dachverbands. Zusammen mit anderen Verbänden hat der DAW zwei Gutachten in Auftrag gegeben, die sich kritisch mit der Befragungsmethode des Glücksspielatlas 2024 und des Glücksspielsurveys 2021 auseinandersetzen. Das Gutachten zum Survey kommt zu dem Urteil, dass methodische Fehler vorlägen, aus denen Verzerrungen resultieren. Es rät daher dringend von der Nutzung des Surveys ab.
Doch die Gutachten fanden in den Medien längst nicht so einen großen Widerhall wie Atlas und Survey. Knollmann sagt: „In Deutschland funktioniert der Hinweis ‚Auftragsgutachten der Wirtschaft‘ für eine Entwertung hervorragend.“ Gutachten ohne Auftraggeber seien jedoch selten. „Wissenschaft ist aber keine Meinung, sondern Erkenntnis oder auch mal produktiver Zweifel“, sagt Knollmann. „Aufgabe des Journalismus ist es, Dinge zu hinterfragen und nicht reflexartig Weltbilder zu bestätigen.“ Der Verband der Automatenindustrie (VDAI) beauftragte schließlich das Meinungsforschungsinstitut Forsa, das wieder mit einer reinen Telefonbefragung Zahlen erhob – und eine deutlich geringere Anzahl Glücksspielsüchtiger konstatierte.
Mit Zahlen wird Politik gemacht
In diesem Beitrag soll es nicht darum gehen, welche Erhebungsmethode die verlässlichere ist und welche Zahl der Wahrheit am nächsten kommt. Sondern um die Frage, wie Journalist:innen mit in Auftrag gegebener Wissenschaft umgehen. Für alle Seiten hängt viel davon ab, schließlich wird mit den Zahlen Politik gemacht. Im Falle der Automatenwirtschaft haben die Zahlen Einfluss auf die Regulierung des Glücksspielmarkts, die Menschen vor Spielsucht und Manipulation schützen soll. Für Journalist:innen ein guter Grund, genau hinzuschauen.
Als erstes sollten sie auf die Fragestellung einer Studie schauen: Was will die Studie beantworten und mit welchem Ziel? Das empfiehlt Julia Lück-Benz, sie lehrt als Kommunikationswissenschaftlerin an der Freien Universität Berlin vor allem im Bereich empirischer Methoden. Die Studierenden lässt sie meist selbst kleine Erhebungen durchführen, damit sie lernen, worauf es dabei ankommt – und welche Stellschrauben die Ergebnisse beeinflussen. Der nächste Schritt besteht laut Lück-Benz darin, genau darauf zu schauen, wie Daten erhoben und Dinge gemessen werden. „Gerade in den Sozialwissenschaften ist das oft Definitionssache“, erklärt sie. Wer zum Beispiel eine Gruppe von Menschen definiert, schließt andere aus. „Dabei können Fehler passieren, das muss keine Absicht sein“, sagt sie. „Aber diese Fehler können Konsequenzen haben, wenn auf deren Basis politische oder wirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden.“
Wenn Auftraggeber ihre Studie mit einem bestimmten Spin veröffentlichen, einzelne Ergebnisse besonders hervorheben oder bewerten, findet Julia Lück-Benz das nicht problematisch. „Eine Interpretation der Ergebnisse ist demokratietheoretisch legitim“, sagt sie. Natürlich stehe hinter Auftragsstudien immer jemand mit einem eigenen Interesse, sei es eine Behörde oder ein Unternehmen. „Die müssen ja alle ihre Interessen verhandeln, ihre Entscheidungen rechtfertigen oder Maßnahmen planen.“
Der Digitalverband Bitkom, dem von BASF bis SAP mehr als 2.200 Unternehmen angehören, macht das genau so: In den Pressemitteilungen zu den rund 50 Studien, die der Verband jedes Jahr veröffentlicht, greift das Presseteam einzelne Ergebnisse heraus, lässt sie vom Präsidenten kommentieren und leitet daraus oft Forderungen an die Politik ab – so weit klassische Lobbyarbeit. Der Verband will den digitalen Wandel hierzulande fördern und auch als Thinktank auftreten.
Wahrgenommen werden
„Wir sind ein Verband, natürlich wollen wir wahrgenommen werden“, sagt Pressesprecher Andreas Streim. „Dabei hilft es, wenn wir Nachrichtenanlässe für Redaktionen schaffen.“ Auf Nachfrage gibt das Presseteam auch weitergehende Zahlen zu den Studien heraus, doch Streim beobachtet, dass Medienschaffende immer seltener nach den Daten fragen oder überhaupt Rückfragen stellen. Seit diesem Jahr stellt der Verband die Ergebnisse in etwas detaillierteren Studienberichten zur Verfügung – eine Hürde weniger für Redaktionen, sich weiter mit den Zahlen zu beschäftigen.
Auch die Auftraggeber von Sven Jung und seinem Team wollen, dass sich Medien mit ihren Zahlen beschäftigen. Jung arbeitet beim Handelsblatt Research Institute (HRI), einem unabhängigen Forschungsinstitut, das zur Handelsblatt Media Group gehört. Das HRI liefert der Redaktion Recherchen zu und erstellt eine vierteljährliche Konjunkturprognose, und es bietet seine Dienste auch Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen gegen Bezahlung an. Dabei gibt der Auftraggeber meist ein Thema oder eine Fragestellung vor, auch die Methodik und stilistische Aspekte werden abgestimmt. „Aber die inhaltliche Ausgestaltung richtet sich allein nach dem, was die Daten, die Umfrage oder die Interviews hergeben“, sagt Jung. „Andernfalls wären wir zu Recht angreifbar.“
Manche Auftraggeber des HRI könnten ihre Studien auch selbst erstellen. Aber sie beauftragen lieber das Institut, weil ihnen die wissenschaftliche Unabhängigkeit wichtig ist. Sehr selten komme es vor, dass einem Auftraggeber die Ergebnisse einer Studie nicht passen – und er sie letztlich nicht veröffentlicht. Tatsächlich entscheidet aber der Kunde am Ende, ob er mit der Studie an die Öffentlichkeit geht, sie nur intern nutzt oder eben unter Verschluss hält.
Natürlich gebe es bei Auftragsstudien die unterschwellige Sorge, dass sie nur deswegen zu einer bestimmten Aussage kommen, weil jemand dafür bezahlt hat, sagt Jung. „Am Ende geht es um Transparenz. Es muss nachvollziehbar sein, wie die Autoren zu ihren Ergebnissen kommen.“ Das sei in wissenschaftlich sauberen Studien immer gegeben, egal ob sie in einem Auftrag erfolgen oder nicht. Natürlich könne man Ergebnisse auf unterschiedliche Weise interpretieren. Das HRI stellt in den Studien nicht nur Ergebnisse dar, es ordnet sie auch ein und leitet mitunter Handlungsoptionen für unterschiedliche Zielgruppen ab. Die Kunden können anschließend in ihrer eigenen Aufarbeitung ihre Meinung und Einordnung mitteilen. „Da muss nur klar sein, wer der Absender ist“, sagt Jung.
Auch wenn Studien wissenschaftlich einwandfrei sind, können Ergebnisse leicht missverstanden werden. Kommunikationswissenschaftlerin Lück-Benz rät Journalist:innen daher, in Zweifelsfällen einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin aus dem jeweiligen Fachgebiet zu der Studie zu befragen. Sie sagt: „Das Problem mit Zahlen ist ja immer, dass sie sehr präzise wirken, obwohl wir in der Statistik viel mit Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheiten arbeiten.“
Journalist:innen müssen also auch die Dimension von Zahlen einordnen. Aus der Perspektive von Dominik von Stillfried gelingt ihnen das nicht immer. Von Stillfried ist Vorstandsvorsitzender des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), das eine Vielzahl von Studien zur ambulanten medizinischen Versorgung herausgibt. Er beobachtet, dass Redaktionen besonders gerne über einzelne Fallbeispiele berichten. „Guter Journalismus muss natürlich eine Geschichte erzählen, das ist mir klar“, sagt von Stillfried. „Dabei sollten sie aber nicht die Frage aus den Augen verlieren, wie relevant eine Zahl im Kontext ist.“
Als Beispiel nennt er unter anderem die Berichterstattung über Post Covid. Er verstehe, warum darüber viel berichtet worden sei. Doch durch die Präsenz des Themas in den Medien könne der Eindruck entstehen, dass es um eine Volkskrankheit gehe. Ungeachtet zahlreicher schwerer Verläufe und tragischer Einzelschicksale seien die Fallzahlen doch vergleichsweise gering.
Was Zahlen auslösen können
Eine andere Zahl, die von Stillfried umtreibt, ist die der Patienten in den Notaufnahmen. „Es hat sich die Wahrnehmung eingebürgert, dass die Notaufnahmen überfüllt sind“, sagt er. „Dabei ist die Zahl der ambulanten Fälle in den Notaufnahmen im Vergleich zu der in den Praxen sehr niedrig.“ Journalist:innen seien jedoch sehr auf Vorschläge zur Entlastung der Notaufnahmen fokussiert, ohne Effekte auf die ambulante Versorgung zu prüfen, was für die politische Diskussion weitreichende Folgen haben könne. Und das nicht unbedingt im Sinne des Zi, das dazu beitragen will, die ambulante ärztliche Versorgung zu sichern. Von deren Problemen kann der Blick auf die Notaufnahmen ablenken. Nun ist es natürlich nicht die Aufgabe des Journalismus im Sinne des Zi zu berichten, dennoch zeigen die Beispiele, was allein das Nennen oder Nicht-Nennen gewisser Zahlen auslösen kann.
Andreas Streim von Bitkom hat ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass Zahlen im Kontext der Berichterstattung nicht mehr ganz korrekt sind. Zum Beispiel in Beiträgen über die Wirtschaftsschutzstudie, die der Verband jedes Jahr herausgibt. Der wirtschaftliche Schaden, den die Publikation beziffert, werde häufig nur auf Cybercrime bezogen – obwohl auch Schäden durch Industriespionage und Sabotage eingerechnet sind. „Wenn eine solche Info einmal in der Welt ist, setzt sie sich fest“, sagt Streim, der selbst lange als Wirtschaftsredakteur gearbeitet hat. „Das ist ja auch klar: Die Journalisten schauen natürlich darauf, was andere schon geschrieben haben.“
Christian Maertin, Leiter der Corporate-Kommunikation beim Pharmakonzern Bayer, würde zwei Zahlen am liebsten wieder einfangen, die es ebenfalls längst in die Beiträge vieler Medien und die Weiten des Internets geschafft haben. Es geht um die Anzahl von 385 Millionen Menschen, die sich angeblich jährlich mit Pestiziden vergiften und die Zahl von 11.000 Menschen, die daran sterben. Diese Zahlen stammen aus einem Papier von 2020, in dem die Autoren von einer Schätzung sprechen. Sie wurde in einem Wissenschaftsjournal veröffentlicht und hat laut Maertin keine große Aufmerksamkeit erregt. Als aber 2022 die Heinrich-Böll-Stiftung die Zahl in einem Artikel in ihrem Pestizidatlas noch einmal aufgriff, berichteten viele Medien. Die Zahlen wurden jedoch von verschiedenen Seiten angezweifelt, auch von Bayer-Wissenschaftler:innen, und im vergangenen Jahr zog der Verlag Springer Nature das Papier von 2020 zurück.
Maertin versucht seitdem, diese Zahl auch medial wieder einzufangen und beauftragte den Dienstleister Unicepta damit, eine Liste aller europäischen Websites zu erstellen, auf denen die Zahl zu finden ist. Ergebnis: Auf 350 Seiten gibt es Meldungen dazu, von der Website der tagesschau über ProSieben, die Wochenzeitung Zeit bis zum britischen Guardian. Sein Team schrieb nach eigenen Angaben mehr als zwei Dutzend von ihnen an. Kaum jemand korrigierte die Zahl, einige setzten einen Hinweis unter den Text, viele ließen die Zahl unverändert stehen – und die wird inzwischen auch von KI-Chatbots aufgegriffen. „In einer digitalen Welt müssen wir sicherstellen, dass wir bei all den Dingen, die wir für zweifelhaft halten, Bayer mit seiner Perspektive und seinen Zahlen einbringen“, sagt Maertin. Er setzt dafür auf einen intensiven Austausch mit Journalist:innen.
In einem Tagesspiegel-Artikel heißt es inzwischen, Kritiker und Befürworter von Pestiziden sind sich immerhin darin einig, dass man über „keine wirklich verlässlichen Zahlen zu Nutzen und Schaden“ der weltweit eingesetzten Unkraut-, Insekten- und Pilzvernichter verfügt. Manche Zahlen sind eben auch wissenschaftlich nicht leicht zu erheben. Natürlich gibt es Fälle von Pestizidvergiftungen, die eindeutig nachzuweisen sind. Aber wie viele Fälle gibt es, in denen jemand davon Parkinson bekommt? Ein solcher Schaden lässt sich nicht immer eindeutig auf ein Pestizid zurückführen – für die Krankheit kann es ja auch andere Auslöser geben, ähnlich wie bei Impfschäden oder der Frage, ob ein Mensch mit oder an Covid gestorben ist. Dass Pestizide nicht nur nutzen, sondern auch schaden, ist hingegen unstrittig.
Für die Pestizidindustrie sind das keine schönen Zahlen, ähnlich wie die Zahl Glücksspielkranker für die Automatenindustrie – darum schauen sie ganz genau darauf. Aber sie verkaufen nun einmal Produkte, die Schäden und Nöte auslösen können. Ähnlich wie die Tabakindustrie, die aus guten Gründen ebenfalls häufig besonders kritisch von der Öffentlichkeit beäugt wird.
Auch Tabakunternehmen wie British American Tobacco (BAT) bemühen sich darum, ihre Interessen mit Zahlen zu untermauern. Aktuell rücken sie dabei die Umstellung auf rauchfreie Tabak- und Nikotinprodukte in den Fokus. Aus Sicht von Karin Schlömer, bei BAT Germany für Corporate Affairs verantwortlich, finden die Erkenntnisse, die das Unternehmen neuerdings zusammen mit externen Studien auf einer Informationsplattform bündelt, in den Medien zu wenig Gehör. „Während öffentliche Stellen wie die FDA, die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel, unsere Studien anerkennen, haben wir es oft mit plakativem Journalismus zu tun, der diese Fakten ignoriert“, sagt Schlömer. Viele Menschen würden den Konsum von E-Zigaretten immer noch für genauso schädlich halten wie den herkömmlicher Zigaretten.
In all diesen Unternehmensbeispielen geht es um viel Geld. Bayer muss sich seit dem Monsanto-Zukauf wegen dessen Unkrautvernichters Glyphosat mit zahlreichen Klagen auseinandersetzen, der Automatenwirtschaft, hinter der ein großer Markt steht, drohen stets neue Regulierungen. Dementsprechend umfangreich sind die PR- und Lobbyaktivitäten. Die Automatenwirtschaft sammelt Zahlen, Studien und Medienbeiträge inzwischen in einem „Faktenhub“. Bayer mischt sich auch in den sozialen Medien in die Debatte ein. Bayer-Kommunikator Maertin kritisiert bei Linkedin das „distanzlose Verhältnis und den unkritischen Umgang vieler Journalisten“ mit den Zahlen.
Beide Seiten
Thomas Häusler kennt beide Seiten. Fast zehn Jahre lang hat er die Wissenschaftsredaktion beim Schweizer Radio SRF geleitet. Bei der Schweizer Journalistenschule maz gibt er nach wie vor Statistik-Kurse. Heute arbeitet Häusler beim WWF in Zürich, für den er auch Studien mitbetreut. Der WWF gibt zum Beispiel ein Rating der Energie- und Klimapolitik der Kantone in Auftrag, das die Naturschutzorganisation dann politisch einordnet. „Das machen wir dann aber nicht in der Studie, sondern in unserer Medienmitteilung dazu“, sagt Häusler.
In seinen Kursen rät er, immer darauf zu schauen, welche Agenda der Auftraggeber hat. Häufig werden Studien zu bestimmten Zeitpunkten veröffentlicht, in der Schweiz zum Beispiel vor den Volksabstimmungen. „Manchmal ist das Agendasetting sehr durchsichtig“, sagt Häusler. Für solche Fälle gibt es eine simple Lösung: „Journalisten müssen nicht über jede Studie berichten.“
Kathi Preppner ist Senior-Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion wortwert.